14. Februar 2018

Pressemeldung

CDU wünscht sich stadtteilbezogene Kriminalstatistik

Die Polizeidirektion Hannover veröffentlicht jedes Jahr eine „Polizeiliche Kriminalstatistik“ für die Landeshauptstadt Hannover. In der ersten Hälfte dieses Jahres wird eine Statistik für das abgeschlossene Jahr 2017 erscheinen. In der Vergangenheit wurde lediglich das gesamte Stadtgebiet abgebildet, eine Erfassung von einzelnen Stadtteilen gab es bisher nicht.

„Für die nächste Kriminalstatistik wünschen wir uns zusätzlich eine stadtteilbezogene Darlegung der Daten. Der Rat der Landeshauptstadt Hannover und die Stadtbezirksräte müssen informiert sein, wie sich Kriminalität in einzelnen Stadtteilen Hannovers darstellt. Nur so sind wir in der Lage, kritische Situationen zu erkennen und mit unterstützenden Maßnahmen gegenzusteuern. Aber auch positive Entwicklungen und die Wirksamkeit von stadtteilaufwertenden Maßnahmen wären in einer jährlichen, stadtteilbezogenen Statistik erkennbar“, so Jens Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion.

„Zur Klarstellung: Es geht uns keineswegs darum, einzelne Stadtteile zu stigmatisieren oder in ein schlechtes Licht zu rücken. Wir wünschen uns lediglich, dass die Mitglieder unserer Stadtbezirksräte über konkrete Informationen verfügen, um Problemlagen gezielt angehen zu können“, so Seidel.

„Um die Angelegenheit zur Diskussion zu stellen, bringt die CDU-Ratsfraktion als ersten Schritt eine Anfrage in die kommende Ratsversammlung ein. Mit unserer Anfrage möchten wir zunächst die Pläne hinsichtlich einer stadtteilbezogenen Kriminalstatistik erfragen. Weitere Schritte werden dann sicherlich folgen“, kündigt Seidel abschließend an.

>> www.cdu-hannover.de

 

14.02.2018

 

 

Kommentare

  1. – „Mit unserer Anfrage möchten wir zunächst die Pläne hinsichtlich einer stadtteilbezogenen Kriminalstatistik erfragen.“

    Diese vorsichtige Formulierung ist angebracht. Zunächst müsste man wissen, ob die Polizeidirektion Hannover ihre Daten aus den bundesweiten Rohdaten extrahiert oder sogar aus den eigenen Daten. Beides wäre sehr fehleranfällig, weil die Zurechnungsalgorithmen, die zu den Fallzahlen führen, nicht vollständig formalisiert sind.

    Wahrscheinlicher ist, dass die PD-H die bundesweiten, bereits aggregierten PKS-Zahlen weiterverwertet. Dann wäre die von der CDU geforderte Nutzenerweiterung ablauftechnisch schlecht einzubauen.

    – Ich selbst würde am Liebsten noch drei Schritte weitergehen – und hätte gerne sämtliche erfassten PKS-Fälle zeitnah im Internet veröffentlicht, mit Such- und Filterfunktion (auch nach Tatort). Wenn man also wieder mal hörte, dass am Peter-Fechter-Ufer mal wieder eine Straftat begangen wurde, könnte man dort nachgucken.

    Das müsste man aber datenschutzrechtlich abklären, und es darf natürlich nicht die Strafverfolgung gefährden.

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