8. April 2019

13. Große Strafkammer – Schwurgericht
Landgericht Hannover, Volgersweg 65, 30175 Hannover

Strafverfahren gegen
M. C., geb. 1990
wegen Totschlags

Prozessauftakt: Dienstag, 09.04.2019, 09:00 Uhr, Saal 127

Fortsetzungstermine:
Mittwoch, 10.04.2019, 09:00 Uhr, Saal 127
Montag, 29.04.20019, 09:00 Uhr, Saal 127
Dienstag, 30.04.2019, 09:00 Uhr, Saal 127

Gegenstand

Dem Angeklagten wird Totschlag vorgeworfen. Er soll am 08. Oktober 2018 gegen 15.00 Uhr nach dem Konsum von Cannabis mit einem E-Bike die Limmerstraße in Richtung Küchengarten/Ihme-Zentrum befahren haben. In Höhe der Nedderfeldstraße soll der spätere Getötete, der mit seinem Handy beschäftigt war, unvermittelt auf die Fahrbahn getreten sein, so dass der Angeklagte ausweichen und bremsen musste. Hierüber verärgert soll der Angeklagte den Mann angeschrien haben; hieraus soll sich eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern entwickelt haben, in deren Verlauf der später Getötete gegen das E-Bike des Angeklagten trat und dieser sich darüber aufregte, dass dieser dies nicht tun dürfe. Der Angeklagte soll das Fahrzeug zur Seite gelegt haben; es soll dann zu einer Rangelei zwischen ihm und dem Zeugen, wobei der Angeklagte kurze Zeit darauf bemerkte, dass seine Kopfhörer kaputt gegangen seien, weshalb er dem sich entfernenden Opfer bis zu dem Gemüseladen „Engel“, Höhe der Limmerstraße 47 hinterher lief. Dort soll er den Geschädigten angespuckt und ihn als Hurensohn bezeichnet haben, der Angeklagte soll ihn dann zu einem Boxkampf aufgefordert haben und ihm mehrere wuchtige Faustschläge in das Gesicht versetzt haben. Der Geschädigte soll daraufhin zu Boden gefallen sein und versucht haben, sich aufzurichten, wobei der Angeklagte nochmals mit voller Kraft mit der Faust in sein Gesicht geschlagen haben soll. Daraufhin soll der Geschädigte bewusstlos zu Boden gegangen sein. Er verstarb schließlich am 11. Oktober infolge einer zentralen Lähmung bei massiver Hirnschwellung, die durch wuchtige Faustschläge in das Gesicht verursacht wurden. Der Angeklagte soll über Kampfsporterfahrung im Thaiboxen verfügt haben und es bei Ausführung der Schläge zumindest billigend in Kauf genommen und für möglich gehalten haben, dass der Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen davontragen und hieran sterben könnte.

Landgericht Hannover

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08.04.2019
Ilja Tunjic


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