1. April 2018

Ein Auto fuhr längs über die Limmerstraße bis es plötzlich anhalten musste. Ein Passant hatte sich hingestellt und ließ das Auto nicht weiter fahren. Laut sprach er vom Verbot mit dem Auto dort zu fahren und wiederholte dieses mehrfach. Ein anderer Passant in unmittelbarer Nähe widersprach.

Nach einiger Zeit stieg der PKW-Fahrer aus und beanspruchte laut dort fahren zu können. Zwei weitere Passanten, davon einer mit Hund, gesellten sich dazu und ergriffen ebenfalls Partei für den Autofahrer.

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Vier gegen Einen für das Auto. Einige Zeit ging die Kontroverse hin und her. Derweil fuhren vereinzelt weitere Autos die Limmerstraße entlang.

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Schließlich gab der Passant nach und trat zur Seite. Eine dann zufällig dort anhaltende Fahrradfahrerin äußerte sich gegen das Autofahren auf der Limmerstraße. Der Autofahrer stieg ein und fuhr weiter.

Anmerkungen
Alle Beteiligten sprachen im entschiedenen, an der Sache orientierten Ton. Es waren keine emotionalen, persönlichen Feindseeligkeiten zu spüren. Die Zugehörigkeit der Beteiligten zu ihren Herkunftsmilieus war leicht zu erkennen. Der das Auto stoppende Passant und die Fahrradfahrerin waren mitteleuropäischer, ursprungsdeutscher Herkunft. Die vier auf der Autoseite Beteiligten waren türkischen Urspungs – u.a. erkennbar am leichten Akzent in der Aussprache.
Warum hat die Herkunft in diesem Fall Bedeutung?
Nach Beobachtungen des Autors beschränkt sich die Kritik am Auto nahezu ausschließlich auf das deutsche Herkunftsmilieu. Das betrifft das Durchführen von bisher beobachteten einzelnen Stoppaktionen auf der Limmerstraße, als auch auf die Beteiligung an autokritischen Initiativen wie bspw. >> PLATZda! in Linden-Mitte.
Auch sind Migranten in der aktiven Politik im Stadtbezirk so gut wie nicht vorhanden.
Siehe auch >> Bezirksrat und die Integration: Warum fehlen die Migranten?

Das Geschehen fand am Samstag, 31.03.2018, auf der Limmerstraße statt.

Klaus Öllerer
31.03.2018

 

Kommentare

  1. Deutschland ist eben ein Land, das dafür bekannt ist, dass weltweit jeder hier sein eigenes Auto fährt, und damit überall hinfahren kann und auf den Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung mit den Autos gerast werden darf. Und viele Politiker und Medien geben sich ordentlich Mühe, die Rechte der Autofahrer immer weiter auszubauen und sämtliche Beschränkungen für Autofahrer und ihre Fahrzeuge von ihnen fernzuhalten. Invielen Medien werden zum Beispiel immer wieder Geschwindigkeitskontrollen als Abzockerei und Raubrittertum diffamiert.
    Dass dauert bei manchen Einwanderern ins Land des „Heiligen Blechles“ mitunter etwas länger, bis sie verstehen, dass auch in Deutschland Autofahrer nicht alles dürfen. Und manche verstehen es gar nicht, darin unterscheiden sie sich aber nicht wesentlich von den deutschen Ureinwohnern.
    Konkret zu dem beschriebenen Vorfall: Es ist nicht ganz ungefährlich eine solche Aktion ganz alleine durchzuführen und sich dabei dermaßen zu exponieren. Egal wer da hinter dem Steuer sitzt.

  2. Wäre ja noch schön gewesen wenn der Autor uns auch über die Sachlage aufklärt hätte.
    Verkehrsregeln werden ja normalerweise in D nicht diskutiert, sondern durch Schilder geregelt. Was sagen die? Durfte der Autofahrer in der Füßgängerzone zur (Tat)Zeit fahren oder nicht?
    ..und dann: Viele Bilder finde ich richtig gut. Aber bitte mach doch bitte Bilder hinter so eine halbe Seite Text. Man muß endlos scrollen bis man endlich zum Text kommt, dachte schon „kommt nicht mehr“.

  3. Tja, es wird eben, um des lieben Friedens Willen, sehr vieles geopfert. Schade, dass wir uns der Ignoranz so weniger „ergeben“. In solchen Fällen handelt es vornehmlich um ausländische Mitbürger. Viele machen eben ihre eigenen Gesetze. Gesetze sind eben nur so gut, wie sie auch befolgt bzw. umgesetzt werden. Schade, dass unsere Polizei so schwach besetzt ist.

  4. Die Limmerstr. ist eine Fußgängerzone. Die man zwar Kreuzen darf aber nicht befahren. Außer man Liefert an oder nimmt Fahrgäste auf. Wer also nicht mächtig ist Schilder lesen zu können, sollte seinen Führerschein wieder abgeben. Somit hatte der Passant recht.

    1. Der Teil der Limmerstraße zwischen Kötnerholzweg und Schnellweg ist für den Autoverkehr freigegeben.
      Der andere Teil ist Fußgängerzone mit Freigabe für Anlieger und Lieferverkehr zu festgelegten Zeiten. Auch Radfahrer und ÖPNV dürfen hier fahren. Auf dem Abschnitt zwischen Selmastraße und Mathildenstraße darf mit dem Auto gefahren werden unter besonderer Berücksichtigung, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt. Grund dafür ist die Sackgassen-Situation in der Selmastraße, die andernfalls entstünde.

  5. Da hilft eigentlich nur eine Umbaumaßname:
    Stadtbahn in einen Tunnel. Busse über Kötnerholzweg und Fössestraße umleiten.
    Alle querenden Straßen außer Velber- zur Leinaustraße zu Sackgassen machen. Ein Einfahren auf Grundstücke sollte dann nur noch über absenkbare Poller mit möglichst nicht nach machbaren Schlüsseln möglich sein, die auch nur für einen bestimmten Poller sind.
    Und selbst dann wird man noch Zweiräder mit und ohne Motor da haben.

    1. Die Seitenstraßen der Limmerstraße im Bereich der Fußgängerzone zu Sackgassen zu machen, das wurde auch schon gefordert, ohne dass über eine Tunnelbau gesprochen wurde. Und die Busse umzuleiten macht keinen Sinn, weil man damit das ÖPNV-Angebot verschlechtern würde.
      Ebenso beim Tunnelbau. Zur Zeit gibt es drei Stadtbahn-Haltestellen in der Limmerstraße, im Falle eines Tunnelbaus würde es aufgrund der hohen Kosten wahrscheinlich nur noch eine geben und die wären dann auch noch unter der Erde.

  6. Ebenfalls am Samstag, ca. 15:30 Uhr, fuhr eine türkische Hochzeitsgesellschaft mit vielen hupenden Luxuskarossen durch die Limmerstraßen-Fußgängerzone. Die meisten Passanten waren erregt, viele offensichtlich verärgert, und einige türkische Passanten filmten die Szene per Smartphone. Zwei Polizeiwagen waren hinzugekommen, wovon einer mit Blaulicht und in hohem Tempo die stadteinwärts fahrende Kolonne überholte und diese beim REWE stoppte.

    1. @Anwohner: Die Szene ging sogar noch weiter. Als die Polizisten einen Flüchtigen zu Fuß verfolgten, löste sich aus dem Korso ein weißer Mercedes mit düsseldorfer Kennzeichen und fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit an dem Korso vorbei, überfuhr fast eine Dame mit ihrem Hund, die noch beiseite springen konnte und raste aus der Limmerstraße auf die Fössestraße, wobei eine in die Limmerstraße fahrende Straßenbahn unter lautem Klingeln scharf bremsen musste. Das war hochgefährlich.

      Im Übrigen muss ich mal wieder unter Erschrecken feststellen, dass hier in letzter Zeit immer mehr Ausländerfeindlichkeit zutage tritt. Selbst wenn es in Erster Linie Türken sein sollten, die durch die Limmerstraße fahren: Was soll jetzt daraus die Konsequenz sein? Nur noch Türken kontrollieren? Leute, denkt doch mal eine Minute nach mit Eurem blöden Hetzquatsch!

      1. – „Die Szene ging sogar noch weiter.“

        Danke für die interessante Info. – Außerdem war es in diesem Fall, wie auch bei zwei weiteren (!) türkischen Hochzeitsgesellschaftschaften in Hannover und über Ostern 2018, zu Schüssen aus Schreckschusspistolen gekommen, weswegen die Polizei ermittelt:

        http://hallolindenlimmer.de/polizei-schussabgaben-aus-hochzeitsgesellschaften-in-linden-und-mitte/
        http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-Tuerkische-Hochzeitsgaeste-feuern-Schuesse-ab

        Diese Häufung verwandter straf- und ordnungsrechtlicher Delikte ist nicht nur bemerkenswert, sondern anscheinend schon annähernd charakteristisch.

        – „Selbst wenn es in Erster Linie Türken sein sollten, die durch die Limmerstraße fahren“

        Diese Hypothese lese und höre ich zum ersten Mal und gehe sicher davon aus, dass sie falsch ist. Herzlichen Glückwunsch trotzdem dazu und auch zu den Schlussfolgerungen daraus!

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