1. Juli 2017

Foto: Abschlusskundgebung am 30.06.2017 auf dem Pfarrlandplatz in Linden-Nord

Andere Sichtweisen sind willkommen, ggfs. auch als eigenständige Artikel
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Die Demonstration begann mit einer Kundgebung am Steintor und zog dann auf direktem Weg nach Linden-Nord über Lange Laube, Königsworther Str., Limmerstraße bis zum Pfarrlandplatz. Teilnehmerzahl ca. 300. Dem Augenschein nach 10-20% kurdisch/türkischer Herkunft, einige Lindener Politiker von Grüne, Linke, Die Partei und einige weitere Lindener.

 

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Ecke Lange Laube/Otto-Brenner-Straße

 

Parolen während der Demo

„Halim Dener, dass war Mord. Widerstand an jedem Ort“

„Hoch die internationale Solidarität“

Zitate aus Reden

Halim Dener, der hier am Steintorplatz von einem SEK-Bullen in den Rücken geschossen wurde, weil er Plakate der kurdischen Freiheitsbewegung aufhängte.“

Auch die türkischen Nationalisten, die vor Kurzem versucht haben im Freizeitheim Linden Stimmung gegen eine Benennung zum Halim-Dener-Platz zu machen sollten in Zukunft zweimal überlegen bei uns ihre faschistische Propaganda zu verbreiten. …
Kampf gegen Faschismus – Linden ist unser Viertel.

„… In der Bezirksratssitzung vom 07. Juni ließ sich das genau so beobachten. Erst begrüßt man sich mit dem Gruß der türkischen Faschisten, der Grauen Wölfe, dann bespricht man mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden das weitere Vorgehen. …

… sagen wir deshalb: Der Halim-Dener-Platz wird sein. Egal was Oberbürgermeister und Kommunalaufsicht sagen. (es folgen türkische Worte) Niemand wird vergessen!

Ansprache am Pfarrlandplatz

 

Gefährliche Konflikte – Kommentar von Klaus Öllerer

Die Redebeiträge auf der Halem-Dener Demo geben Anlass zur Besorgnis. Das friedliche Klima im Stadtbezirk könnte jetzt gefährdet sein.

In den Reden auf der Demo werden alle türkischstämmigen Kritiker zu Faschisten und damit zu so etwas wie eine Art von „Todfeinden“ erklärt.
Dabei waren demokratisch und nichtnationalistisch eingestellte türkischstämmige Kritiker bei den entsprechenden Bezirksratssitzungen (07.06, 10.05.) in großer Zahl vertreten. >> Beispiel

Das Halim-Dener-Bündnis besteht zum erheblichen Teil aus Nichtdemokraten (PKK, Antifa, Linksautonome) mit Neigungen zu extremistischen Gewalttaten. Linden als „unser Viertel“  zu beanspruchen (Redetext) heißt faktisch das Grundgesetz hier für ungültig zu erklären. Weiter heißt dies auch fast alle Lindener ihrer Souveränität über den Stadtteil zu berauben und sie bevormunden zu wollen.

Zu „Multikulti“ in Linden-Limmer gehörten faktisch schon immer auch türkische Nationalisten, Faschisten und Islamisten, Salafisten, etc..
Die Ansprachen bei der Halim-Dener Demo könnten daher auch wie eine Kampfansage an das friedliche Zusammenleben in Linden aufgefasst werden.
Demokratie bedeutet jedoch persönliche Freiheit – Reden und Respekt. Notfalls auch mit Hilfe staatlicher Autorität.
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Andere Medien

>> HAZ v. 30.06.2017

Hintergrund

Am 30.06.1994 klebte Halim Dener, 16, mit anderen am Steintor Plakate für die verbotene PKK. Eine Festnahme durch zufällig vorbeikommende Zivilpolizisten entzog sich der junge Kurde durch körperliche Gegenwehr und Fluchtversuch. Ein sich dabei lösender Schuss führte zu seinem Tod.

Der Bundesgerichtshof fällte schließlich 1997 das endgültige Urteil, dass es sich bei dem Schuss aus der Dienstwaffe des Polizisten um ein Versehen gehandelt hat.

Die PKK ist in Deutschland seit 1992 und seit 2002 auch in der EU verboten und wird als terroristische Vereinigung eingeschätzt. Eine öffentliche Entschuldigung für die in Deutschland begangenen Gewalttaten durch den „operativen PKK-Führer(s) Cemil Bayik“ (NDR) böte keinen Anlass für eine Neubewertung, so das Bundesinnenministerium 2015.

Siehe auch:
>> NDR – Bundesregierung hält an PKK-Verbot fest

Redaktion halloLindenLimmer.de

öl/01.07.2017/02.07.2017/03.07.2017

 

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Steintor

 

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Lange Laube

 

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Königsworther Str.

 

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Königsworther Str.

 

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Königsworther Str.

 

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Spinnereistr.

 

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Limmerstraße

 

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Pfarrlandplatz – inoffiziell Velvetplatz

Kommentare

  1. Ich will das Forum wirklich nicht dominieren, aber zum Thema gewalttätiger Extremismus – ausgerechnet – in Linden sind mir inzwischen die – staunenden – Augen geöffnet, und da kommt Eins zum Anderen und ergibt fast schon ein Bild.

    Eine Straßenecke vom Velvetplatz entfernt, Ecke Bennostr. / Hennigesstr., befindet sich ein kleiner Eckladen, der (legale) Waffen wie Messer und weiteres Zubehör zu Selbstverteidigung und Kampfsport anbietet.

    Dieser ist seit Jahren geschlossen. Beide Schaufenster, in denen die Waffen ausgestellt sind, sind „seit ewig schon“ durch Steinwürfe beschädigt, die Bruchstellen mit aufgeklebten Glaspatten überdeckt. Seit Kurzem nun ist das eine Schaufenster zusätzlich ganzflächig von einer Holzverkleidung abgedeckt.

    Das bedeutet wohl, dass kürzlich ein weiterer gewalttätiger Angriff stattgefunden hat.

    Was soll man nun davon halten? – Erstmal: Ein Waffenladen mitten in Linden, im Wohngebiet? – Da bin ich erst mal skeptisch, und mich beschleicht zumindest ein ungutes Gefühl. Welche Einstellungen mag der Inhaber haben, der ja ein offenkundlicher Waffennarr ist?

    Ist der Besitzer diese Frau, der ich dort schon spät abends begegnet bin, deren Hund dort Scheinangriffe auf mich (als einfachen, zufälligen und unbeteiligten Passanten) unternommen hatte, worüber sie nur lachte, aber keinerlei Anstalten machte, ihren Hund zurückzupfeifen (wie alle anderen Hundebesitzer es getan hätten)? Die Frau wirkte sehr gelassen und selbstbewusst, so wie Kampfsportler es oft sind.

    Die Waffen selbst sind bestimmt alle legal, sonst hätten die Behörden eingegriffen. Dass man vielleicht zur Notwehr ein Klappmesser oder Reizgas dabeihaben möchte (und dann auch irgendwo kaufen muss), kann ich nachvollziehen, aber es sind auch Wurfmesser im Angebot oder eine scharfe schwere Axt aus Metall. Das wird zwar legal sein, ist aber von den Einsatzmöglichkeiten und daher der Einstellung her grenzwertig.

    Und die andere Seite – diejenigen, die die Schaufenster zertrümmert haben? Wer sind diese, und was sind ihre (Un-)Werte und Motive?

    Festzustellen ist, dass das „Entglasen“ (Fachbegriff aus der autonomen Szene) sowohl Sachbeschädigung als auch eine schwere Bedrohung darstellt und in hohem Maße kriminell ist. Die Gewaltbereitschaft, die sich mir darin ausdrückt, finde ich erschreckend und im gesellschaftlichen Zusammenleben inakzeptabel.

    Gleichfalls erschreckend und inakzeptabel ist der Aspekt der Selbstjustiz. Da wird sich über Recht und Gesetz (und Moral) gestellt, und wieder daheim werden die „Erfolge“ sicherlich noch stolz und ohne jede Reue und Skrupel gefeiert.
    Es handelt sich also um Gesetzlose, die über allen rechtlichen und sozialen Normen zu stehen meinen, und die bei ihren Gewalttaten keine Rücksicht auf Schicksal und Leid Anderer nehmen.

    In der Psychologie spricht man da von dissozialen bzw. antisozialen Persönlichkeitsstörungen oder, in einer weiteren Ausprägung, sogar von malignem (bösartigem) Narzissmus (was nichts weniger ist als das, was als echte Psychopathie bezeichnet wird).
    Als Normalo oder Sonstiger kann man den Umgang mit solchen Personen nur meiden (weglaufen!), weiß ich aus Erfahrung, weil man dabei immer nur verlieren kann, da man ja selbst anständig ist. Es sollte auch in gesellschaftlichen Zusammenhängen beachtet werden, solche Personen, gerade wenn nicht unter professioneller Supervision stehend, keinesfalls leichtfertig zu integrieren.

    Wer nun die Gewalttäter sind, scheint nicht bekannt zu sein, doch vergleichbare Fälle von gewalttätiger, überheblicher und realitätsverzerrter Selbstjustiz finden sich in Linden auch im Zusammenhang mit denn’s Biomarkt (den ich ja ebenfalls scheußlich finde, aber …) oder dem privaten Neubau an der Limmerstr. 98 (und vielen anderen Beispielen, die sich recherchieren lassen).

    Da scheint es tatsächlich mitten unter uns eine linke, autonome, gewaltbereite und -tätige Szene zu geben, die Anderen ihre grundgesetzlich garantierte allgemeine Handlungsfreiheit zu nehmen versuchen.

    Da sollten Bürger, Polizei und Verfassungsschutz ihre Augen schärfen.

    Für weitere Eindrücke siehe auch das „Spezial: Gentrifizierung oder was?“:
    http://www.hallolinden.de/2012/html/bericht_71-12.html

    – Ich selbst finde diesen autonomen Extremismus schade und kontraproduktiv, weil auch ich erkenne, dass zunehmend Sozialstaat, Rechtsstaat und die Grund- und Menschenrechte auf nicht hinnehmbare Weise eingeschränkt werden zugunsten der zahlenmäßig eigentlich wenigen Machteliten, und das in außerordentlich gravierender Weise. Wogegen der demokratische Bürger sich dringend verwehren muss oder sollte.
    Aber Selbstjustiz und Gewalt werden diese Entwicklungen nur noch fördern, z. B. durch mehr und restriktivere Polizei und Überwachung – wogegen die Autonomen noch stärker rebellieren müssen – und so nimmt die Eskalationsspirale ihren Lauf.

    In Europa, in Deutschland, und selbst auch in Linden werden die Extreme immer stärker und ausgeprägter werden in den nächsten Jahren, und danach (schon jetzt immer stärker erkennbar) – Deckel drauf! – werden wir eine Orwellsche Diktatur bekommen und Repression vom Feinsten. Das ist das, was ich glaube und sehe.

    Es ist aber kein Lösungsansatz, diese Entwicklung auch noch zu anzuheizen, im Gegenteil.

    1. Wie schon in anderen Beiträgen hier angesprochen, würde auch ich „die Antifa“ eher als Obergriff für heterogene Gruppierungen. Sich gegen Faschismus, überbordenden Neoliberalismus bzw. Kapitalismus u. Ä. einzusetzen, finde ich ja grundsätzlich auch lobenswert.

      Im linksradikalen Spektrum werden die potenziellen Gewalttäter oft als „Autonome“ bezeichnet; der Verfassungsschutz verwendet dafür den Begriff „Linksextremismus“.

      In der kurdischen Unabhängigkeitsbewegung ist ein ähnliches Spektrum zu finden.

      – Interessant ist nun, dass radikale Kurden, die sich für die Halim Dener-Kampagne engagieren, etwa ab 2014 einen vermehrten Schulterschluss mit radikalen Biolinken angestrebt haben, siehe das Interview mit jungen HD-Aktivisten [1]. Die Biolinken hatten zuvor die kurdischen Probleme und Anliegen eher als externe Angelegenheiten betrachtet.

      Das Interview ist auch insofern interessant, als das beide Interviewten Ablegern bzw. Jugendorganisationen der PKK angehören, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden (siehe den (vorläufigen) niedersächsischen Verfassungsschutzbericht 2016 [2] (nVSB)).

      Für die Erkenntnisse des nds. Verfassungsschutzes dazu bitte im Dokument [2] nach „Ciwan“ bzw. „YXK“ suchen. In den extremistischen Ausprägungen ist dort von martialischen Auftritten und eher vereinzelten Anschlägen gegen türkische Mitbewohner die Rede. (Ich würde sagen, das spielt so in einer Liga mit den Lindener Ahoi-„Vögeln“.)

      – Die vorletzte Halim Dener-Demo in Hannover 2014, zu seinem 20. Todestag, war wohl besser besucht als diejenige 2017 – auch wegen der teils von weither angereisten Biolinksradikalen (siehe Interview), von denen ich einen sehr anschaulichen und ausführlichen Bericht [3] gefunden habe. Bis auf vereinzelte strafbare, aber gewaltlose Exzesse blieb aber auch diese Demo friedlich.

      Es gibt also eine Unmenge an Verflechtungen zwischen harmloseren (demokratischen) Gruppierungen und gewaltbereiten (undemokratischen) aller Schattierungen. Auch die Verbindungen von der Partei Die LINKE zu als linksextremistisch eingeschätzten Organisationen werden im nVSB [2] gesondert behandelt.

      – Nun liegt es mir fern, „den Teufel an die Wand malen“ zu wollen, zumal ich eine kurdische Unabhängigkeitsbewegung unbedingt unterstütze. In einem anderen Beitrag hatte ich ja schon den Begriff „Genozid“ verwendet für die Gräueltaten, die die Nationaltürkei ihren kurdischen Bürgern antut, und den Begriff halte ich für nicht übertrieben (zum Begriff siehe Wikipedia).

      In Deutschland, im Gegensatz zur Türkei, sehe ich ein Widerstandsrecht aber nicht gegeben. Allerdings wird das PKK-Verbot in Deutschland hauptsächlich mit deren Aktionen bzw. Anschlägen in der Türkei begründet, was als Begründung (das wird auch, glaube ich, weithin anerkannt) zumindest nicht völlig hieb- und stichfest ist.

      Ein wichtiger Grund für das PKK-Verbot in Deutschland wird diplomatischer Natur sein (bilaterale Beziehungen, Stimmung der Deutschtürken). Die Dinge sind komplex.

      Im Interview [2] wie auch im nVSB [3] ist auch gut nachvollziehbar, wie kurdische Aktivisten von Polizei und Verfassungsschutz (auch für meine Begriffe oft viel zu) schnell in einer extremistischen Ecke gesehen werden und dann (zu Unrecht) unter Strafverfolgung leiden.

      Z. B. war bei der Großrazzia im UJZ letztes Jahr ja wohl so gut wie nichts gefunden worden. Trotzdem schüchtern solche Polizeimaßnahmen ein, mindern das Vertrauen in den Rechtsstaat bzw. stacheln zu Radikalität auf.

      Insofern finde ich selbst die offenbar zunehmenden Verflechtungen von türkischen Radikalen auch mit Biolinksextremen unselig. Kriminalität wird den schon menschenrechtlich arg mitgenommenen Kurden keine Sympathien bringen.

      – Übrigens ist heute auch der bundesdeutsche Verfassungsschutzbericht erschienen [4]. In der Presseerklärung dazu sagte der Bundesinnenminister, die Misere:

      „Deutschland ist mehr denn je zuvor Spiegel und Resonanzboden innertürkischer Ereignisse. Der PKK und verschiedenen türkischen linksterroristischen Gruppierungen steht dabei eine inzwischen beachtliche Zahl organisierter türkischer Rechtsextremisten gegenüber. Das sich hieraus ergebene Spannungsfeld ist gekennzeichnet durch hohe Emotionalisierung, verbale Provokationen sowie – wenn auch in einem bislang geringen Umfang – körperliche Auseinandersetzungen.“

      Auf Telepolis wird dies als „[u]ngewöhnlich im Vergleich zu früheren Berichten“ beschrieben [5].

      – Türkische Rechtsextremisten sind mir selbst in Linden kaum aufgefallen bis auf ein paar extreme Situationen, die wohl salafistischen Hintergrund haben, und wozu ich hier schon geschrieben hatte (vollverschleierte Frauen mit Pascha, und IS-Kopfabschneider imitierende Jugendliche, die wohl großteils türkisch waren).

      Allerdings habe ich in einzelnen Gesprächen mit an sich liberal scheinenden Türken erfahren, dass diese (nach „Erdogan ist ein Arschloch“) dann doch mit Selbstverständlichkeit einen aus deutscher Sicht extremen Nationalismus an den Tag legen können.

      – Und selbst Pierre Vogel bin ich auf der Limmerstraße schon begegnet, wie ich im Nachhinein erkenne, mit vollverschleiertem Anhängsel. Vogel ist der rotbärtige salafistische Prediger, auch aus vielen Videos bekannt, der in seiner hannoverschen, derzeit wohl nord-lindener Heimatgemeinde, das salafistische „Wunderkind“ Safia hochzog [6].

      Safia S. ist diejenige, die letztes Jahr, dann 15 Jahre alt (und zu diesem Zeitpunkt normal und lässig gekleidet), am hannoverschen Hauptbahnhof einem Polizisten mit dem Messer in den Hals stach.

      Entsprechend mache ich zum Thema Extremismus auch auf das „Spezial: Salafisten in Linden“ aufmerksam [7].

      [1] https://de.indymedia.org/node/249
      [2] http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/aktuelles_service/publikationen/publikationen-54339.html
      [3] http://lowerclassmag.com/2014/06/576/
      [4] https://www.verfassungsschutz.de/download/vsbericht-2016.pdf
      [5] https://www.heise.de/tp/features/Verfassungsschutz-Zahl-der-gewaltbereiten-Extremisten-gestiegen-3763526.html
      [6] https://www.youtube.com/user/EINLADUNGZUMPARADlES
      [7] http://www.hallolinden-db.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/hallolinden-db.de/Kurzmeldungen/Kurzmeldungen_2006_&localparams=3&db=Kurzmeldungen&cmd=list&range=0,20&Datum%3E-3000&LiLi==1&Verbergen==1&cmd=all&Id=19900

  2. Was zur Hölle hat die türkische Regierung mit einem Halim Dener Platz in Linden zu tun ?
    Wir brauchen nicht türkische Konflikte nach Hannover zu holen.
    Deshalb sind für mich Linke geistige Brandstifter.

  3. Und schon geht das Theater los. Der Stadtrat wäre gut beraten den Platz zu benennen. Am Besten nach einem ermordeten Polizisten.
    Und danach gilt es, diesen Bezirksrat zum Teufel zu schicken. Unruhestifter, Zwietrachtsäher.

    Unerträglich diese faschistischen Antifas.

    1. Der Bezirksrat ist aber gewählt, Herr Jost.

      Was den Platz angeht: Warum nicht einfach Velvetplatz, wie ihn die Anwohnenden eh schon nennen, und Ruhe ist?!

      1. Ja, der Bezirksrat ist gewählt. Aber nicht für ewig. Also davonjagen, die ideologisch verbohrten Unruhestifter haben es sich verdient.

  4. Für mich sind die Antifa’s die heutigen Faschisten, finde es erschreckend mit welcher SS-Methodik der „schwarze Block“ vorgeht. Einschüchtern, Gewalt anwenden und gegen alles hetzen was ihnen nicht passt.
    Antifa = Faschismus gegen alles andere

  5. Danke, lieber Anwohner, für den sachlichen Kommentar.

    Ich bin die ganze Demo mitgelaufen und habe alle Reden zwischendurch und auch die Sprechchöre gehört. Nach langjähriger Beobachtung gerade der Verhältnisse hier in Linden habe ich mir angewöhnt auf die „Feinheiten“ zu achten und diese dann in den entsprechenden Kontext zu stellen. Es ist ein Meinungskommentar, aber durchaus mit meinem Anspruch die sachlichen Verhältnisse überwiegend richtig einzuschätzen.

    Was alle Reden durchzieht ist die Projektion von durchgehenden Feindbildern – am intensivsten, wenn es sich um türkischstämmige Kritiker handelt.

    So überreichten Beispielsweise zwei nichtnationalistische und nichtfaschistische türkischstämmige Vereinigungen 4.000 Unterschriften an den Bezirksbürgermeister am 06.07.2017 gegen einen Halim-Dener-Platz.
    http://hallolindenlimmer.de/bezirksrat-4-000-unterschriften-gegen-halim-dener-platz-ueberreicht
    Auf den Demoreden war jedoch über diesen Termin immer nur von „faschistischer Propaganda“ und „Linden ist unser Viertel“ die rede, wo – dieser Logik folgend – andere dann nichts zu melden haben. Das ist meine Lesart aufgrund der bisherigen Erfahrungen.

    Nichtdemokraten:
    Die Linksautonomen sind sehr demokratiefeindlich, worüber hier bei halloLindenLimmer.de schon ausführlich berichtet wurde. Dazu gibt es auch eine ausführliche Zusammenfassung. Da die Datenbank gerade nicht funktioniert muß ich den Link später nachreichen.
    Hier ist schon mal ein Anfang:
    Die dort beschriebene Freiraumdemo wurde von der linksautonomen Kampagne Ahoi mit Sitz in der Fröbelstraße organisiert.
    Bitte die Videos anhören.
    http://www.hallolinden.de/2012/html/bericht_44-12.html

    Über die Nichtdemokraten Antifa und PKK kann man sich im Netz informieren. Die Antifa ist auch in Linden Aktiv und schlägt schon mal jemanden, der ihre Aufkleber abreist.

    Kann fortgesetzt werden.

    1. Guten Tag Herr Öllerer,

      Es gibt nicht „die Antifa“ sondern Antifaschist*innen. Es ist sehr wichtig nicht von der Antifa zu reden und Menschen, welche dies tun sofort zu korrigieren, insbesondere sollten diese Menschen sich als Teil dieser sehen.

      SG

      Dave Müller
      Fraktionsvorsitzender DIE LINKE.Linden-Limmer

      1. Ich nehme die Antifa als aktive Organisation wahr:
        * mit Logo
        * Ständen
        * Organisationsstruktur
        * eigener Internetseite
        * einheitlichem Auftreten

        Ich finde es wichtig diese Erkenntnisse auch im Wort Antifa auzudrücken. Auch weil diese sich selbst als Antifa ausdrückt, so wies sich Jemand als „Werner“ bezeichnet, der diesen Namen hat.

        Was soll daran falsch sein?

        1. Es gibt Stände, welche sich in der Antifaschistischen Aktion sehen. Nehmen wir z.B. „Aktiv gegen Rassismus“. Dies ist dann aber eine eigene Gruppe.

          Ich persönlich finde den Satz wichtig zu verstehen „Wenn du nur ein Antifaschist bist, bist du kein Antifaschist“.
          Es bedeutet in sofern immer, dass alles was du tust einer präzisen Analyse benötigt und dass deine Taten niemals Kapitalschlagung bedeuten.

          Die Organisationsstruktur ist weniger im Sinne einer klassischen Organisation zu sehen, sondern dass Antifaschist*innen als Lehre aus dem Faschismus nie wieder ohne Verbindung untereinander darstehen dürfen, soll es einen wirksamen Kampf gegen einen institutionellen Faschismus geben.

          SG

          Dave Müller

          1. Was für ein wirres Geschwurbel.

            Aber falls ‚SG‘ für sozialistische Grüße stehen soll, Gruß zurück.

          2. Hallo Lars,

            (ich hätte diesen Beitrag direkt unter Deinem eingehangen, aber das lässt das Forum glücklicherweise nicht zu wegen der Verschachtelungstiefe).

            das ist kein „wirres Geschwurbel“ für mich, sondern ich meine, jeden Teilsatz des linken Bezirksratsherren Müller zu verstehen.

            Die Haltung, die sich mir dort ausdrückt, ist die, die in jeder Kampfkunstschule gleich in der Grundausbildung vermittelt wird: Sich selbst zurücknehmen, sich einen Überblick über die Lage verschaffen, sich seiner Ziele klarwerden, auf das große Ganze sehen, nicht rein eigennützig handeln und sich nicht nur seinem Temperament hingeben. Seine Ressourcen schonen, die richtigen Zeitpunkte nutzen und dann gezielt tun, was der Sache am besten nützt.

            Die Volltrottel von Linksautonomen dagegen z. B., die bei der Halim-Dener-Demo 2014 gegen das Vermummungsverbot verstoßen und verbotene Flaggen gezeigt hatten (siehe Link [3] oben], hatten weder sich noch der Sache einen Gefallen getan, sondern im Gegenteil.

            Die meisten anderen Radikalen, ob rinks oder lechts, ob In- oder Ausländer, handeln genauso unüberlegt, und bewirken eigentlich das Gegenteil von dem, wofür sie zu stehen meinen. Und das sind dann diejenigen Radikalen, die zu Extremisten werden, und mit denen sich der Verfassungsschutz zurecht befassen sollte. – Dumpfbacken!

            Das sind dumpfe „Kämpfer“ (für welche ehrenwerten Ziele dann?), aber gewiss keine Kampfkünstler (noch nicht mal Kampfsportler). Und als Unterstützer für die kurdische Unabhängigkeitsbewegung haben diese Linksautonomen im Beispiel sich als komplett unzuverlässig erwiesen, so dass die Halim Dener-Kampagne derlei Experimente zur Zusammenarbeit (siehe Link [2] in meinem anderen Beitrag oben) dringend neu überprüfen sollte.

            Wenn man (im übertragenen Sinne) „kämpft“, muss man zuerst auf den Nutzen achten. Zumal alle Einsätze Ressourcen kosten und man bei jedem Kampf auch verlieren kann und, was noch wichtiger ist, dem Anliegen schaden.

            Wer das nicht begreift, den nimmt man nicht als Partner.

            Das ist, glaube ich, was Dave Müller meinte in Bezug auf die „Antifa“.

            P. S.: Von mir aus ebenfalls „sozialistische Grüße“!

            P. P. S.: Ich habe hier immer noch keinen Bundestrojaner drauf. Was soll ich noch machen? Windows installieren? 😉

    2. – „Die Linksautonomen sind sehr demokratiefeindlich […]
      Die dort beschriebene Freiraumdemo wurde von der linksautonomen Kampagne Ahoi mit Sitz in der Fröbelstraße organisiert.
      Bitte die Videos anhören.
      http://www.hallolinden.de/2012/html/bericht_44-12.html

      – „Hier ein Link zu den Linksautonomen der Kampagne Ahoi mit Sitz in der Fröbelstr. in Linden-Nord und die als Demokratiegegner eingeschätzt werden können:
      http://hallolindenlimmer.de/gruener-stadtrundgang-du-bist-bei-uns-nicht-erwuenscht-und-kannst-draussen-warten

      Ja gut, darunter sind extreme Dumpfbacken, die sich mit Abwertung, Gewalt und Sachbeschädigung über die Rechte Anderer hinwegsetzen. In der Soziologie und der Psychologie nennt man so etwas Dissozialität – umgangssprachlich nennt man solche Leute Asoziale oder Asis. Mit solchen Leuten hat die Polizei eine Menge Ärger, um die Anwohner zu schützen, und darum bitte ich auch dringend bzw. bestehe darauf.

      Ich bin jetzt überrascht, dass in den Kommentaren hier der Begriff „Antifa“ so vehement ins Spiel gekommen ist, wo ich die Demo am Halim-Dener-Platz eigentlich überhaupt nicht als extremistisch eingeschätzt hatte. Ich denke, es schadet auch den Anliegen der Kurden, wenn sie (auch) zum Spielball von Extremisten gemacht werden, die ihr eigenes Wertesystem über das demokratisch und gesellschaftlich vereinbarte setzen.

      Am Rand fransen die Unterstützer dann wohl aus. Das spricht aber nicht gegen die (objektiv gesehen: verletzten) Grundrechte der Kurden, sondern verschleiert sie leider nur in der öffentlichen Wahrnehmung.

      An sich mag ich ja die Graswurzelbewegungen. Faust, Glocksee, Kornstr. z. B. finde ich gesellschaftlich äußerst wertvoll (gerade auch mit den verschiedenen Selbsthilfewerkstätten (Fahrrad, Computer, Auto, Kunst) und Subkultur-Nischen) – und die waren sicherlich nicht konfliktfrei, ohne außerparlamentarischen Widerstand und selbst nicht ohne willentliche Rechtsbrüche entstanden.

      Auch verstehe ich, dass die Gesellschaft durch und durch korrumpiert ist. Zum Beispiel wurde vor wenigen Tagen das Bankgeheimnis komplett gestrichen (und noch mehr Verschlechterungen zum Thema „gläserner Bürger“ eingeführt). In den meisten Massenmedien (z. B. ARD oder Spiegel) wurde davon noch nicht einmal berichtet.
      Die USA führen völkerrechtswidrig und unter falschen Behauptungen schrecklichste Kriege bis aktuell hin zur fast höchsten Eskalationsstufe (daher auch die ganzen Flüchtlinge), und die Medien heißen es gut; die Politik (besonders auch die von der Friedensbewegung abgefallenen Olivgrünen) unterstützt das auch noch.

      Und in Linden-Limmer ignoriert OB Schostok mir-nichts-dir-nichts einen demokratischen Bezirksratsbeschluss, und die Lokalpolitik zu Fössebad und Hochbahnsteigen sehe ich ebenfalls sehr kritisch (wenn die Linken und Grünen endlich mal irgendwo an die Budget-Töpfe gelangen, aber alles auf Pump …).

      Der billigere NETTO-Markt auf der Limmerstr. ist weggefallen; stattdessen wird der REWE übermäßig dominant, Denn’s Biomarktkette macht dem alteingesessen Biomarkt Konkurrenz und beim neuen Rossmann sind jetzt fünf der sieben Kassen arbeitsplatzlos, zum Selbstscannen.

      – O tempora, o mores! Wo soll das nur hinführen?

      – Wollen die meisten Bürger diese Dinge? – Nein!

      Da kann ich schon verstehen, dass Manche denken, dass das jetzige Demokratiesystem grundsätzlich nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte und müsste.

      Gewalt und Selbstjustiz sind aber auch keine angemessenen Lösungen, und so habe auch ich keine. Politisch, kann man sagen, verharre ich momentan in einer Resignation.

      P. S.: Tut mir Leid, wenn ich hier immer so viel schreibe, und dann auch noch manchmal unausgereift. Aber dann sollen doch lieber mehr Andere dagegen- (oder dafür-) schreiben. Das hier ist doch eine gute Plattform. Mitgelesen wird ja offenbar – so schnell, wie zu manchen Themen die Kommentare kommen.

      Mir macht es einfach Spaß, über die Dinge nachzudenken, die ja Jeden etwas angehen und dann meinen Senf dazu abzugeben. Übers Schreiben lerne ich für mich mehr als nur übers Lesen, und es ist auch eine prima Freizeitbeschäftigung für mich.

      Und für die Möglichkeit dazu bin ich auch sehr dankbar. Viel Erfolg weiterhin!

  6. – „In den Reden auf der Demo werden alle türkischstämmigen Kritiker zu Faschisten und damit zu so etwas wie eine Art von „Todfeinden“ erklärt.“

    Das kann ich nicht nachvollziehen. – Ich war nur am Halim-Dener-Platz dabei, und dort war nirgendwo von Faschismus-Vorwürfen die Rede (falls ich nicht etwas verpasst habe) – auch in der Rede, die das Video wiedergibt, natürlich nicht.
    Auch die Grundstimmung war eine ganz andere als die der Feindseligkeit, nämlich friedlich und von bewusster Toleranz geprägt.

    Auch das überpauschalisierende „alle“ im Kommentar wirkt befremdlich.

    Zum Thema Faschismus dennoch die Anmerkung, dass auch weite Teile der biodeutschen Bevölkerung (und zwar von links über die Mitte bis sogar rechts) die derzeitige türkische Regierung als faschistisch einschätzen (siehe viele Kommentare auf heise.de/tp).

    Zum Thema „Todfeinde“ ist meine Einschätzung, dass Kurden sich typischerweise nicht als Aggressoren gebärden, aber tatsächlich Bedrängungen bis hin zum Genozid ausgesetzt sind. Dass sie also echte Todfeinde haben. Wenn meine Familie totgebombt würde und die Existenz aller Nachbarn zerstört, würde zumindest mir die Hutschnur reißen, und dafür sind die Kurden bewundernswert friedlich.

    – „Das Halim-Dener-Bündnis besteht zum erheblichen Teil aus Nichtdemokraten (PKK, Antifa, Linksautonome) mit Neigungen zu extremistischen Gewalttaten.“

    Für solche schweren Vorwürfe braucht man gute Belege. Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Demo-Teilnehmer schienen mir im Gegenteil ziemliche Normalos zu sein; auch die Website der „Kampagne Halim Dener“ wirkt durchaus seriös und rational und gesittet. Und nicht einmal die Spur von „Neigungen zu extremistischen Gewalttaten“ hatte ich auch nur irgendwo gewittert bei der Demo.

    – „Linden als „unser Viertel“ zu beanspruchen (Redetext) heißt faktisch das Grundgesetz hier für ungültig zu erklären.“

    Zunächst mal ist das hier mein Viertel, weil ich hier Anwohner bin. Wenn nun ein Anderer (ob Kurde oder nicht) hier legal wohnt und die normalen Rechte hat und meint, er könnte ebenfalls Ansprüche anmelden nach den allgemeinen Regeln, ist das in Ordnung. Leben und leben lassen.

    Aus einer so kleinen, vielleicht (oder nicht) danebengegangenen Äußerung aber Schlussfolgerungen auf die Grundgesetztreue zu ziehen, halte ich für völlig überzogen.

    – „Zu „Multikulti“ in Linden-Limmer gehörten schon immer auch türkische Nationalisten, Faschisten und Islamisten, Salafisten, etc.“

    Definitiv nicht! Was soll das? – Sollte der Kommentar etwa ein provokativer Satirebeitrag sein, und ich habe ihn nur nicht verstanden?

    – „Die Ansprachen bei der Halim-Dener Demo könnten daher auch wie eine Kampfansage an das friedliche Zusammenleben in Linden aufgefasst werden.“

    Nicht nach meinem Eindruck. Wie in einem anderen Beitrag schon geschrieben, hatten die Kurden nach der Demo noch „Spaghetti Bolognese und Salat für alle“ angeboten, und das wirkt demütig und geradezu flehend entgegenkommend und alles andere als extremistisch oder feindselig.

    Der Redner im oben gezeigten Video hätte fast das Heulen angefangen (hört man an der Stimme), als er die wohl einzige Ausfälligkeit der ganzen Demo hier beging, zu fordern, der Oberbürgermeister Schostok solle einfach die „Schnauze halten“. – Die Kurden leiden. Sie sind keine Aggressoren.

    Übrigens war sehr viel Polizei zugegen am Haram-Dödel-Platz – der größte Trupp versteckt und in Reserve ganz hinten am Pfarrlandplatz. Beobachtet habe ich ungefähr 12 Mannschaftswagen mit durchschnittlich wohl vier Polizisten pro Wagen, aber es waren natürlich noch viel mehr drumherum.

    Das war der friedfertigen Situation so nicht angemessen und wäre es wohl nur gewesen, wenn es zu gravierenden türkisch-kurdischen Ausschreitungen gekommen wäre. Nationaltürken hatte ich aber keine bemerkt, und nicht einmal eine (heute m. E. zu Unrecht) verbotene Pipifax-Flagge war gezeigt worden, so dass keinerlei Grund zum Eingreifen gegeben war.

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