19. November 2017

Es gibt immer mehr Fahrräder. Die meiste Zeit werden diese nicht benutzt und müssen irgendwo abgestellt werden. Doch wohin damit?
Wer unterwegs ist, der tut sich manchmal schwer einen geeigneten Platz zu finden. Denn das Fahrradschloss sollte auch gegen Diebstahl durch Abtransport sichern. Dazu sind stabile Fahrradbügel, Verkehrsschilder oder ähnliches notwendig.
Am Hauptbahnhof ist das Fahrradparken längst zu einem chaotischen Vorgang geworden, wie folgende Bilder zeigen.

 

2017.11.18_WP_20171118_002
Hauptbahnhof am hinteren Ausgang

 

2017.11.18_WP_20171118_004
Hauptbahnhof am hinteren Ausgang, Linie 10 im Hintergrund aus Linden kommend

 

2017.11.09_WP_20171109_003
Fahrradchaos in der Königswortherstraße mit Blick auf die Spinnereibrücke und dem Ihme-Zentrum

 

2017.11.18_PB180002_1
Linden-Nord: Fahrräder noch ordentlich geparkt

 

2017.11.18_PB180022_1
Fahrradvandalismus im Kötnerholzweg

 

Siehe auch >> Spezial: Autos – Freund, Feind oder was? – in Linden-Limmer und anderswo

 

Klaus Öllerer
19.11.2017

 

 

Kommentare

  1. Wenn es zu wenige Fahrradstellplätze gibt, dann sollten unbedingt Autoparkplätze zu Fahrrad-Parkplätzen umgebaut werden. Vermutlich könnte man es so schaffen, dass für jeden Bewohner eines Stadtteils mindestens ein Platz an einem Fahrradbügel zur Verfügung steht (Pro zwei Bewohner ein Fahrradbügel+x*Reserve insbesondere in der Nähe von Veranstaltungsorten). Es ist jedenfalls realistischer, das hinzukriegen, als für jeden Bewohner einen Autostellplatz schaffen zu wollen.
    Alle Fahrräder, die nicht an einem Fahrradbügel stehen, werden dann halt entfernt, bzw. gebührenpflichtig umgeparkt. So macht man es doch auch mit Autos, die zum Beispiel eine Feuerwehrzufahrt versperren.
    Autos , die nicht an den dafür vorgesehenen Stellplätzen abgestellt sind, die sollte man übrigens auch entfernen! Leider geschieht das derzeit nicht im notwendigen Umfang bzw. nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, z. B. beim Zuparken einer Feuerwehrzufahrt.
    Und Fahrräder, die über längere Zeit nicht bewegt wurden, erkannt man recht zuverlässig am nachlassenden Luftdruck, festgerosteten Bremsen, von Tauben zugeschissenen Sattel etc. erhalten ein Ticket, dass sie entfernt werden. Und die werden dann fristgemäß entfernt. Das weiter oben beschriebene Fahrrad-Parkverfahren sorgt schließlich an anderer Stelle für Einnahmen.

  2. Gut, dann nehmen wir mal dieses frisch veröffentlichte Foto, welches mir über Geheimquellen zugegangen ist *harhar* (nee, nee, das kam im Newsfeed):

    http://hallolindenlimmer.de/wp-content/uploads/2017/11/2017.11.18_PB180018-560×416.jpg

    Die dort ersichtliche Situation, die sich als Fehlplanung herausstellt, hängt ja wohl mit dem oben schon erwähnten Antrag der Bezirks-Linken zusammen:
    https://www.linksfraktion-hannover.de/nc/bezirksraete/10-linden-limmer/detail/news/antrag-installation-zusaetzlicher-fahrradbuegel-im-bereich-bethlehemplatz-wecken-und-comeniusstrasse/

    Für mich wäre da die beste Lösung, am Bethlehemplatz queres Kfz-Parken einzurichten (das bringt locker 60% mehr Parkplätze an dieser Straßenseite), dafür aber einige Autoparkplätze in der Wecken- und Noltestraße zu Fahrradparkplätzen umzuwandeln. Dann haben zwar wenige Autofahrer weitere Fußwege zur Wohnungstür, aber es gibt mehr Autoparkplätze, und die Fahrradparkplätze sind komfortabel und sicher.

    Stattdessen diese ideologisch-platzergreifende Ignoranzlösung.

    Die Bügel werden ja auch noch nicht mal benutzt, versperren aber selbst Fußgängern den Weg. Direkt daneben sind die Räder an den Laternen angeschlossen (warum auch immer). – Na, wenn das mal kein Lehrstück ist …

  3. Die meisten Fahrräder auf den Fotos scheinen mir gebrauchstauglich oder gar hochwertig zu sein, also eher keine aufgegebenen Schrotträder. Die überfüllten Fahrradparkplätze und die damit verbundene Beschädigungsgefahr sind eine Schande für die Stadtverwaltung.

    – Die eine der zwei Radstationen am Hbf bietet ein kostenpflichtiges Fahrradparkhaus (1 €/Tag). Dieses soll regelmäßig ausgelastet, also voll sein.

    – Schrotträder werden von aha entsorgt:
    https://www.aha-region.de/service/presse/presse0/pressemitteilung/artikel/aha-entfernt-kaputte-fahrraeder-aus-der-city-1/

    – Die Parkplatzsituation für Fahrräder in der Weckenstraße (im Foto, das immerhin 8 MB groß ist) und auch in der parallelen Noltestraße ist kritisch. Oft müssen dort die Fahrräder aus Platzgründen aneinandergelehnt werden. Es fehlen Fahrradbügel.
    Zuletzt (Juli 2017) hatten die Bezirks-Linken beantragt, dort, am Bethlehemplatz, weitere Fahrradbügel aufzustellen. Das gibt wieder einen Gummipunkt.

    Dabei sollte man bedenken, dass viele Anwohner dort schon ihre Fahrräder in den Hinterhof schleppen, oft über Stufen.

    (Übrigens, weiß Jemand, warum die Mietshäuser alle mit Hochparterre anfangen? So hoch steht hier das Grundwasser doch nicht? Das muss ich mal recherchieren.)

    Noch mal so viele Fahrräder stehen also oft in den Hinterhöfen.

    – Mein Fahrrad steht immer draußen und an der Straße. In vielen Dingen bin ich eher weniger penibel, aber darauf, dass mein Rad schnurgerade an der Laterne oder am Bügel steht, achte ich doch sehr. Fällt es um oder steht es schief, kann es leicht beschädigt werden, indem sich ein Fußgänger darüber ärgert, in welcher Laune auch immer. Entsprechende Vorfälle hat es auch schon gegeben. Dafür ist mir mein Rad viel zu wertvoll. Das ist ja auch fast mein einziges Verkehrsmittel. Da lege ich großen Wert drauf.

    Vom Anschließen an Laternen bin ich inzwischen ab, wegen der Falschparker, die beim Einparken zwar noch vorsichtig sind, aber beim Ausparken (wenn sie danach weg sind) doch schon mal Schäden am Fahrrad anrichten. Die Bügel sind da viel sicherer, weil sie auch verkehrstechnisch entsprechend geplant sind.

    Seit ich hier die neuen Bügel benutze, ist doch einige innere Unruhe von mir gewichen, ob dem Rad was passieren kann. Vorher hatte ich immer morgens als Erstes aus dem Fenster geguckt, ob an der Laterne noch alles in Ordnung war. – Und das sind noch nicht mal Verhältnisse wie in der Wecken- oder Noltestr. oder am Kötnerholzweg. Da würde ich kirre werden und die Krätze kriegen.

    – Die Kompetenz, mit der die Stadtverwaltung Fahrradbügel aufstellt, zeigt sich auch an diesen aktuellen Skandälchen (oder sind es Skandale?):

    – „Hier blockieren 50 neue Fahrradbügel den Radweg
    Wenn es der Schweriner Straße an einem nicht mangelt, dann an Fahrradbügeln. 50 Stück hat die Stadt gegenüber der Grundschule in Kleefeld aufstellen lassen – und die blockieren nun ausgerechnet den Radstreifen.“
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Kleefeld/50-neue-Fahrradbuegel-blockieren-den-Radweg

    – „Neun neue Fahrradbügel bereits wieder umgebügelt
    Den Fahrradbügeln in der Kurt-Schumacher-Straße mangelt es anscheinend an der notwendigen Standfestigkeit. Neun von 110 Bügeln im neu gestalteten Teil des Areals in der Innenstadt von Hannover sind bereits beschädigt. Vermutlich haben Autofahrer die Unikate umgefahren.“
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neun-neue-Fahrradbuegel-in-der-Kurt-Schumacher-Strasse-bereits-wieder-umgebuegelt

    1. Zu dem Link „Entfernung von Schrotträdern am Hauptbahnhof“:

      Dies war im Jahr 2015 zuletzt und ich habe damals dort regelmäßig geparkt und gesehen welche Fahrräder von aha gekennzeichnet waren. Leider waren da nur wirkliche Leichen (Reifen fehlt, nur noch Rahmen vorhanden etc.) gekennzeichnet, obwohl dort etliche Räder rumstehen mit platten, rissigen Reifen oder festgerosteter Kette, aber weil sich noch kein Vandalierer daran zu schaffen gemacht hatte und „Teile“ entfernte, standen Sie auch nach der Säuberung noch dort rum!

      Am Tag nach der Säuberung kam ich wie jeden morgen dahin, es hatte sich so gut wie nichts geändert/verbessert! Eben wegen oben beschriebener Zaghaftigkeit in der Sache!

      Ich habe daraufhin eine Email an die Stadt Hannover geschrieben und meine Sicht der Dinge geschildert. Die kurze und knappe Antwort darauf, ob nicht nochmal eine gründlichere Säuberung stattfinden könnte, wurde mit dem Hinweis das dies in die Zuständigkeit von aha fällt und die darauf ein Auge hätten, lapidar abgetan. Faktisch sieht es nun schon wieder genauso schlimm aus und den Verantwortlichen, wozu sie auch immer gehören, scheint das Problem am Arsch vorbei zu gehen.

      Mein Vorschlag: Fahrradsteuer einführen! 2 Euro Steuer pro Jahr, wer bezahlt hat bekommt ne Plakette auf den Rahmen geklebt. Wenn Plakette fehlt oder abgelaufen, kann jede Politesse oder Polizist das Rad entfernen lassen, 4 Wochen bleibt es dann in der Verwahrstelle, danach wird es versteigert o.ä.

      Würde das Problem nur langsam verbessern, aber besser als nichts! Und von der Steuer könnten Bessere Radwege und anderes finanziert werden.

  4. Das Fahrrad-Chaos IST bereits in Linden. Unter den vielen geparkten Rädern befinden sich mindestens 50 Prozent herrenlose Schrotträder, oft nur auch nur noch Reste von dem, was mal ein Fahrrad war. Kein schöner Anblick.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.