23. August 2016

Kritische Berichterstattung nicht erwünscht. Eine Tatsachenschilderung mit ein bisschen Polemik.

Sie haben es wieder getan. Es geschah am Ende des Stadtrundganges der Grünen in Linden-Nord am 19. August mit Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube als einer von zwei Hauptrednern (»Eindrücke)

Die Teilnehmer des Rundganges begaben sich zum abschließenden Treffen ins Wohnprojekt Stadtteilleben in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule. Kurz vor Ankunft wurde dem Autor und Journalisten wegen seiner kritischen Berichterstattung eine Teilnahme dort verboten. „Du bist bei uns nicht erwünscht“, hieß es von Steffen Mallast, u.a. Mitgründer der linksautonomen Kampagne Ahoi.

Das wirft Fragen auf. Es war eine Veranstaltung der Grünen. Bestimmt jetzt die linksautonome Kampagne Ahoi, wer an Veranstaltungen der Grünen teilnehmen darf?
Für wen sprach Steffen Mallast, als er dem Autor die böse Botschaft mitteilte? Für die Grünen, für das Wohnprojekt Stadtteilleben, für die linksautonome Kampagne Ahoi oder für alle und vielleicht noch für mehr?
Das sind brisante Fragen.
Steffen Mallast ist nicht nur Sprecher der Kampagne Ahoi, sondern auch Mitglied der Grünen Partei, der Grünen Jugend und des Bezirksrates Linden-Limmer.

Für die Partei Bündnis90/Die Grünen stellt dieser radikale Flügel objektiv ein wachsendes Problem dar. Es erscheint dem Autor erstaunlich, dass diese Koexistenz noch reibungslos funktionieren soll.

Hintergrund
Die Kampagne Ahoi ist die dominierende Kraft im Wohnprojekt Stadtteilleben in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule in Linden-Nord und wurde 2011 von der Grünen Jugend gegründet.
Die Kampagne Ahoi ist zunehmend bekannt für ihren autoritären Umgang mit anderen Sichtweisen und Lebensstilen. Sie lehnt die Demokratie ab, befürwortet Gewalt und lässt nur ihre eigenen Ziele gelten im Sinne einer Monokulti-Gesellschaft. Sie kämpft in einem anarchistischen Sinne eigentlich gegen den ganz normalen bürgerlichen Lebensstil nach der Devise „Wir nehmen uns, was uns zusteht“ (Zitat aus „Kampf um den Kiez“) und verhält sich wie eine Sekte. Ihre Internetseiten werden anonym betrieben und enthalten kein Impressum.
Es gibt ausreichende und gut dokumentierte Erfahrungen in Linden über diese linksautonome Szene. 1+2+3+4+5, weitere können auf Nachfrage angegeben werden.

Für Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube gilt das Wohnprojekt Stadtteilleben als vorbildlich für günstigen Wohnraum, wovon es seiner Ansicht nach mehr auch in Linden geben sollte.

In der Nachbarschaft gilt das Wohnprojekt in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule als sehr unbeliebt. Auch Nachbarn wurden schon des Geländes verwiesen bzw. bei fortgesetzter Kritik der Verweis angedroht.

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
22.08.2016

 

Kampagne Ahoi
Journalist muss draußen bleiben: Teilnehmer des Stadtrundganges betreten das „Hoheitsgebiet“ der Kampagne Ahoi, das Wohnprojekt Stadtteilleben in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule.

 

Gentrifizierung Linden-Nord
Limmerstraße 98

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