14. März 2018

Von Dr. Hartwig Jeschke

Als Ingenieur hilft mir der Blick auf Zahlen, hier die Stickstoffdioxid-Emmissionen (NO2) von 1990 bis 2017 an der Göttinger Straße.

Eine Trendlinie bis 2025 zeigt auf, dass ohne weitere Maßnahmen ab 2022 der Grenzwert von 40 µg/m3 bei ständig fallenden Meßwerten sogar unterschritten werden müsste.

Ein generelles Dieselfahrverbot? Das lässt sich aus der Entwicklung der Meßwerte nicht ableiten und könnte völlig überzogen sein. Ich tendiere zu moderateren Maßnahmen, wie sie im 16 Punkte-Plan der CDU-Ratsfraktion vorgeschlagen werden. Es geht um unsere Umwelt. Diesel produzieren weniger Kohlendioxid als Benziner. Also bitte kein generelles Dieselfahrverbot in Hannover!

Dr. Hartwig Jeschke
CDU-Mitglied und Regionsabgeordneter
>> cdu.hjeschke.de

2018.03.1_NO2_Goettinger_Strasse_1_1
Die Daten zeigen seit 1990 einen eindeutigen Trend nach unten: in vier Jahren werden die Grenzwerte voraussichtlich sowie eingehalten werden.

 

15.03.2018

Kommentare

  1. Es besteht eine erhebliche Dynamik bei den Diesel-Verkaufszahlen, den aktuell erheblich verschärften Zulassungsgrenzwerten und -messmethoden, den Luftgrenzwerten, der öffentlichen Debatte, den Rechtsentscheidungen und ggf. auch den Treibstoffpreisen. Und – last, not least – bei den Fahrverboten bzw. Umweltzone und Blauer Plakette.

    Angesichts der komplexen und teilweise hochwirksamen Einflussfaktoren einen linearen Verlauf zu extrapolieren, grenzt (sorry!) an Esoterik. Aus Pietät sage ich nichts weiter dazu, aber ich bin schon ganz schön erstaunt.

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