8. Februar 2018

Vorbemerkung
Die eingeschlagenen Fensterscheiben bei REWE wurden – so wurde in einigen Pressemeldungen spekuliert – aus dem linksextremen Milieu heraus begangen. Sicher ist das nicht, denn Beweise oder Bekenntnisse dazu gibt es derzeit noch nicht. Auffällig ist aber, dass diese Straftat einem Muster entspricht, welches seit etlichen Jahren in und um Linden-Nord beinahe „normal“ geworden ist. Ein mögliches Motiv ist auf einem in Linden-Nord verteilten Plakat zu erkennen (siehe weiter unten: „Danke, endlich Friedhofsruhe“). In mehreren ähnlich gelagerten Fällen ( >> denn’s) in der Vergangenheit haben sich Gruppierungen aus der linksautonome Szene bekannt.

Es stellt sich die Frage:
Wer bewirkt eigentlich mehr für oder gegen Linden: REWE oder Linksautonome?

In den folgenden Stichpunkten sollen der jeweilige Beitrag zum Zusammenleben in Linden kurz umrissen werden. Im Kommentarbereich können sich Leser gerne dazu äußern.

Was leistet REWE für Linden?

* REWE versorgt die Anwohner mit Lebensmitteln und mehr in überwiegend als angenehm empfundenen neuen Räumlichkeiten. Die bediente Nachfrage ist groß, wie sich an der hohen Kundenfrequenz beobachten lässt.

* Durch die  langen Öffnungszeiten und die günstige Lage an der Haltestelle ist REWE für viele Partygäste der erste Anlaufpunkt, nicht zuletzt da hier alkoholische Getränke billiger sind als an den Kiosken.

* REWE ist Mitglied im örtlichen Gewerbeverein Aktion Limmerstraße e.V. und beteiligt sich u.a. finanziell an öffentlichen Veranstaltungen wie dem Limmerstraßenfest.

* REWE spendet auch an Lindener Vereine und Initiativen.

* Die eigene Verbundenheit mit Linden zeigt REWE durch mehrere große Bilder im Ladenbereich.

* Das Personal ist erfahrungsgemäß freundlich, kollegial bis nachbarschaftlich hilfsbereit

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REWE: Großbild im Kassenbereich

 

Was leisten Linksautonome für Linden?

* Dem Lindener Heimatgefühl erteilen sie ein klare Absage: „Still not Loving Linden!“. Dazu bekennt sich die Kampagne Ahoi im Wohnprojekt Fröbelstraße. Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es >> hier

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Gesehen an mehreren Hausfassaden in Linden

 

* Eine ganz eigene Einstellung zum Eigentum anderer: „Wir nehmen uns, was uns sowieso gehört“

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Transparent der Kampagne Ahoi in der Fröbelstr. 5

 

* Sachbeschädigung wird als politische Meinungsäußerung verwendet, z.B. Scheibeneinwurf bei einem lokalem Eisgeschäft

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Die Scheiben des Eiscafés frioli – eine Existenzgründung – wurden eingeworfen. Auf einer Demonstration der Kampagne Ahoi wurde beim Vorbeimarschieren die Aktion über Lautsprecher verteidigt. Siehe >> Freiraumdemo eskaliert

 

* Scheiben einwerfen bei denn’s

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Marsch von 20-30 Vermummten zu einem Blitzanschlag auf denn’s Biomarkt in der Limmerstraße. Scheiben wurden mit Pflastersteinen eingeworfen. >> mehr

 

* Ein mögliches Motiv für die Scheibeneinwürfe bei REWE ist auf folgendem Plakat zu lesen.

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Motiv für Scheibeneinwürfe bei REWE? Wie bei Linksautonomen üblich ist auch hier kein presserechtlich Verantwortlicher angegeben. Auch eine Kontaktmöglichkeit fehlt.

 

* Das „Personal“ ist gegenüber Außenstehenden erfahrungsgemäß eher zurückhaltend bis freundlich oder aggressiv ablehnend. Andersdenkende und Kritiker müssen beim Wohnprojekt Fröbelstr. (Kampagne Ahoi) mit Hausverbot rechnen.

Mehr zur >> Kampagne Ahoi

 

Über weitere Informationen unserer Leser zum Thema und Diskussion freuen wir uns. Andere Sichtweisen sind willkommen und können bei Interesse gerne auch als eigene Artikel (Gastbeiträge) zum Thema veröffentlicht werden.

Klaus Öllerer
08.02.2018/09.02.2018/10.02.2018

 

 

Kommentare

  1. Fensterscheiben von Geschäften einwerfen – kommt einem ja irgendwie bekannt vor. Früher waren es die SA und der antisemitische Mob. Mit menschenverachtender roher Gewalt seine Ziele verfolgen – das haben Faschisten und sog. „Linksautonome“ auf jeden Fall gemein. Ich kann da keinen Unterschied erkennen. Wehret den Anfängen, sonst wiederholt sich die Geschichte. Diesem destruktiven Terror muss entschieden entgegengetreten werden. Weiter so, Herr Öllerer!

  2. – „Die eigene Verbundenheit mit Linden zeigt REWE durch mehrere große Bilder im Ladenbereich.“

    Das machen die auch in den anderen renovierten Filialen so. Da dürfte es sich um konzernweite Leitlinien „von oben“ handeln. Corporate Identity. Um das für „bürgernah“ zu halten, muss man meiner Meinung nach schon ziemlich einfach gestrickt sein. Ich bitte um Entgegnung.

    1. Das ist genau der Unterschied, wie ich ihn sehe, Anwohner.

      REWE ist marktwirschaftlich orientiert und richtet sich in ihren Angeboten an ihre Kunden im Sinne von geben und nehmen, inkl. deren Gefühlswelt u.a. durch Bilder und Spenden.
      Kleines und selbst erlebtes Beispiel: Einmal regte ich an bei REWE anderes Studentenfutter anzubieten, weil das vorhandene Angebot viel zu teuer war. Nach ein bis zwei Wochen war mein Wunsch erfüllt.

      Bei den Linksautonomen ist das nach bisheriger Erfahrung ganz anders. Diese scheinen nach Theorie und Praxis Glaubenskrieger zu sein, die nur ganz egoistisch ihre Ziele verfolgen. Denen sind die anderen ziemlich egal. Die nehmen sich, was ihnen sowieso gehört – im ganz tatsächlichen Sinn. Ob das strafbar ist, scheint ihnen auch ziemlich egal zu sein. Sie verstoßen gegen Gesetz und Recht auf vielerlei Art und Weise. Den Rechtsstaat lehnen sie ab und auch die Demokratie. Sie fordern per Transparent auf nicht an Wahlen teilzunehmen.
      In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sind sie unbeliebt. Das Haus macht einen schlechten Eindruck. Menschenverachtende und gewaltverherrlichende Plakate kann man an den Wänden dort finden. Die Polizei wird mittels Blockaden ausgesperrt wie einmal erfolgreich geschehen, Andersdenkende sowieso. Undsoweiterundsofort.
      Über ganz viel dazu wurde bisher berichtet:
      http://hallolindenlimmer.de/?s=ahoi

      1. es ging jetzt nur um die Stelle mit der Liebe zu Linden ausgedruckt durch Bilder( keine Kritik an der Essenz des artikels) , Klaus du bist übers Ziel hinaus .

    2. Anwohner schrieb:
      „Das machen die auch in den anderen renovierten Filialen so. Da dürfte es sich um konzernweite Leitlinien „von oben“ handeln. Corporate Identity. “

      Sehe ich auch so. Jedoch die Leitlinie der als Revoluzzer verkleideten Wohlstandskinder, die in sinnlosen ‚Aktionen‘ Sachen kaputt machen, dürfte jedoch eher Reichskristallnacht sein.

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