8. November 2018

70 Jahre Menschenrechte – Wir schauen genau hin!

Bündnis aus 25 hannoverschen Organisationen thematisiert aktuelle Menschenrechtsfragen in großer Veranstaltungsreihe rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. 

1948: Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Vor 70 Jahren wurden dieser und 29 weitere Artikel in der UN-Charta verfasst und von 48 Staaten unterzeichnet – nach dem zweiten Weltkrieg ein hoffnungsvolles Signal für Frieden und Gerechtigkeit! Doch werden die Menschenrechte wirklich konsequent umgesetzt? In vielen Bereichen gibt es Anlass zum Zweifel! Rechtspopulistische und rassistische Übergriffe häufen sich während tausende Menschen im Krieg und auf der Flucht im Mittelmeer sterben und Millionen Menschen weltweit unter Hunger und Unterdrückung leiden.

Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ in Hannover

Das hannoversche Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ führt eine lebhafte Diskussion über aktuelle Menschenrechtsfragen und trägt diese in die Stadt. Es setzt sich für eine breite und aktive bürgerschaftliche Teilhabe bei der Umsetzung von Menschenrechten vor Ort und global ein.

Gegründet wurde es 2016 von dem interkulturellen Verein kargah e. V.. Seitdem wurden insgesamt 40 Veranstaltungen in Hannover umgesetzt und zwei gemeinsame Zeitungen herausgebracht. Auch 2018 organisiert das Bündnis ein großes gemeinsames Programm. Unter dem Titel „70 Jahre Menschenrechte. Wir schauen genau hin“ veranstaltet es vom 07. November bis 12. Dezember 2018 eine Vielzahl an Diskussionen, Filmvorführungen, Vorträgen, Workshops und Ausstellungen.

Aktiv und kritisch! – Veranstaltungsreihe 2018

Im Fokus steht dieses Jahr die Frage, ob und wie 70 Jahre nach der Entstehung der UN-Menschenrechtskonvention diese wirklich umgesetzt wird. So wird beispielsweise bei der gemeinsamen Bündnisveranstaltung „Menschenrechte – eine Idee und ihre Umsetzung auf dem Prüfstand“ am Freitag, 23.11. um 19:00 Uhr im Kulturzentrum Pavillon in einem Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Nivedita Prasad (Professorin für Soziale Arbeit und Aktivistin für Menschenrechte) und Autor Militiadis Oulios (u.a. Blackbox Abschiebung) das Konzept der Menschenrechte politisch und philosophisch diskutiert. „Eine kritische Auseinandersetzung mit Menschenrechten ist in Zeiten des Rechtspopulismus nicht einfach, weil es zunehmend auch darum geht die Idee der Menschenrechte zu verteidigen.“, sagt Prof. Dr. Nivedita Prasad. Wobei Oulious den Standpunkt vertritt, dass „so notwendig die Verteidigung der Menschenrechte auch ist, so unbefriedigend bleibt sie. Menschenrechte sind zu wenig, wenn es um Fragen der nationalen und globalen Umverteilung geht, um die Ermöglichung legaler Migrationswege, um die Entwicklung eines Begriffs globaler Bürgerrechte […]“.

Um mit den Bürger*innen Hannovers in einen Austausch zu kommen, lädt das Bündnis außerdem zu dem Aktions- und Workshoptag „Aktiv für Menschenrechte!“, am 24.11., von 14:00 -19:00 Uhr, im Freizeitheim Linden ein. Hier berichten Aktivist*innen, die in Syrien, auf dem Mittelmeer oder hier vor Ort aktiv sind. Das Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ möchte mit seinem Programm und Vernetzungsarbeit immer wieder genau hinsehen und aktuelle Menschenrechtsverletzungen in der Öffentlichkeit sichtbar machen und Anregungen geben, selbst aktiv zu werden. 

Weitere Infos zur gesamten Veranstaltungsreihe und zum Bündnis finden Sie hier: >> www.menschenrechte.kargah.de 

Menschenrechte grenzenlos – Bündnis Hannover:

Amnesty International | Faust e.V. | Filmkunstkinos Hannover | Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. | Freizeitheim Linden | Freizeitheim Vahrenwald | G mit Niedersachsen–Bildungs- und Beratungsstelle (VNB e.V.) | Hometown e.V. | Initiative für einen internationalen Kulturaustausch e.V. | Janusz Korczak-Humanitäre Flüchtlingshilfe e.V. | kargah e.V. | MigrantInnenSelbstOrganisationen Netzwerk Hannover e.V. | Kulturzentrum Pavillon | Medinetz Hannover e.V. | Organisation zur Wahrung der Menschenrechte in Vietnam e.V. (MRVN) | Palästina Initiative Region Hannover | Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. | Stadt Hannover – Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt| Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen | Umbaja e.V. | Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V. | Verband Entwicklungspolitik Nds. e.V. | Vietnam-Zentrum-Hannover e.V. (VNZ)

kargah e.V.

 

08.11.2018

 

 

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