14. September 2018

Pressemeldung

Mehr als 100 Teilnehmer bei Demonstration gegen Hochbahnsteige auf der Limmerstraße

An der gestrigen Demonstration gegen Hochbahnsteige auf der Limmerstraße nahmen mehr als 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger teil und machten die Veranstaltung zu einem Erfolg. Der Demonstrationszug setzte sich vom Edeka Markt an der Limmerstraße in Bewegung und marschierte bis zum Küchengartenplatz. Dort fanden dann die Schlusskundgebungen gegen die beiden geplanten Hochbahnsteige auf der Lindener Flaniermeile statt. Neben dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Rat der Landeshauptstadt Hannover Dirk Machentanz (DIE LINKE), dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Bezirksrat Linden-Limmer David Müller (DIE LINKE) sowie dem Regionsabgeordneten Michael Fleischmann (DIE LINKE) haben sich auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Mikrofon zu Wort gemeldet.

„Wir benötigen nach wie vor eine Bürgerbefragung mit einem daraus folgenden Bürgerentscheid, um auf Hochbahnsteige auf der Limmerstraße verzichten zu können, ich trete außerdem nach wie vor für eine verkehrsberuhigte Zone zwischen den beiden geplanten Hochbahnsteigen ein und bin für alternative Beförderungsmöglichkeiten auf dieser Strecke, wie zum Beispiel eine Elektrobahn oder ein Elektrobus“, so Dirk Machentanz (DIE LINKE).

„Der Bürgerwille wäre und ist ein nicht zu unterschätzendes Gewicht bei einer möglichen Entscheidung gegen die auf der Limmerstraße geplanten Hochbahnsteige, dass hat die zahlreichen Teinahme an der gestrigen Demonstration gezeigt. Wir lassen uns unseren Stadtteil hier nicht kaputt machen, die Hauptachse von Linden-Nord muss gleichzeitig kulturell wie vom Ladenangebot Hauptlebensader von Linden-Nord bleiben, das wäre jedoch bei der Setzung der beiden umstrittenen Hochbahnsteige nicht mehr gewährleistet“, so David Müller (DIE LINKE).

Die Linke Linden-Limmer

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Regionsabgeordneten Michael Fleischmann (DIE LINKE)

 

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Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Landeshauptstadt Hannover Dirk Machentanz

 

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Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bezirksrat Linden-Limmer David Müller

 

14.09.2018

 

 

Kommentare

  1. „Wir benötigen nach wie vor eine Bürgerbefragung mit einem daraus folgenden Bürgerentscheid, um auf Hochbahnsteige auf der Limmerstraße verzichten zu können, ich trete außerdem nach wie vor für eine verkehrsberuhigte Zone zwischen den beiden geplanten Hochbahnsteigen ein und bin für alternative Beförderungsmöglichkeiten auf dieser Strecke, wie zum Beispiel eine Elektrobahn oder ein Elektrobus“, so Dirk Machentanz (DIE LINKE).“
    Ob hier Dirk Machentanz wirklich richtig widergegeben wurde?
    Sollte dass der Fall sein, so ist anzumerken:
    1. Eine Bürgerbefragung zu veranstalten, bei der die Interessen der Menschen mit Behinderung hinten runter fallen könnten, weil die mit den gesunden Beinen glauben, auf einen Hochbahnsteig verzichten zu können, das verbietet sich von selbst.
    2. Wir haben bereits mehr als eine verkehrsberuhigte Zone zwischen den Haltestellen Küchengarten und Leinaustraße, wir haben eine Fußgängerzone, die für den ÖPNV frei gegeben ist. Busse und Bahnen dürfen in der Fußgängerzone nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit fahren. Eine „verkehrsberuhigte Zone“ dagegen würde zu deutlich mehr Autoverkehr in der Fußgängerzone Limmerstraße führen, wo derzeit nur zu bestimmten Zeiten Lieferverkehr und Anliegerverkehr zulässig ist.
    3. Wir haben bereits eine „Elektrobahn“ in der Limmerstraße. Die Stadtbahn fährt bereits heute elektrisch und Regiobus hat bereits die Einführung reiner Elektrobusse angekündigt.
    Die Linke kritisiert ferner Einschränkungen für Geschäftsleute und Kulturschaffende.
    Für das kulturelle und das Ladenangebot, dass möglicherweise durch den Bau der Hochbahnsteige eingeschränkt würde, wäre es das beste, zusätzliche Außenflächen zu schaffen, indem die Fußgängerzone Limmerstraße bis zum Freizeitheim verlängert wird. Der Durchgangsverkehr würde dann weiträumig über die Carlo-Schmid-Allee umgeleitet werden. Allerdings ist auch zu prüfen, ob das Argument, dass Flächen für Verkaufsstände oder Außengastronomie durch den Bau der Hochbahnsteige tatsächlich eingeschränkt werden, sorgfältig zu prüfen. Schließlich wird auch heute ein nicht unerheblicher Teil der Fußgängerzone von den an den Haltestellen wartenden Fahrgästen belegt. Die stehen zukünftig auf dem Hochbahnsteig, das wird möglicherweise ein „Nullsummenspiel“. Schließlich ist der Hochbahnsteig in der Mitte der Schienen angeordnet, so dass dort die Fahrgäste für beide Richtungen stehen können, die sich heute noch auf die beiden Seiten verteilen.

  2. Mir ist es langsam wurscht, ob hoch oder tief.
    Hauptsache, die kommen mal endlich in die Pötte.
    Wenn man auf Barrierefreiheit angewiesen ist, hat man es hier wirklich nicht leicht.

    1. Vielen Dank für diesen Hinweis, Anwohnerin. Allerdings ist auch anzumerken, dass die Aufforderung, „Hauptsache, die kommen endlich mal in die Pötte.“, zu kurz greift. Wer sind „die“? Sind „die“ diejenigen, die in den 60er-Jahren einmal eine U-Bahn-Tunnel bauen wollten, vom Goetheplatz unter der Ihme und unter dem Ihmezentrum durch? Mit extra tiefen Untergrund-Stationen, so tief wie die untere Sohle am Aegi, oder gar noch tiefer? Oder sind „die“ vielleicht die Piratenpartei, die mit der unrealistischen Variante eines Trog-Bahnsteiges versuchte Aufsehen zu erregen, obwohl der viel zu breit wäre für die Limmerstraße? Oder sind „die“ vielleicht diejenigen, die eine Niederflurbahn verhindern wollten, weil sie davon träumten, in der Innenstadt einen Tunnel unter Goethestraße und Kurt-Schumacher-Straße zu graben, damit dort der Autoverkehr besser flutscht? Mit einer Niederflurbahn wären diese Träumereien futsch gewesen, in Hannover hält die Stadtbahn unterirdisch ausschließlich an Hochbahnsteigen. Sie sehen, Anwohnerin, „die“ gibt es nicht, es gibt die „einen“ und die „anderen“ und die „dazwischen“ oder „daneben“ usw., Demokratie ist leider manchmal zeitraubend und eine Kompromiss-Findung befriedigt nicht immer wirklich alle. Und dazu kommt, dass im vorliegenden Fall auch noch einiges falsch gelaufen ist. So wurde der Vorschlag des Runden Tisches, den Hochbahnsteig Küchengarten vor dem Eingang zur Limmerstraße diagonal anzuordnen, von der Region Hannover zu wenig Beachtung geschenkt. Trotzdem stimme ich Ihnen zu, es ist gut, dass „die“ jetzt endlich mal in die Pötte kommen. „Die“ sind in diesem Fall übrigens die gewählten Abgeordneten der Stadt- und der Regionsversammlung, die mehrheitlich für den Bau der Hochbahnsteige gestimmt haben. Die Vorstellungen des Bezirksrates wurden dabei leider nicht ausreichend berücksichtigt.

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