8. Oktober 2018

Titelfoto: Luftmessstation Göttinger Straße in Linden-Süd
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Von zukünftigen Fahrverboten könnte auch Linden betroffen sein. Die Messstation in der Göttinger Str. liefert dafür entscheidende Messwerte.
Dabei geht es um Stickstoffdioxide, die aus den Dieselautos stammen. Zahlreiche Tote sollen die Folge sein. So wird es allgemein erzählt. Es gibt Zweifel – starke Zweifel.

In den großen Medien werden diese Zweifel kaum erwähnt. Lungenspezialist Prof. Köhler hält die Forschungsergebnisse von vielen Toten durch Stickstoffdioxide und auch durch Feinstaub für – vereinfacht ausgedrückt – „erfunden“. Bisher hat ihm niemand widersprochen (!).

Interview im Cicero

In einem aktuellen Interview erklärt Prof. Köhler seine Schlussfolgerungen. Zum Zustand der Wissenschaftler auf diesem Gebiet liefert er brisante Erklärungen: Ideologisierung, materielle Interessen und Verhalten wie eine Sekte. Im Folgenden ein Auszug aus dem Interview.

Zitat:
Warum tun unabhängige Wissenschaftler das? Welches Interesse haben sie daran, dass Fahrverbote in Städten erlassen werden?
Prof. Köhler: Es passiert das, was ich eine Ideologisierung der Wissenschaft nenne. Beim Feinstaub fing das an mit der berühmten „Six Cities Study“ aus den USA, die 1993 veröffentlicht wurde. … Ich selbst war damals auch überzeugt. Aber dann passiert es in einer Gruppe ganz schnell, dass man in diesem Denken gefangen bleibt. Das ist dann wie in einer Sekte, Widerspruch kommt nicht vor. Keiner stellt dann mehr die Frage: Gehen wir eigentlich immer noch von den richtigen Voraussetzungen aus? Dazu kommt, dass die jüngeren Wissenschaftler schon mit dem Grundgedanken in die Forschung gehen, dass die Mengen von Feinstaub lebensgefährlich sind. Das hinterfragen die gar nicht mehr. Und bei den älteren gibt es noch einen anderen wichtigen Grund.
Der wäre?
Prof. Köhler: Da geht es um die Vergabe von Forschungsmitteln.“ …

Mehr Überraschendes gibt es im >> Cicero

Dieter Köhler war fünf Jahre lang, von 2002 bis 2007, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, er lehrte an den Universitäten Marburg und Freiburg und war fast 28 Jahre lang Direktor einer Fachklinik für Lungenerkrankungen.

 

Interview: Diesel & die Feinstaubpanik Prof. Dr. Dieter Köhler – die andere Wahrheit

 

 

Persönliche Anmerkungen zu Fehlentwicklungen in Teilen der Wissenschaft

Von Klaus Öllerer
Früher, 2005, ging ich der Frage nach wie gefährlich Feinstaub sei. Es wurde öffentlich ein starker Zusammenhang hergestellt zwischen dem Feinstaub des Straßenverkehrs und Herzinfarkten. Durch einen Artikel in der Zeit war ich auf eine Studie aufmerksam geworden, der ich dann nachging. Die Studie besorgte ich mir und nahm Kontakt mit der Autorin auf. Danach war ich über die Schlussfolgerungen völlig entsetzt. Die Aussage, dass Feinstaub des Straßenverkehrs Herzinfarkte auslöst ging aus der Studie überhaupt nicht hervor – wurde aber so öffentlich laut propagiert. So funktioniert Umwelt-Hysterie dachte ich damals. Mehr Infos per E-Mail auf >> Anfrage.

Inzwischen bin ich zu der Meinung gekommen, dass weite Teile der mit Umweltthemen befassten Forschung sektenähnliche Züge aufweisen. Das war schon damals beim sogenannten Waldsterben so, dass es in Wirklichkeit nie gab. Die Theorie dazu war falsch und wurde 1995 offiziell zurückgenommen.
Am unglaublichsten verhält sich heute die (offizielle) Klimaforschung, die wie eine Sekte agiert. Öffentliche Diskussionen mit Kritikern werden ausdrücklich abgelehnt – weil man die verlieren würde!
Eine solche Diskusssionsfeindlichkeit hat nichts mit Wissenschaft zu tun, dafür um so mehr mit sektenähnlichem Glauben.
Mehr Infos per E-Mail auf >> Anfrage.

Siehe auch:
>> Spezial: Autos – Freund, Feind oder was? – in Linden-Limmer und anderswo

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
Dipl.-Ing.
12.10.2018/13.10.2018; 20:38
Hinweis: Eine „Weltkarte der Dieselfahrverbote“ wurde wegen Unrichtigkeit entfernt.

 

 

 

Kommentare

  1. Lungenfachmann Prof. Köhler wird nach Stickoxiden gefragt und antwortet mit Feinstaub. Methodisch werden Gesundheits-, Umwelt- und Klimaziele unabgegrenzt durcheinandergeworfen.

    In allen Kernaussagen gebe ich Köhler dennoch recht, aus seinem medizinischen, wissenschaftlichen Standpunkt heraus. Zu den möglichen Klimafolgen, um die es bei der Stickoxidreduzierung (und den Fahrverboten) hauptsächlich geht, macht er allerdings überhaupt keine Aussagen.

    Richtig ist auch: Der Wissenschaftsbetrieb ist weitgehend korrumpiert. Nicht nur die Umweltforschung natürlich, sondern als gutes Beispiel Beispiel auch die medizinische Forschung, weil da Interessengruppen dranhängen. Bei allen Studien (und sich daraus ergebenden Medienberichten natürlich auch) muss man den „bias“ beachten, also das prävalente Narrativ, das manchmal durch Wirtschaftsinteressen bestimmt wird, direkt oder indirekt, meistens aber durch einfache Bequemlichkeit der Wissenschaftler, einfach der herrschenden Meinung zu folgen. So kommt man auch karrieremäßig leichter voran.

    Das ist ungefähr so, als wenn ein Herr Öllerer das Narrativ übernimmt, die USA hätten Irak überfallen, um den dankbaren Menschen dort Demokratie und Frieden zu schenken. So, wie es fast überall berichtet wird. Oder dass der Kapitalismus eine feine Sache ist (die systemisch zunehmende Arm-Reich-Schere hatte schon Marx erkannt). Auch das ist falsch, aber eine gängige Meinung. Der Kapitalismus, inzwischen zum Neoliberalismus ausgeartet, wird uns in Kürze Finanzcrash und Deutschland im Kriegseinsatz bringen. Er ist auch für die Kriege in Nahost verantwortlich und für die ganzen Flüchtlinge ohne Zukunft in Deutschland. Wie die Lemminge vor der Klippe glauben wir trotzdem daran, und noch angesichts der drohenden Katastrophe propagieren alle Medien „Deupfland geht ef gut!“ …

    Das, was uns als Politik verkauft wird, ist ein selbstzerstörerischer Hohn. Die Narrative, die Muster, mit denen wir uns die Welt erklären, sind inzwischen großteils Dotcom-mäßige Blasen – Politik, Werbung, Medien, Wirtschaft, Finanzen, Wohnungsbau, Wissenschaft – alles. Das ist alles nicht mehr auf Wahrhaftigkeit und Nachhaltigkeit gestrickt, sondern großteils auf kurzfristige Finanzinteressen sehr Weniger.

    Der Wissenschaftsbetrieb in der Umweltforschung ist da ein Ausläufer. „Mehr Schein als Sein“, fällt mir dazu ein: Die Gesellschaft sucht nicht mehr Erkenntnis, sondern begnügt sich Fast-Food-artig mit vorgefertigten Narrativen. Da hatte die europäische Menschheit im Zeitalter der Aufklärung noch höhere Ansprüche.

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