9. Oktober 2018

Das Fahrradfahren ist eine schöne Erfindung. Tägliche Besorgungen, Wanderfahrten und mit Kindern einfach nur so durch die Gegend fahren – wer macht das nicht gerne?

Doch bedeutet Fahrradfahren auch Risiko. Es ist oft nicht nur das von vielen geschmähte Auto, was das Fahrradfahren zu einem manchmal lebensgefährlichen Risiko machen kann. Es ist auch das Verhalten von Fahrradfahrern und Fußgängern selbst, das Tote und Verletzte erzeugt. Fahrradfahren birgt so manchen sozialen Konfliktstoff in sich – besonders in der Fußgängerzone Limmerstrasse.

Im Folgenden Fälle aus jüngerer Vergangenheit ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Tote

2016, Kötnerholzweg: >> Fußgänger stirbt nach Faustschlag von Radfahrer

2018, gegenüber Ihme-Zentrum: >> Radfahrer verstirbt nach Zusammenstoß mit Hunden

2018, Deisterkreisel: >> Radfahrer stirbt nach Unfall am Deisterkreisel bei Rot:tot

2018, Deisterkreisel: >> Fahrradfahrer fährt bei Rot: tot + >> alternative Sichtweise

2018, Limmerstrasse: >> Radfahrer schlägt Fussgänger brutal zusammen -> verstorben

Schwer- und Schwerstverletzte

2015, Linden-Nord: >> Fahrradzusammenstoß >> Bezirksbürgermeister Grube länger krank

2017, Limmerstrasse: Radfahrerin stößt mit Fußgänger zusammen

2017, Limmerstrasse: >> 46-Jährige vom Fahrrad gestoßen und verletzt

2018, Limmerstrasse: >> Fahrradfahrerin gegen Ampelmast

 

Siehe auch:
>> Gedankenexperiment: Fahrradboom auf Limmerstraße – Stress, Kollisionen, …

 

Titelfoto: Grün dekoriertes Fahrrad auf der Limmerstrasse

öl/09.10.2018/10.10.2018/11.10.2018/16.10.2018; 14:04

 

 

Kommentare

  1. Die Limmerstrasse ist eine (sehr merkwürdige)
    Fußgängerzone!
    ……….. aber offenbar nur auf dem Papier ………….
    Darum haben Fußgänger hier theoretisch nach dem Gesetz (ha ha!) IMMER Vorrang,
    auch vor nüchternen
    oder besoffenen Radlerinnen,
    agressiven Kampfsportlern,
    rasenden PKWs,
    Bussen
    Bahnen,
    was auch immer.

    gesetzl. vorgeschriebenes Tempo:
    Schrittgeschwindigkeit! (Max. 10 kmh)
    Was ich dort sehe, wenn ich dort rumlaufe, spricht aber eine andere Sprache:
    alles ist erlaubt!
    Alles wird toleriert!
    Kontrollen und Sanktionen durch Behörden (Zivilstreife) sind offenbar die absolut seltene Ausnahme.

    Wer war denn übrigens der Täter der tödlichen Radler-Schlägerei?
    Nur so..
    ok: natürlich männlich,
    aber sonst keine Meldung?
    merkwürdig..

  2. Was hat das mit dem Totschlag auf der Limmer zu tun?
    Meine 3 Rad-Unfälle mit Personenschaden und sicherlich noch massig andere sind allerdings nicht statistisch, polizeilich und journalistisch erfasst, ganz im Gegensatz zu jedem noch so kleinen popeligen Autoblechschädelein!
    1x Strabagleisrutscher mit Vorderrad bei Nässe (Limmer): platsch: Schulterprellung rechts !
    1x 90° mit Laub bedeckten Seitenstreifen befahren bei Radweg (Eilenriede)
    1x Vorderrad auf losem Schotter weggerutscht: peng! Schulterprellung links

  3. Leider bleiben mir als Radfahrerin die unangenehmen Fast-Unfälle im Gedächtnis, als positives rücksichtsvolles Verhalten. Ich muss mich als Radfahrerin umsichtiger verhalten, da ich leichter zu schaden kommen kann..

  4. Wir sollten alle mindestens S-Klasse fahren, dann wird niemand mehr bei Stürzen verletzt.
    Kolaterallschäden: Täglich stundenlanges Staustehen für alle und noch gründlicheres Verpassen der Pariser Klimaziele als eh schon.
    Ach so, und wenn dann die ganzen großen Autos das schöne Öl noch schneller weggesoffen haben als im Moment prognostiziert, fahren ALLE Fahrrad und werden dann aus eigener Betroffenheit schön aufpassen, dass sie keine Unfälle bauen.

  5. – „2016, Kötnerholzweg: >> Fußgänger stirbt nach Faustschlag von Radfahrer“

    Der radfahrende Täter war „ein Mann mit deutschem Pass“, wird irgendweshalb extra erwähnt.

    – „2018, gegenüber Ihme-Zentrum: >> Radfahrer verstirbt nach Zusammenstoß mit Hunden“

    Hunde ohne verkehrsverträgliche Erziehung bitte anleinen. Meine Lieblingshunde kennen überhaupt keine Leine und wissen trotzdem, was sie tun.

    – „2015, Linden-Nord: >> Fahrradzusammenstoß >> Bezirksbürgermeister Grube länger krank“

    Nach einer Weihnachtsfeier mit opulentem Mahl nimmt man doch lieber ein Taxi.

    – „2017, Limmerstrasse: Radfahrerin stößt mit Fußgänger zusammen“

    Fahrlässige Radfahrerin. Selbst schuld, und gut, dass durch die Fremdgefährdung kein Unschuldiger verletzt wurde.

    – „2017, Limmerstrasse: >> 46-Jährige vom Fahrrad gestoßen und verletzt“

    Der offenbar geistesgestörte, migrantische Täter hat jetzt nichts mit irgendwelchen Fahrradfragen zu tun.

    – „2018, Limmerstrasse: >> Fahrradfahrerin gegen Ampelmast“

    Die war betrunken. Mit einem Auto oder beim Skifahren wäre es womöglich noch schlimmer ausgegangen.

    –––

    Ich verstehe jetzt aber auch die Zusammenstellung der Einzelmeldungen nicht. Für einen Überblick nimmt man doch lieber die aktuelle Verkehrsunfallstatistik. Die ist vor ein paar Tagen neu herausgekommen und zeigt eine Erhöhung der Fahrradunfallzahlen, was der Neuen Presse nach mit dem freundlichen Wetter dieses Jahr zusammengebracht wurde. – Ich selbst lese die Verkehrsunfallstatistiken ebenso wie die Kriminalstatistiken manchmal jedes Erscheinungsjahr, aber muss es halt auch nicht unbedingt jedes Jahr tun, um den Überblick zu behalten.

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