21. Mai 2018

Beim 47. Wirtschaftsforum erschienen ca. 50 Besucher. Durch die Veranstaltung führte Peter Hoffmann-Schoenborn und diese fand am 01.11.2017 in der >> Gaststätte Rackebrandt in Linden-Mitte statt. Hier geht es zur >> Einladung und hier zum letzten >> 46. Wirtschaftsforum und >> hier zu den früheren Wirtschaftsforen.

I. Normal in Linden – Einführung in die Ausstellung

Kendrick Macasero stellte mit Kollegen das Begegnungszentrum „Normal in Linden“ (NiL) für Menschen mit und ohne Behinderung vor. In einer aktuellen Ausstellung geben Lindener aus dem Umfeld des Begegnungszentrums auf Portraitfotos und dem begleitenden Text Zeugnis über IHR Linden (Fotograf Sebastian Weiß). Diese Fotos konnten auf dem Wirtschaftsforum angeschaut werden und wurden auch schon bei einem Fest auf der Deisterstraße öffentlich gezeigt. >> Lebenshilfe Hannover

II. Belange des Wirtschaftsforums und der Standortgemeinschaften

Harm Baxmann von der Aktion Limmerstraße beschrieb Erfahrungen mit dem Limmerstraßenfest, dass wieder als großer Erfolg gewertet wurde. Allerdings gibt es Änderungsbedarf, da einige unschöne Erscheinungen nicht so richtig in den Griff zu kriegen waren, wie Ruhestörungen beispielsweise. Teilweise wurde ein problematisches Publikum angezogen, so dass sich Störungen bis in die Nacht hineinzogen.
Aktuelle Meldung: >> Limmerstrassenfest 2018 fällt aus

Im weiteren wurden die anstehenden Advents- und Weihnachtsaktivitäten der Standortgemeinschaften in Nord, Mitte und im Ihme-Zentrum geschildert.

Gemeinschaft Bothfelder Kaufleute (GBK)

Der Vorsitzende Hans Jürgen Wittkopf schilderte die Aktivitäten und die Geschichte der Standortgemeinschaft. Einmal im Jahr wird bspw. die Zeitschrift „Bothfeld und mehr“ in Zusammenarbeit mit Madsack herausgegeben. Handwerker bieten ihre Leistungen in einem Pool an. Es gibt Beiträge im Stadtteilfernsehen und man sucht Verbindungen zu anderen Standortgemeinschaften. Im Nordwesten sind davon acht gemeinsam eine Verbindungen eingegangen mit insgesamt 350 Mitgliedern, davon 150 bei der GBK. Es besteht auch Interesse an Verbindungen nach Linden, bspw. beim jährlich stattfindenden Blauen Wunder. Das soll 2019 zum ersten Mal erfolgen. Aufgabe ist es Geschäfte zu fördern und zu erhalten.
>> bothfeld-und-mehr.de

Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine (AGLV)

Gabriel Steingrube plädierte als Vorsitzende der AGLV für die Förderung des Ehrenamtes. Viele Vereine wären davon belastet, dass sich die Preise bspw. für Hallen weiter erhöht haben. Bei einer von der AGLV zuletzt durchgeführten Wahlveranstaltung wurden die anwesenden Politiker verstärkt darüber informiert, dass es Bedarf bei der Förderung des Ehrenamtes gibt. Vereine sind auch an den Mindestlohn gebunden und wird es schon mal öfters eng. Hinzu kommen noch Haushaltssperren, die manchmal verhängt werden und den Vereinen das Bezahlen von Leistungen erschweren.

III. Aktuelle Themen

Stadtbezirksmanagement

Wolfgang Wescher verabschiedete sich aus seiner bisherigen Funktion und Jürgen Mingers stellte sich als neuer Stadtbezirksmanager vor.

Bezirksbürgermeister

Rainer-Jörg Grube beschrieb kurz einige gegenwärtige und kommende dominanten Themen im Stadtbezirk: Fössebad, Hochbahnsteige, Sicherheitskonzept Hannover mit Ordnungsdienst, Straßenordnungsprogramm.

10 Jahre Linden-Limmer Stiftung

Petra Bliwert vom Vorstand der LindenLimmerStiftung schilderte die erfolgreiche Entwicklung der Stiftung mit der Förderung von 191 Projekten bei 105.000 € vergebenen Mitteln. Eine sinnvolle Einnahmequelle ist bei Geburtstagen statt Geschenken Spenden für die Stiftung einzusammeln.
Es gibt Nachwuchssorgen und es wäre gut, wenn sich engagierte Bürger finden würden.
>> LindenLimmerStiftung.de
Aktueller Stand: >> LindenLimmerStiftung: 10 Jahre erfolgreich – Stiftungsversammlung

 


Interessanter Teil der Einleitung:
Ein Beispiel für Marketing in früheren Zeiten

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„Hiermit beehre ich mich Ihnen ergebenst anzuzeigen, dass ich binnen Kurzem das Vergnügen haben werde, Ihnen meine Aufwartung zu machen. Haben Sie die Güte mir Ihre geschätzten Aufträge zu erteilen und halten Sie sich deren promptesten und sorgfältigsten Ausführung im Voraus versichert. Hochachtungsvoll u. ergebenst Georg Ergräber“

IV. Schwerpunkt: Ein Konzept für Linden

Profilierungs- und Gestaltungskonzept für Linden

In seiner Einführung erläuterte Peter Hoffmann-Schoenborn diesen Tagesordnungspunkt als „Nachdenken über Linden – Ein Konzept für Linden“.

In Postings bei Facebook sei Linden nicht mehr die „schönste Stadt der Welt“, sondern „Ballermann, Asihausen, etc.“.  Vielleicht gäbe es ein Imageproblem oder wie kommen solche Postings zustande? Es beschäftige jedenfalls die Leute, 50 Kommentare vor drei Tagen, 80 oder 100 auch heute, das täte weh und was passiere da überhaupt? Irgendetwas habe sich stark verändert.

Als Ausgangspunkt für weitere Überlegungen diene das Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“, worüber hier auch schon die Wirtschafts- und Umweltdezernentin Frau Tegtmeyer-Dette berichtet hatte. in diesem Konzept gibt es das Ziel Quartiere zu stärken. Quartiere sind vielen besonders wichtig: als Merkort, als Wohnort, als Ort in dem man zu Hause ist. Das ist Teil des Stadtentwicklungsprogramms auf dem Weg über die Kultur des Dialoges und des Miteinanders in der Stadtgesellschaft.

Von der cima, einer Firma für Stadtentwicklung, stellte Frau Regina Schröder in einem ausführlichen Vortrag ein erstes Konzept vor:

Profilierungs- und Gestaltungskonzept für den Stadtteil Hannover-Linden
Ausgangssituation und Aufgabenverständnis der cima
 Der Stadtteil Linden positioniert sich aktuell eher als „streitbar“ und individuell, eigenwillig und unangepasst. Diese „Kiezkultur“ prägt dabei derzeit vor allem auch die Außenwahrnehmung des Stadtteils. Jedoch bildet dieses Image nicht alle Facetten des Stadtteils hinreichend ab. …
Weiterlesen >> Projektskizze Gesamtkonzept Hannover-Linden Okt 2017

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In der anschließenden Diskussion kritisierte Bezirksratsmitglied Eike Geffers das Vorhaben. Linden-Limmer seien vier Stadtteile. Limmer gehöre dazu. Vier Stadtteile haben unterschiedliche Konzepte. Wieso den Stadtteilen eine einheitliche Identität überstülpen? Besser wäre eigene Identitäten der einzelnen Stadtteile. Peter Hofmann-Schönborn widersprach: keinesfalls sollen die Stärken der Stadtteile geschwächt werden.

Dieser Tagesordnungspunkt soll als Anregung für weitere Diskussionen dienen.

 

„Wirtschaft. Macht. Quartier. Warum eine sozialverträgliche Stadtentwicklung eine quartiers-bezogene Wirtschaftsförderung braucht“ / Herr Jörg Schimke

Mit einem Impulsvortrag “Wirtschaft. Macht. Quartier.” begründet Jörg Schimke seine Forderung nach einem Konzept einer Wirtschaftsförderung für den Stadtbezirk Linden-Limmer. Die Stadt helfe zwar den Standortgemeinschaften nach Kräften, ihr Konzept der Wirtschaftsförderung habe aber die Stadt als Ganzes im Blick, nicht die einzelnen Stadtteile und Standorte. Tatsächlich aber gäbe es deutliche Interessenkonflikte zwischen den Wirtschaftsförderern der Kommunen und dem Quartiersmanagement von Stadtbezirken. Das habe eine Untersuchung des Deutschen Städte- und Gemeindetages ergeben.

Daher müsse der Stadtbezirk selbst die Initiative ergreifen, so Schimke in seinem Vortrag. Denn der allgemeine Trend von Handel und Gewerbe laufe einer sozial verträglichen Entwicklung von Linden-Limmer entgegen. Hinzu käme die rasant wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel.

Damit aus Tradition nicht Geschichte würde, müssten Handel und Gewerbe ein eigenes Konzept für den Wirtschaftsstandort Linden-Limmer entwickeln und notwendige Unterstützung einfordern. Ein erster wichtiger Schritt hierzu könne die Diskussion des Einzelhandelskonzepts der Stadt Hannover sein, das die Verwaltung für 2018 angekündigt hat, so Jörg Schimke.

Vom Webauftritt einer Standortgemeinschaft zum Stadteilportal? / Frau Gabi Wachhaus , Media Design

Frau Gabi Wachhaus schilderte die Offline-/Onlinepräsentation in Linden-Mitte der Standortgemeinschaft LindenGut als Teil eines Stadtteilkonzeptes. Die Internetpräsentation ist noch in Arbeit. >> LindenGut.com

Kundenbefragung Linden-Nord – Motivation, Ergebnisse / Frau Tosin David / Frau Katrin Schmidt

In einer umfangreichen Darstellungen wurden Ergebnisse einer Kundenbefragung in Linden-Nord und weitere Ausführungen zu Marketingstrategien gezeigt. Nachfragen: Tosin David >> david@tosin-david-services.de und Katrin Schmidt >> post@kurzwarenkatze.de

 

Aus gegebenem Anlass:

In Linden führten Linksautonome Anschläge auf Haack-Immobilien durch. Das wurde durch den Veranstaltungsleiter verurteilt.

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„Das Wirtschaftforum des Vereins Lebendiges Linden unterstützt alle Aktivitäten des Diskurses. Doch Gewalt gegen Sachen gehört nicht zu unserem Linden.“, so Versammlungsleiter Peter Hoffmann-Schoenborn. >> mehr

 

Das nächste und 48. Wirtschaftsforum wird am 23.05.2018 stattfinden.

 

Klaus Öllerer
17.05.2018

 

 

Kommentare

  1. Seltsamer Artikel. Er bespricht ein (wichtiges) Ereignis, das (aber) schon ein halbes Jahr zurückliegt – und das letzte Foto wirkt voll gephotoshopt. Die Hintergrundinformationen sind aber fundiert und aufschlussreich.

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