9. Februar 2017

Pressemeldung

LINKE setzt sich für die Rechte von Mieterinnen und Mietern in Linden/Limmer ein

Die Wohnungsnot und Gentrifizierung macht insbesondere vor dem alten Arbeiterstadtteil Linden nicht halt. Der hannoversche Traditionsstadtteil gerät zunehmend in Bedrängnis. Alte Gebäude werden aufwendig saniert, um hinterher teuer verkauft oder vermietet zu werden. Geringverdiener und alte, lang im Stadtteil verwurzelte Menschen bleiben dabei auf der Strecke, da sie mit ihren kleinen Renten und Transferleistungen weder die dann nicht mehr bezahlbaren und hinterher erhöhten Mieten, noch die hohen Kaufpreise für Wohnungen in Linden aufbringen können. Insbesondere die Partei Die Linke im Bezirksrat Linden /Limmer setzt sich seit Jahren schwerpunktmässig für benachteiligte Bürger ein, die von der Wohnungsnot und Gentrifizierung im Stadtteil betroffen sind. „Der Wohnungsnot muss aktiv begegnet werden, die Menschen im Stadtteil dürfen mit den Folgen der Gentrifizierung in unserem Stadtteil nicht allein gelassen werden. Wir sehen uns als Anwalt der kleinen Leute!“, sagt David Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bezirksrat Linden Limmer.

Im Stadtteil Linden/Limmer sowie in der Lenaustrasse in der Calenberger Neustadt werden schon seit einiger Zeit immer mehr bedürftige und alte Menschen mit ungerechtfertigten Räumungsklagen überzogen, die sich als haltlos erwiesen haben oder noch in der juristischen Bearbeitung sind. Auch das jüngste Beispiel von 26 Mietern in der Kesselstrasse zeigt, dass es sich lohnt, sich auf Bezirksratsebene für die Mieterbelange einzusetzen. Die Firma Hegu Bau will dort die alten Gebäude abreissen und durch Neubauten ersetzen. Dem Bezirksrat war es anfangs nicht klar, dass auf der Gewerbefläche der alten Kesselfabrik in einem der ehemaligen Fabrikgebäude noch 26 Mieter wohnen. Daher hat Die Linke im Bezirksrat Linden/Limmer unter der damaligen Fraktionsvorsitzenden Inga Schmalz im November 2016 den Antrag auf Bebauung in die Fraktionen gezogen und erreicht, dass hinsichtlich des Schutzes dieser 26 Mieter erstmals Aufmerksamkeit und Handeln im Bezirksrat Linden/Limmer erreicht worden ist, beziehungsweise der Bezirksrat noch mal verstärkt auf die Existenz dieser Mieter aufmerksam geworden ist. „Gerade in diesen Zeiten wird es immer wichtiger, sich rechtzeitig für die Belange von Mietern und der Wahrung ihrer Rechte einzusetzen. Das erwarten die Menschen von uns als Partei mit einem ausgeprägten, sozialen Gewissen. Häuser werden im Stadtteil beispielsweise teuer saniert und anschließend als Eigentumswohnungen verkauft, wie das jüngst in der Elisenstrasse 30, in der Nieschlagstrasse 23 und in der Davenstedterstrasse 39 geschehen ist“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Der Linken im Bezirksrat Linden/Limmer.

Die sogenannte Mietpreisbremse verdient ihren Namen aufgrund der aktuellen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt leider nicht. Das Mietnovellierungsgesetz von 2015 sollte den Anstieg von Mieten stoppen und eindämmen, nicht nur dämpfen. Leider sieht die Realität auf dem Wohnungsmarkt anders aus. Trotz der Mietpreisbremse sind die Mieten in den letzten zwei Jahren um 5,6% gestiegen. Seit 2011 ist sogar ein Gesamtanstieg von 11,8% zu verbuchen. Für eine sozialverträgliche und energetische Gebäudesanierung, die sich nicht massiv auf die Höhe der Mieten niederschlägt, werden ausserdem mehr staatliche Fördergelder benötigt. Die in diesem Artikel beschriebenen Beispiele aus der Praxis des Stadtbezirkes Linden/Limmer sprechen eine eindeutige Sprache und zeigen die dringende Notwendigkeit auch für die Kommunalpolitik auf, sich weiterhin massiv für die Rechte von Mietern im Stadtteil einzusetzen. „Wir werden es nicht länger zulassen, dass unser Stadtteil und seine betroffenen Bürger immer mehr unter der Vertreibung durch weiter ansteigende Mieten hervorgerufen durch Gentrifizierung zu leiden haben, daher werden wir als Fraktion der Linken im Bezirksrat weiter dieser Entwicklung die Stirn bieten“ , meint der Fraktionsvorsitzende der Linken David Müller.

Die Linke
06.02.2017

 


Siehe auch >> Spezial: Gentrifizierung oder was?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.