6. Dezember 2018

Titelbild: Mitarbeiter von Edeka bereinigen die Front von Greenpeace-Tafeln.

Am heutigen Mittwoch (05.11.2018) wurde Edeka in der Limmerstrasse von Greenpeace mit dem Abdecken der ganzen Front angegriffen. Sie fordern u.a. eine Haltungskennzeichnung für Fleisch (Flyer siehe unten). Edeka hat inzwischen eine Erklärung dazu veröffentlicht, die im Folgenden gelesen werden kann.

Presseerklärung

EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG

Wir weisen die von Greenpeace erhobenen Vorwürfe entschieden zurück.

Anders als behauptet, strebt der EDEKA-Verbund ebenfalls eine branchenweit einheitliche Kennzeichnung der Haltungsformen an. Ziel sollte aber ein ganzheitlicher Lösungsansatz sein, der nicht nur in SB-Ware (wie sie vor allem Discounter anbieten) abdeckt, sondern auch die Ware in den Frischetheken der Supermärkte. Bei uns werden Fleisch und Wurst eben nicht nur in Plastik abgepackt, sondern in großer Vielfalt frisch und lose in den Theken angeboten – das macht eine Kennzeichnung deutlich komplexer. Ein weiterer Punkt: Wenn jedes Handelsunternehmen ein individuelles Label präsentiert (wie Greenpeace es offensichtlich fordert), würde dies bei vielen Verbrauchern eher zur Verwirrung führen. Daher arbeiten wir aktuell gemeinsam mit allen großen Lebensmittelhändlern Deutschlands intensiv an einem einheitlichen System der Kennzeichnung der Haltungsformen. Wir erwarten die öffentliche Vorstellung eines solchen gemeinsamen Labels bereits Anfang nächsten Jahres.

Bitte seien Sie versichert, dass die Verbesserung des Tierwohls für uns generell ein wichtiges Anliegen ist. Gerade der EDEKA-Verbund bietet eine große Vielfalt von Fleisch- und Wurstprodukten, die sich auch hinsichtlich des Tierwohls vom gesetzlichen Standard abheben. Wir nutzen dafür verschiedene Zertifizierungsstandards und arbeiten mit unabhängigen Partnern zusammen, um die Kontrolle der Haltungsbedingungen zu gewährleisten und für den Verbraucher transparent zu machen. Nachfolgend möchten wir Ihnen drei Beispiele für unser Engagement nennen:

–        Der EDEKA-Verbund ist Gründungsmitglied und größter Beitragszahler der Branchen-Initiative Tierwohl, die im Januar 2015 erfolgreich gestartet ist. Zielsetzung ist es, gemeinsam mehr Verantwortung zu übernehmen und das Tierwohl in der Nutztierhaltung von Schweinen und Geflügel aktiv, flächendeckend und Schritt für Schritt zu verbessern.

–        Wir haben auch unser Angebot an tierischen Produkten aus ökologischer Erzeugung in den vergangenen Jahren in erheblichen Umfang ausgebaut, sowohl im Eigenmarken- wie im Markenbereich. Neben dem EU-Bio-Standard führen wir auch Produkte verschiedener Bio-Anbauverbände wie Bioland, Biopark, Demeter oder Naturland.

–        Auf regionaler Ebene engagiert sich die EDEKA Minden-Hannover in vielfältiger Form ideell und finanziell für den Tierschutz, z. B. zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund beim Tierschutzlabel Premiumstufe, aber auch beim Niedersächsischen Tierschutzplan.

Durch zahlreiche weitere nationale und regionale Maßnahmen trägt der EDEKA-Verbund dazu bei, höhere Standards für Tierwohl und Tiergesundheit in der Prozesskette zu etablieren. Hierzu zählen, neben den genannten Zertifizierungen, beispielsweise auch die Markenfleischprogramme, die von den sieben regionalen EDEKA-Großhandlungen gesteuert werden – unter anderem „EDEKA Gutfleisch“ für Schwein und Rind, „Bauerngut“ für Rind-, Kalb-, und Schweinefleisch, „Fleischhof Rasting“ für Schwein und Kalb, „Südbayerische Fleischwaren“ für Schwein, Rind und Pute, „Hofglück“ für Schwein, „Schwarzwald Bio Weiderind“ für Rind, „Unsere Heimat“ für Milch, Molkereiprodukte, Wurst und Eier sowie weitere Programme. Desweiteren unterstützen wir eine Vielzahl von Pilotprogrammen und wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Verbesserung von Tierwohl und Tiergesundheit.

EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG
05.12.2018

 

Flyer, den Greenpeace vor Edeka verteilte:

2018.11.05_Edeka_Greenpeace_Begruendung_1_1

 

Siehe auch:
>> EDEKA Limmerstrasse: Angriff durch Greenpeace – Ladenfront vollständig beklebt

 

2018.12.05_PC052034
Greenpeace klebte Platten und Folien auf die ganze Front von Edeka

 

öl/05.12.2018

 

 

Kommentare

  1. Es gibt doch schon lange die Möglichkeit Bio-Fleisch, sogar von Demeter, zu kaufen.. Warum dieser Angriff von Greenpace jetzt. Geht es um Aufmerksamkeit für Spenden. Keine 100 Meter weiter ist doch Humus. Allerdings habe ich dort noch nie nach Fleisch geschaut… Bei dem großen Biowaren-Händler gegenüber von REWE schaue ich nie vorbei, auch nicht nach Fleisch… Also wenn man möchte.. DANN KANN MAN…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.