Kommentare

  1. Ausgerechnet das Eliseneck: Dort waren in den letzten Jahren vielleicht viermal im Jahr laute Partys mit Livemusik und ansonsten wurde sich dort sehr akkurat an die Nachtruhe gehalten. In der Aussengastro hieß es immer um kurz vor Zehn „Kommt dann bitte rein!“. Es musste auch niemand zum Rauchen vor die Tür – um dort nebenbei ne Menge Krach zu machen – , weil es eine Raucherkneipe ist.
    Da benehmen sich andere Läden im Stadtteil wesentlich rücksichtsloser gegenüber den Anwohnern.
    Ich tippe ja eher auf Profitgeilheit des Hauseigentümers als Ursache für die Schließung.

  2. Das Video habe ich mir wegen dem lahmen Internet noch nicht ansehen können.

    – Aber – oh Gott! – das Eliseneck war über Jahrzehnte mit die beste über Jahrzehnte alteingessene Anwohnerkneipe hier. Zuletzt wurde die Gebäudefassade renoviert (mit Ausfallzeiten für die Mieter), und wahrscheinlich hatte derweil der langjährige Betreiber gewechselt, zumal auch die Gardinen gewechselt wurden und einen neuen Stil bekamen. Die langjährige Wirtin davor war hundertprozentig in Ordnung. Viele von uns Stadtteilleuten hatten dort schon stinkende Zigarren geraucht beim Billiardspielen oder sogar schon deftige Deckel anwachsen lassen (ich selbst nie).

    Heutzutage muss man sich aus Geldmangel ja schon draußen treffen. Am Tresen zu hocken, kann ich mir leider nicht mehr leisten, obwohl ich es allzugern täte.

    Meine bisherigen Eindrücke der Kneipe Eliseneck sind von Sympathie und Respekt begleitet. Und ich bedanke mich für die Aufenthalte dort und auch für den lokalen Rückhalt und die Gemeinschaft. Ich wünschte, die kleinen, gutbürgerlichen Eckkneipen könnten sich halten. Amen.

    1. – „mit die beste über Jahrzehnte alteingessene Anwohnerkneipe hier“

      Sozusagen eine Koryphäe. Über Jahrzehnte, und von großem Wert.

      Und dann wird die Immobilie, auch der gesellschaftliche Wert, verkauft und gerät an eine Heuschrecke oder einen Newcomer, der daraus eine Party Location machen will ohne lokalen Rückhalt und ohne Parkplätze, und das funktioniert nicht. Die alteingesessene Wirtin, die sich im Stadtteil auch verdient gemacht hat, wird vielleicht einfach in den Ruhestand gegangen sein. Aber sicher ist, dass sie es gut gemeint hat mit ihrem Standort und der Kneipe, und dass sie keinen nachhaltigen Nachfolger gefunden hat. – Vielleicht sollte man nicht so viel darüber nachdenken und sich einfach damit abfinden, dass es jetzt kein Eliseneck mehr gibt. Selbst der Zusammenhalt unter den Einwohnern schwindet.

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