26. Januar 2018

Foto: Kurden und Türken beim Bezirksrat am 10.05.2017 im Wortgefecht
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Die Kommunalaufsicht im Innenministerium bleibt bei der Entscheidung eine Umbenennung des Velvetplatzes in Halim-Dener-Platz zu untersagen. Die Interessen der Stadt Hannover seien beim Bezirksratsbeschluss nicht ausreichend berücksichtigt worden, heißt es in der Stellungnahme vom 02.01.2018. Dort wird u.a. ausgeführt:

„Vom Oberbürgermeister wird ausgeführt, dass es ein Konfliktpotential unter den in Hannover lebenden türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gebe, die teils kurdischstämmiger Herkunft sind, das sich auch in der Person des Halim Dener widerspiegelt. Halim Dener sei kurdischer Herkunft und ist bei seiner Verhaftung, als er Plakate für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans geklebt habe, ums Leben gekommen. Halim Dener werde insofern von den PKK-Anhängern als Märtyrer des Widerstands, von türkischen Organisationen als Mitglied einer Terrororganisation angesehen. Vor diesem Hintergrund komme es alljährlich aus Anlass des Todestages Halim Deners im Stadtgebiet zu Versammlungen und Gegenkundgebungen mit konfliktträchtigen Spannungen zwischen diesen Gruppierungen.
Der Beschluss des Stadtbezirksrats zur Ehrung des Halim Dener erweckt den Anschein
hoheitlicher Parteinahme der Landeshauptstadt Hannover in dem geschilderten Konflikt zugunsten einer Seite.“

Zur vollständigen Stellungnahme >> Beanstandung der Kommunalaufsicht (6 MB)

>> Alle Artikel zum Thema Halim Dener

 

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Velvetplatz in Linden-Nord

 

26.01.2018

 

 

Kommentare

  1. Ich finde, der Bezirksrat sollte sich mal endlich um die wirklichen Probleme in Linden kümmern, anstatt auf der Benennung eines Platzes zu bestehen.
    Nennt ihn „Platz des Friedens“ und gut is…

  2. Nennt IM GEISTE (falls vorhanden) doch wahlweise die Flughafenhalle Hannover, das Steintor oder den Trammplatz und wo auch immer schon ’spannende‘ Zusammentreffen von Kurden und Türken stattgefunden haben nach dem Typen.

  3. Also nichts Neues. Jetzt muss und wird der Bezirksrat klagen. Die Argumente beider Seiten liegen bereits vollumfänglich auf dem Tisch; daher wird die nächste wichtige Nachricht zum Thema erst das Gerichtsurteil sein. Vorher passiert da nichts mehr.

    Dieses Urteil wird sowohl politische als auch kommunalrechtliche Brisanz haben, aber es dauert noch.

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