21. April 2018

Pressemeldung

Wutbürgerbeteiligung Fössebad

Nach zähen Verhandlungen, öffentlichen Petitionen und viel Wut auf Seiten der AnwohnerInnen Linden-Limmers entschied der Rat der Landeshauptstadt Hannover im September 2017, das Fössebad als Sportbad neu zu bauen – ohne Freibad und ohne den Kultclub “Béi Chéz Heinz”.  Am 05.04.2018 fand der erste Workshop zum neuen Außenbereich des Fössebads statt, am kommenden Mittwoch, dem 18.04.2018, wird der Workshop zum Neubau des Misburger Bads stattfinden.

Linden-Limmer – Im Sportausschuss am 09.04.2018 berichtete Dezernentin Konstanze Beckedorf von der Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung und war etwas verwundert, ob der „geringen” Anzahl interessierter Bürger, da am Workshop, da nur ca. 75 Personen teilnahmen. Außerdem wurde berichtet, dass die Lobby vom „Béi Chéz Heinz” stark vertreten gewesen sein soll. Als Fraktion der extremen Mitte war auch die PARTEI – vertreten von Stadtbezirksrätin Jasmin Grobleben – anwesend. Sie berichtet daher vollkommen objektiv und unvoreingenommen von den tatsächlichen Geschehnissen vor Ort:

„Ja, es waren ‘wenige’ Personen anwesend. Allerdings kam die Einladung kurz nach Beginn der Ferien und der Workshop selbst fand direkt nach den Ferien statt. Auch wurde offenbar seitens der Verwaltung mit einer solchen Anzahl von Teilnehmern gerechnet, da die Gruppenarbeit nicht wesentlich mehr Teilnehmer zugelassen hätte, ohne den Prozess zu sprengen.”, so Jasmin Grobleben zum Vorwurf eines geringen Interesses auf Seiten der Bürger.

Einerseits wurden die Teilnehmer ermutigt, sämtliche Ideen zu Papier zu bringen, ungeachtet dessen, ob diese Punkte in der Machbarkeitsstudie abgelehnt wurden (wie z.B. eine Sauna oder ein integrierter Kiosk/Cafe), andererseits stieß die häufige Forderung nach dem Erhalt des „Béi Chéz Heinz” auf Seite der anwesenden Mitarbeiter der Verwaltung aber auf noch weniger Gegenliebe als die auch immer noch aufkommende Forderung nach dem Erhalt des Freibads. Dabei sind genau dies die Punkte, die auffallend häufig gefordert wurden:

* Das „Béi Chéz Héinz erhalten”.

* Auf ein Freibad kann nicht verzichtet werden.

* Einrichtung einer Sauna.

* Integrierte Gastronomie.

Jasmin Grobleben zeigt sich erbost: „Während ich mich mit Anwesenden unterhielt, sagten mir einige, dass es ihnen vorkommt, als ob die Verwaltung sie in eine bestimmte Richtung lenken wollte. Andere wiederum fühlten sich nicht ernst genommen und wieder andere nannten die Veranstaltung sogar eine Farce. Im Großen und Ganzen muss ich leider feststellen, dass die Bürgerbeteiligung beim Projekt ‘Fössebad’ tatsächlich immer noch eine Farce ist. Vor allem die Vielzahl der Unterstützer des ‘Béi Chéz Heinz’ als ‘Lobby’ abzutun, ist schon mehr als dreist. Da darf sich die SPD nicht wundern, dass sie in Linden-Limmer kaum noch einen Fuß in die Tür bekommt!”

Die FRAKTION im Rat der Stadt Hannover

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Vorschläge aus dem Workshop.

 

21.04.2018

 

 

Kommentare

  1. Mich würde interessieren ob der Neubau des Fössebades nun ein Schwimmlehrnbecken (Nichtschwimmerbecken) bekommt? Bislang wird das ausschließlich beim Neubau des Misburger Bades genannt und wohl auch geplant.
    Wenn der Bestandsbau nach Fertigstellung dann geschlossen wird, wo sollen dann die Kinder hin?
    Der Bericht sagt es „Sportbad“ da sind Kinder einfach fehl am Platz!
    Warum kann man die Neue Halle nicht einfach als Zusatzhalle errichten, dann braucht man da auch keine Glasfassade die man öffnen kann.
    Wenn man die Substanz der alten Halle günstig instandsetzten kann sollte man das tun und diese auch mit Sauna und Chez Heinz erhalten.

  2. Dem stimme ich vollinhaltlich zu. – Wichtig ist jetzt erst mal, das Chez Heinz zeitnah zu schließen, um die Anwohner und die Polizei zu entlasten. Ob das Schwimmbad abgerissen wird oder eine weitere Bahn kriegt oder nicht, kann ja später bei Bedarf entschieden werden.

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