2. März 2019

Auf der letzten Bezirksratssitzung (27.02.2019) brachte Thomas Ganskow von der Piraten Partei einen Antrag ein zur Optimierung des Verkehrs. Durch induktionsgesteuerte Technik sollen die einzelnen Verkehrsteilnehmer wie Autos und Fahrräder besser zum Zuge kommen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Über die Realisierung entscheidet die Verwaltung.

Antrag

gemäß §§ 10, 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Induktionsgesteuerte Optimierung des Verkehrs zu beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, an welchen Stellen im Stadtbezirk Linden-Limmer eine induktionsgesteuerte Optimierung des Verkehrs möglich ist.

Da dies insbesondere dort relevant ist, wo eine Vielzahl unterschiedlicher Verkehrsnutzer aktiv ist, werden als mögliche Testgebiete die Bereiche um den Schwarzen Bär, die zu schaffende Wegeverbindung „Gartenallee – Blumenauer Str. – Ihme-Zentrum“ und/oder um den Küchengarten vorgeschlagen.

Alternativ bietet sich für eine ausschließliche Optimierung des Radverkehrs die Kreuzung Allerweg/Charlottenstraße an.

Begründung:

Einen überdurchschnittlichen Anteil des Verkehrs in Linden-Limmer tragen Fahrräder.

Oftmals sieht man Radfahrende, aber auch Liefer- und PKW-Verkehr an Ampeln warten, obwohl keine anderen Verkehrsnutzer kreuzen.

Hier bietet sich zur Optimierung des gesamten Verkehrs ein System wie in ’s-Hertogenbosch (Niederlande) an, welches den Rad- und Autoverkehr entsprechend dem jeweiligen Aufkommen mittels induktionsgesteuerter Ampelschaltung regelt.

Ein positiver Nebeneffekt wäre zudem eine Verringerung der Luftbelastung aufgrund kürzerer Standzeiten des motorisierten Verkehrs.

Thomas Ganskow
Bezirksratsherr

 

Beispiel einer induktionsgesteuerten Ampelsteuerung in Holland

 

02.03.2019

 

 

Kommentare

  1. Wenn es so klug umgesetzt ist, wie hier im Video, dann gerne her mit den intelligenten Schaltungen! Auch mit Vorrangschaltungen für Busse und Bahnen.

  2. „Intelligente“ (induktionsgesteuerte) Ampeln gibt es seit vielen Jahren an vielen Straßen Hannovers. Allerdings nicht für Radfahrer.
    Ein ganz großes Problem dabei ist – wie auch im Video angemerkt – die Vorrangschaltung von Bussen und Bahnen.
    HIER muss angesetzt werden, dann klappt es auch für Radfahrer von ganz allein.
    Beste Beispiele: Limmerstraße / Wunstorfer Straße am Schnellweg. Alle Ampeln stehen für für die Strapatzenbahn auf grün, obwohl diese noch nicht einmal zu sehen ist, und gerade mal eben die Station Ungerstr. bzw in der anderen Richtung die Harenberger Str. passiert hat . Dadurch stauen sich auf der ganzen Strecke die Autos, kommen nicht auf den Schnellweg, und nicht vom Schnellweg runter, was zu Verkehrsgefährdung führt, wenn zum Beispiel Richtung Limmer/Linden abbiegende Fahrzeuge auf dem Schnellweg halten müssen. Mitten im Stau übrigens auch Busse, die zwar Vorrang haben, aber leider nicht weiter kommen. Wer entlang der Fösse mit dem Fahrrad unterwegs ist, der kennt die bescheuertste Fahrradampel/Fussgängerampel Hannovers. Hier ist es selbst mit dem Fahrrad nicht möglich beide Teile des Überwegs während EINER Grünphase zu überqueren, so dass die schönen „Sei Vorbild, nur bei Grün“-Aufkleber irgendwie an Gesslers Hut erinnern.
    Auf die Spitze getrieben wird das Ganze an der Ecke Deisterstraße / Allerweg. Dort blockieren sich vorrangberechtigte Linienbusse gegenseitig, und sorgen dafür, dass der Verkehr ruht. Wenn dann aus dem Allerweg kommende Fahrzeuge nicht abbiegen können, weil Fußgänger und Radfahrer sich bei Grün zwischen gestauten PKWs hindurchquetschen, weil niemnd mehr vorwärts kommt, dann brennen sowohl Fußgängern, als auch Rad-, und Autofahrern schon mal die Sicherungen durch.
    Mein Fazit: Induktionsgestäuerte Ampeln, ja bitte, aber nur dort wo es Sinn macht, und Vorrang für Busse und Bahnen abschaffen, weil dies schon jetzt dafür sorgt, dass jeder Verbrennungsmotor im Schnitt pro Tag 5 – 10 Minuten länger läuft, als er müsste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.