21. Januar 2018

Kundenmeldung:

Neue Energieausweise?

Alte Energieausweise für Gebäude müssen jetzt unter Umständen ersetzt werden. Dies berichtet Haus & Grund Niedersachsen. Dazu Haus & Grund Verbandsvorsitzender, Dr. Hans Reinold Horst: Seit 2007 gibt es die Pflicht, Energieausweise für Gebäude auszustellen. Sowohl der Bedarfsausweis, der auf den bautechnischen Energiebedarf zur Beurteilung der energetischen Gebäudequalität abstellt, als auch der Verbrauchsausweis, der sich dafür nur an den bisherigen Energieverbräuchen orientiert, wurden damals für zehn Jahre ausgestellt. Deshalb sind Energieausweise aus dem Jahre 2007 jetzt zu ersetzen. Denn sie verloren am 31. Dezember 2017 ihre Gültigkeit. Bei Vermietung oder Verkauf muss der Gebäudeeigentümer aber einen wirksamen und gültigen Energieausweis unaufgefordert seinem Verhandlungspartner vorlegen, kommentiert Dr. Horst. Und weiter: Neue Energieausweise werden also immer dann erforderlich, wenn ein Gebäude verkauft, vermietet oder verpachtet werden soll. Auf energetische Kennwerte muss bereits in Immobilienanzeigen hingewiesen werden (BGH, Urteil vom 5.10.2017 – I ZR 229/16, I ZR 232/16 und I ZR 4/17).

Haus & Grund Niedersachsen empfiehlt deshalb, den Energieausweis so zeitnah wie möglich neu erstellen zu lassen. Denn der Gesetzgeber plant mit dem Gebäudeenergie-Gesetz (GEG), den energetischen Standard von Gebäuden schärfer zu bewerten. Deshalb muss damit gerechnet werden, dass Energieausweise nach diesem neuen Recht eine schlechtere energetische Gebäudequalität ausweisen, wenn es erst einmal Gesetz geworden ist.

Nähere Informationen erhalten Mitglieder bei ihrem örtlichen Haus & Grund Verein.

Der Landesverband Haus & Grund Niedersachsen ist Teil der bundesweiten Eigentümerschutz-Gemeinschaft mit insgesamt ca. 900.000 Mitgliedern. Bundesweit ist Haus & Grund der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland. Den Bundesverband mit Sitz in Berlin tragen 22 Landesverbände und über 900 Ortsvereine. In Niedersachsen vertritt Haus & Grund auf Landesebene die Interessen von ca. 60.000 Mitgliedern.

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21.01.2018

 

 

Kommentare

    1. – „scheisse schon wieder vergessen vorzulegen^^ fragt ja auch keiner“

      Der Wohnungsmarkt ist in den Städten so knapp, dass nach einem Energieausweis im Zweifel tatsächlich kein potenzieller Mieter oder Käufer fragen oder darauf bestehen würde. Ein Käufer wahrscheinlich schon, weil der Rechtslage nach ein Energieausweis ja vorgehalten werden muss, aber ein durchschnittlicher Mieter nicht. Der ist froh, wenn er überhaupt eine vernünftige Wohnung kriegt. Man sieht es ja auch schon bei einer Besichtigung, wo die Stärken und Schwächen einer Wohnung liegen.

      Solche Politik ist übrigens meistens auf die Grünen zurückzuführen. Da wüsste ich bessere Betätigungsfelder.

      1. Und gleichzeitig wird bekannt, dass in der Wasserstadt Limmer nur ganz wenig Sozialwohnungen mit dabei sein sollen. Begründung: Rentiert sich nicht. Haha!

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