10. Dezember 2018

Titelbild: Artikel in der Zeit v. 08.11.2018

 

In Linden-Süd gibt es an der Göttinger Str. eine von vielen Messstationen in Städten. Auf Straßen gelten für Stickstoffdioxide (NO2) Grenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Wegen Überschreitungen herrscht seit vielen Monaten deutschlandweit große Unruhe. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) versucht auch bei kleinen Überschreitungen Fahrverbote durchzusetzen. Gerichte geben ihnen häufig recht.

Die Schäden für Besitzer von Dieselautos und die Autofirmen sind riesengroß. Doch nun erscheinen alle Sorgen, Ängste und Panik wegen der Überschreitung von Grenzwerten umsonst gewesen zu sein. Die überall gemessenen Werte für Stickstoffdioxide sind ungefährlich. Verschiedene Zeitungen berichteten in den letzten Wochen darüber.

Die Grenzwertblase ist geplatzt!

Jetzt auch im Spiegel*:
Falsch aufgestellte Messgeräte, frei erfundene Grenzwerte: Je mehr man über den Kampf gegen Dieselabgase liest, desto verrückter wird es.“

Was war geschehen?
In der Zeit* und anderen Zeitungen beschrieb Mikrobiologe Alexander S. Kekulé* in einem Artikel wie der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft entstanden ist.

Und das liest sich seltsam: In den USA wurde berechnet, das die durchschnittliche Belastung in Haushalten mit Gasherden 40 Mikrogramm pro Kubikmeter beträgt.
Und dieser Wert wurde dann einfach als Grenzwert auf europäischen Straßen übernommen!

Mikrobiologe Kekulé: „Bis heute gibt es keinen Beleg dafür, dass die Zahl irgendetwas mit den gesundheitlichen Auswirkungen von NO2 zu tun hätte. …
Die US-Umweltbehörde hat im April 2018 ihre Auffassung bestätigt, dass unter einem Jahresmittelwert von 100 Mikrogramm NO2 keine Hinweise auf gesundheitliche Schäden existieren. Die Expertengruppe des britischen Gesundheitsministeriums konnte sich für ihren im August veröffentlichten Bericht nicht einmal einigen, ob NO2 eine Auswirkung auf die Sterblichkeit hat.

… Bei Asthmatikern lassen sich mit modernen Messgeräten ab etwa 180 Mikrogramm pro Kubikmeter biochemische Effekte auf der Schleimhaut und eine leichte Anspannung der Bronchialmuskulatur nachweisen; gesunde Menschen reagieren erst auf sechsmal höhere Konzentrationen. Diese Abwehrreaktionen, die auch durch Kälte und andere natürliche Reize provoziert werden, sind nur vorübergehend und hinterlassen keinen bleibenden Schaden.“

Wir hatten hier bereits mehrfach über die Aussagen vom Lungenspezialisten Prof. Köhler berichtet, der ebenfalls das Überschreiten der geltenden Grenzwerte für unschädlich hält. Nun hat er öffentlich Unterstützung von Mikrobiologe Kekulé bekommen.

Das wirft Fragen auf
Gibt es Gegenreden, bspw. von anderen Wissenschaftlern?
Der Artikel in der Zeit ist inzwischen über einen Monat alt. Prof. Köhler tritt seit vielen Monaten in den Medien auf. Wir berichteten mehrfach darüber.
Gegenreden konnten bisher nicht gefunden werden.

Wie merkwürdig ist das denn?
Sollte man nicht erwarten können, dass jetzt öffentlich eine Diskussion in Gang kommt?
Sollte man nicht sofort alle Maßnahmen gegen Dieselautos erst einmal aussetzen?
Geht es noch um Gesundheit oder nur noch um Hysterie?

Was meinen die Leser?

Andere Sichtweisen sind willkommen

Siehe auch weitere frühere Artikel >> Dieselgate

Quellen:
* Zeit v. 07.11.2017: >> Stickstoffdioxid: Hysterie ums Falsche (für Abonnenten)

*  Spiegel, Jan Fleischhauer, v. 06.10.2018: >> Die wahre Diesel-Lüge

* Alexander S. Kekulé ist Mikrobiologe und Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle.

 

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Linden-Süd: Messstation in der Göttinger Str.

 

Klaus Öllerer
10.12.2018

 

 

Kommentare

  1. Wer U-Bahn fährt, den interessiert kein Feinstaub in der Straße.
    Aber – UPS – Linden hat ja keine Tunnel. Na ja, bedankt Euch bei den Grünen für Eure Straßenbahn. :-))))

  2. Und heute auch noch die Meldung in der HAZ, bei VW würden im kommenden Jahr in Hannover und Emden ca. siebentausend (7.000) Stellen abgebaut… Es gibt ja viele Neuanmeldungen für Autos, jedes Jahr… Bei diesem Jobabbau wird sich dann ein Dieselverbot/-gebot wohl dann erübrigen…

  3. In dem oben genannten ZEIT-Artikel heißt es: “ Wenn die Regeln zur Luftqualität in Europa zur Disposition stehen, werden weniger disziplinierte Mitgliedsstaaten Erleichterungen bei anderen Umweltauflagen fordern. Das würde die Politik der EU um Jahrzehnte zurückwerfen. Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge dürfte Ultrafeinstaub weit gefährlicher sein als No₂. Und der wird, genauso wie der Klimakiller Co₂, selbst in den neuesten Abgasnormen nicht rücksichtigt.“ Der Autor des Zeit-Artikels, Alexander S. Kekulé, fordert deshalb, „Die EU soll ihre Abgasvorschriften weiter verschärfen und dafür sorgen, dass sie von den Autoherstellern auch eingehalten werden.“ Hat Herr Öllerer den Zeit-Artikel tatsächlich bis zum Ende gelesen? Und wie steht er zu der Forderung des Herrn Kekulé? Sowohl bei der hier geartete Berichterstattung von Hallo Linden als auch bei Leuten, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nicht verbieten wollen, weil angeblich Batterien noch schlimmere Umweltschäden verursachen, habe ich den Eindruck, es geht nicht darum Verbesserungen für eine gesündere Umwelt zu erreichen, sondern es geht ihnen vor allem darum, den Menschen einzureden, es könne immer so weiter gehen, dass jedes Jahr größere, schwere und mit noch mehr PS ausgestatte Autos an immer mehr Menschen verkauft werden könnten, ohne dass das irgendwelche nennenswerten negativen Auswirkungen hat.

  4. Herr Laschek aus NRW hat es neulich so auf den Punkt gebracht:
    „Die deutsche Umwelthilfe ist ein typische Abmahnverein, der wenige Mitglieder, aber über hundert Angestellte hat, und der u.a. von einem ausländischen Konzern finanziert wird, welcher ein Interesse daran hat, dass der Diesel verschwindet.“
    Wieso aber lassen sich Regierungen und Andere von so einer Bude derart beeinflussen und vor sich her treiben?!

  5. Der Spiegel-Artikel ist doch auch aber wieder Fake-News. Dort wird durchgehend und ausführlich zum Klimawandel argumentiert, dabei ist das Ziel der entsprechenden EU-Richtlinie ausschließlich Gesundheitsschutz. Klimaschutz wird in der Richtlinie als Ziel noch nicht mal erwähnt:

    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32008L0050

    Von hinten und vorne wird man mit falschen Informationen vollgestopft. Der Spiegel recherchiert noch nicht mal mehr, sondern bringt die Story, ohne auf die Wahrheitsfindung besonderen Wert zu legen. Und das ist in diesem Fall schon die „aufklärerische“, „investigative“ Seite unserer Medien- und Politiklandschaft. In Wissenschaft und Finanzen das selbe. Die machen das einfach.

    Da haben wir als Gesellschaft echt eine Bürde der Unwahrhaftigkeit. Wie hatten wir es so weit kommen lassen? Die wahnsinnigen Absahner (medial hilft gerade auch der Spiegel) wollen uns ja sogar noch verklickern, ein Krieg mit „Putin“ sei gut und bald vielleicht nötig.

    Solche Desinformation grenzt ja schon an Satanismus und psychopathische Zerstörung. Die fackeln da gerade die Welt ab mit ihren Unwahrheiten und der nicht faktenbasierten Meinungsmache. Unverantwortlich!

    In Beachtung des geschätzten Zeitalters der Aufklärung, wo man der Wahrheit auf den Grund gehen wollte, sind wir längst wieder im Mittelalter. Durch die Bildungsmisere und das damit verbundene mangelnde Medienverständnis verschlechtert sich die Situation, und noch extremer vereinfacht verläuft die Wahrheitsfindung oft bei jungen männlichen Einwanderern, die als Erstes „du – isch“ kennen und niemals einen höheren Schulabschluss hinkriegen würden, geschweige denn Medienkompetenz an den Tag legen. Gestern hatte ich einen Tunesier, der so einfach gestrickt war. Und diese Verblödung wird uns als Multikulti verkauft.

    Die Gesellschaft ist im Abgang. Was sie aufrechterhält, sind einzig nur noch Lügen.

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