4. Dezember 2018

Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt ist auch in der Woche geöffnet. Man kann schön bummeln und die Angebote genießen – ohne dass es zu eng wird.

Im Folgenden der Auftritt einer tschechischen Gruppe mit einem sehr bekannten Weihnachtslied.

 

Zu den Öffnungszeiten sorgt Polizeipräsenz für Sicherheit. Dabei geht es nicht nur um solche „Kleinigkeiten“ wie Taschendiebstähle. Erst Kürzlich wurden >> Diebinnen dort festgenommen.

Es geht um die große Sicherheit – die Abwehr von Terroranschlägen. Seit dem Terrorist Amri mit einem LKW auf den Berliner Weihnachtsmarkt fuhr, wurden deutschlandweit die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Auch das Fährmannsfest musste in diesem Jahr umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen durchführen.

Bei einer Begehung vor Ort konnten einige der aktuellen Schutzmaßnahmen betrachtet werden.

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Zufahrten sind mit Polizeiwagen abgesperrt, um LKWs am Durchbrechen zu hindern. Vielfach stehen PolizistInnen davor, die schwer bewaffnet sind. Ein notfalls schneller Waffengebrauch müsste dem Eindruck nach möglich sein.

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Über einige Mängel, die dem Beobachter auffielen, wurden die PolizistInnen informiert. Die Hinweise wurden interessiert aufgenommen und sollen weiter intern besprochen werden.

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Im Vorfeld des Weihnachtsmarktes erklärte die Stadt das Konzept des Marktes selbst, die zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen und kann >> hier gelesen werden.

Landeshauptstadt Hannover
Pressemeldung

Sicherheitskonzept

Um den BesucherInnen einen entspannten und vergnüglichen Besuch zu ermöglichen, hat die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit der Polizeidirektion (PD) Hannover im Vorfeld der Veranstaltung auch wieder das Thema Sicherheit in den Fokus genommen. „Ein umfassendes Sicherheitskonzept ist für eine Veranstaltung wie den Weihnachtsmarkt, auf dem wir täglich bis zu 100.000 Gäste erwarten, wichtig und inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Bei einem Event dieser Art müssen wir auf jegliche Art von Unfallrisiken und Gefährdungssituationen vorbereitet sein. Und wir sind es“, betont Sabine Tegtmeyer-Dette.

Für die verschiedensten außergewöhnlichen Situationen – von bestimmten Wetterereignissen über Stromausfall und vermisste Personen bis zu Bombendrohungen – ist ein entsprechender Maßnahmenkatalog vorbereitet. Beispielsweise gibt es genaue Absprachen für die Flächenaufteilung hinsichtlich von Einsatzkräften, sind Flucht- und Rettungswege eingeplant und mit Feuerwehr und Polizei abgestimmt, werden Notstromversorgung und Ersatzbeleuchtung vorgehalten, wird ein Sicherheits- und Ordnungsdienst im Veranstaltungsbereich präsent sein und ist auch eine Beschallungsanlage für Durchsagen in Notfällen installiert. Zudem gibt es in eventuellen Risikosituationen einen engen Austausch mit Polizei und Feuerwehr.

Polizeiliche Maßnahmen rund um den Weihnachtsmarkt und in der City

Das umfangreich zwischen der Landeshauptstadt Hannover und der Polizeidirektion Hannover vorbereitete und abgestimmte Sicherheitskonzept anlässlich des Weihnachtsmarktes wird, wie in den vergangenen Jahren auch, durch polizeiliche Maßnahmen ergänzt. Die Leiterin der Polizeiinspektion Mitte, Polizeidirektorin Gwendolin von der Osten, macht deutlich, „dass es sich um präventive Maßnahmen handelt, denn trotz einer fortwährend abstrakten Gefährdungssituation im Kontext terroristischer Bedrohungen gibt es nach wie vor keine konkreten Hinweise auf derartige Szenarien für die Landeshauptstadt Hannover.“

Die PolizistInnen kümmern sich neben dem Schutz der WeihnachtsmarktbesucherInnen auch um alle anderen Menschen, die in der Vorweihnachtszeit für eine belebte Innenstadt sorgen werden. Im Fokus haben sie dabei auch Straftaten wie den Taschendiebstahl oder sonstige Eigentumsdelikte. Im Bereich des Weihnachtsmarktes werden insbesondere uniformierte und mittels Signalweste gut erkennbare PolizeibeamtInnen an zentralen Punkten, wie zum Beispiel an Zufahrtsstraßen in der City, aber auch mobil auf dem Markt sowie in der gesamten Fußgängerzone unterwegs sein. Ihr Ziel: Verhinderung und Verfolgung von Straftaten und frühzeitiges Erkennen verdächtiger Personen und Gegenstände. Im Zuge des Einsatzes werden BeamtInnen auch Maschinenpistolen tragen. Zudem werden auch KollegInnen in ziviler Kleidung die Präsenz in der City erhöhen.

Die Einrichtung einer sogenannten Veranstaltungswache erweitert die vielfältigen Einsatzmaßnahmen der Polizei. Während der Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes besteht dort für alle BesucherInnen die Möglichkeit, direkt vor Ort Hinweise an die Polizei weiterzugeben oder Anzeigen zu erstatten. Die BeamtInnen versehen ihren Dienst in einer eigens dafür an der Schmiedestraße, Ecke Hans Lilje-Platz, aufgestellten Containerwache. Inspektionsleiterin von der Osten betont: „Mit unserer Präsenz wollen wir bei allen Besucherinnen und Besuchern zum einen das Sicherheitsgefühl stärken, zum anderen aber auch zu jeder Zeit Ansprechbarkeit signalisieren. Die Gäste des Weihnachtsmarktes und der City können sich gerne an die Kolleginnen und Kollegen wenden. Wir werden immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen haben.“ In Absprache mit der Landeshauptstadt Hannover wird wie im Vorjahr der Lieferverkehr in der Fußgängerzone zeitlich auf die Vormittagsstunden beschränkt.

Landeshauptstadt Hannover

 

Klaus Öllerer
04.2018

 

 

Kommentare

  1. Den letzten größeren mutmaßlichen oder vermeintlichen Weihnachtsmarktattentäter (2016, Berlin, Anis Amri) hatte ja sogar ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes zum Anschlagsort gefahren.
    Auch bei den NSU-Terroranschlägen sind Staat und Verwaltung so sehr verwickelt, dass sie schon als Urheber angesehen werden können. Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt sprach in seinen letzten Jahren ebenso bedeutungs- wie geheimnisvoll von „Staatsterrorismus“, und mehr könne er dazu nicht sagen.

    Über die zusätzliche Sicherheit freut sich der Bürger, muss dann aber doch noch mal überlegen.

    P. S.: Diskussion erwünscht, Referenzen vorhanden.

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