9. März 2018

 

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Gesehen vom Ihme-Zentrum am 08.03.2018, Weltfrauentag

 

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Fotos: Ilse Paul

09.03.2018

Kommentare

  1. Offenbar soll dort die protestantische Arbeitsethik junger Migranten gefördert werden: Harte Arbeit, Disziplin und Genügsamkeit. In der Antike und im Mittelalter dagegen war Arbeit ja noch als Mühsal verpönt. Und im heutigen Post-Kapitalismus gilt: Zeit ist Geld. Für den Maßnahmenbetreiber.

    Aber im Ernst, diese gähnend-langweiligen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Rehas finde ich unmöglich. Wenn, dann geht man zügig durch den Park, sammelt den ganzen Müll ein und danach gibt es Frühstück. Zu welchen Persönlichkeiten werden diese armen jungen Leute dort ausgebildet? Die sind doch schon jetzt auf der Ich-werde-nicht-gebraucht-Station der Gesellschaft.

    – Auf der Limmerstraße hingegen gibt es seit Jahren Jemanden, der sich durch sein extensives Müllsammeln und -entsorgen nützlich macht. Er hatte auch in kleineren Läden versucht, einfach hilfreich zu sein, um mal mit anpacken zu können. Daraufhin angesprochen, sagte er: „Ich räume IMMER auf!“ Mehr sagt er nicht, hat er nicht zu sagen. Er erscheint typisch schizotypisch, also vom sozialen Erleben her abgespalten und von den eigenen Ideen her verschroben bis etwas wahnhaft. (Das respektiere ich ohne Weiteres, und ich finde es toll, dass er so etwas Gutes daraus macht.)

    – Diesen beiden Gesellschaftsgruppen, den jugendlichen Migranten und den älteren, gesellschaftlich abgehängten Biodeutschen, ist eins gemeinsam: ihre Perspektivlosigkeit.

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