23. August 2018

Titelbild: Planungsnahe Simulation zum Hochbahnsteig Küchengarten.

 

Beim letzten Wirtschaftsforum (15.08.2018) präsentierte die Region die bisherigen Vorschläge zur Bauplanung der drei Hochbahnsteige auf der Limmerstraße: Küchengarten, Leinaustr./Edeka und Ungerstr./Freizeitheim.

Danach wird die Bauzeit mindestens zwei – bis maximal sechs – Jahre dauern. Während der Bauphase wird es große Einschränkungen in der Benutzung der Limmerstrasse geben. Besonders betroffene Geschäfte werden nur schwer erreichbar sein und müssen mit Einbußen und evtl. sogar mit vorübergehender Schließung rechnen. Es besteht die Möglichkeit von Entschädigungszahlungen durch die Infrastrukturgesellschaft (Infra).

Außenbenutzungen für Gastronomie oder Auslagen werden an besonders betroffenen Stellen während der Bauphase nicht mehr möglich sein.

Veranstaltungen wie das Limmerstraßenfest müssen in der Bauzeit ausfallen.

Nach der Fertigstellung der Hochbahnsteige wird die Limmerstraße anders aussehen und auch teilweise eine andere sein. Die Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten werden dann als teilweise stark eingeschränkt erlebt werden.

Für Menschen mit Behinderungen werden die Möglichkeiten zur Benutzung der Stadtbahn dadurch erheblich verbessert.

 

Im Folgenden einige Folien der Präsentationen beim 49. Wirtschaftsforum

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Herr Ulf-Birger Franz (Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover) stellt zusammen mit Herrn Manfred Lockemann (nicht im Bild, Teamleiter Verwaltung der Region Hannover, Fachbereich Verkehr) die Planungen für die Hochbahnsteige auf der Limmerstrasse vor.

 

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Siehe auch HAZ << Limmerstraße wird zwei Jahre lang zur Baustelle
(Derzeit nur für Abonnenten)

 

Klaus Öllerer
23.08.2018/26.08.2018; 08:57

 

 

Kommentare

  1. Meine Güte, was wird hier für Trübsal geblasen! Ja die Lister Meile hat einen Tunnel und die Lindener haben keinen. Na und? Die beliebteste und kultigste Prachtstraße und Flaniermeile ist trotzdem die Limmerstraße und nicht die Listermeile. Und die Limmerstraße bleibt auch dann die beliebteste und kultigste Prachtstraße und Flaniermeile, wenn die Haltestellen Küchengarten und Leinaustraße mit Hochbahnsteigen ausgestattet werden. Und wenn durch den Bau der Hochbahnsteige tatsächlich Straßenraum in der Fußgängerzone verlorengeht. Na und! Dann verlängern wir ganz einfach die Fußgängerzone ab Kötnerholzweg bis zum Freizeitheim. Dann haben wir nicht nur die beliebteste und kultigste Prachtstraße und Flaniermeile Hannovers (und der ganzen Welt) sondern auch eine, die genau so lang ist wie die Lister Meile. Nur dass unsere Prachtstraße und Flaniermeile in Linden halt jetzt schon tausendmal prachtvoller und kultiger ist als die Lister Meile.

  2. – „Aux Champs-Elysées, aux Champs-Elysées
    Au soleil, sous la pluie, à midi ou à minuit
    Il y a tout ce que vous voulez aux Champs-Elysées“

    Es ist das Ende einer Legende:

    Dann ist für immer Schluss mit Lindens großzügiger Prachtstraße und Flaniermeile. Wie das Kaninchen starrt man auf die Schlange, in Agonie das Unmögliche gleichzeitig antizipierend und verdrängend. 2019 ist es so weit.

    1. Man könnte auch die Bahn in einen Tunnel legen, dann hätte man endlich die prachtvolle Fußgängerzone und Flaniermeile. Oder ist das dann nicht mehr Linden Style? Schaut euch doch nur mal die Lister Meile an, die haben das schon über 30 Jahre.

      1. Liebe Loide, das ist alles schon jahrelang diskutiert und auch dagegen protestiert worden. Hat nix genützt und nun soll´s halt angehen mit der Bauerei.

      2. 1971 begann der Bau des Ihmezentrums Dave. Damals wurde kein U-Bahn-Tunnel unter dem Ihmezentrum gebaut. Den hätte man aber bauen müssen, um die Linie 10 in der Limmerstraße durch den Tunnel zu schicken. So einfach ist das. Aber mal abgesehen davon. Hättest du Lust 15 oder mehr Meter unter der Erde am Küchengarten aus der Stadtbahn auszusteigen, um die Limmerstraße zu besuchen? Wenn es was gibt, was der großzügigen Prachtstraße und Flaniermeile Limmerstraße tatsächlich gefährlich werden könnte, dann wäre das ein Stadtbahntunnel. Aber der kann ja Gott sei Dank der Limmerstraße nicht mehr gefährlich werden (siehe oben).

        1. Es gibt die Idee, nach der Ihmeüberquerung sofort in einen Tunnel in einfacher Lage abzutauchen (so tief wie z.b. Kopernikusstraße). Dadurch reduzieren sich die Baukosten massiv, man ist nur 5 Meter unter der Erde (nicht 15) und die Limmerstraße wäre frei zum flanieren. Ergo: Ein Stadtbahntunnel ist die allerbeste Lösung, statt wie von dir, Henry, vermutet das Gefährlichste. Aber ob Linke und Grüne jemals einem Tunnel zustimmen würden? Zu 99% würde ich nein sagen…

          1. Tobi, du vergisst, dass die Stadtbahn Hannover auf den Planungen für eine Voll-U-Bahn basiert. Zwar glaube ich nicht, dass wir das noch erleben werden, dass in Hannovers Stadtbahn-Tunneln einmal über einhundert Meter lange und 2,90 m breite Voll-U-Bahn-Züge fahren werden. Aber tatsächlich basieren alle bisherigen Untergrund-Bauten darauf, dass diese Voll-U-Bahn noch Realität wird. Anders sind die immensen Kosten für den Tunnelbau auch gar nicht zu rechtfertigen und zudem würde man alles was bisher an Tunnelstrecken gebaut wurde, in Frage stellen, wenn man jetzt anfinge einen „Tunnel light“ zu bauen, wie du ihn vorschlägst. Ja, die Rampe zum relativ dicht unter der Erde gelegenen E-Damm-Tunnel ist rund 200m lang und damit wäre möglicherweise genug Platz für eine entsprechende Rampe von der Spinnereistraßenbrücke bis zur Einmündung Limmerstraße. Aber dort müsste eine so enge Kurve gebaut werden, dass dort niemals eine Voll-U-Bahn würde fahren können. Die braucht nämlich deutlich weitere Kurven-Radien. Unter dem E-Damm gibt es keine solche Kurve.
            So weit ich dass überschaue ist inzwischen selbst die D-Tunnel-Initiative, die den von dir gemachten Vorschlag einmal vehement vertreten hatte, inzwischen zumindest ein Stück weit davon abgerückt, weil ihnen diese Einschränkung bewusst wurde.
            Und noch etwas: Wie willst du den Geschäftsleuten, die jetzt mit Sorge auf rund zwei Jahre Baustelle vor ihren Eingangstüren blicken, denn den Bau eines Tunnels schmackhaft machen? Im Februar 1989 begannen die Tunnelbauarbeiten auf dem E-Damm, den du zum Vergleich heranziehst und erst im Herbst 1993 konnte der Fahrtbetrieb dort aufgenommen werden, das alleine sind also schon fast sechs Jahre Bauzeit. Und dann erst begannen die Ausgestaltungsarbeiten auf dem E-Damm. Dazu kommt: Dort war nur eine Rampe zu bauen.
            Und um gleich auch noch den Tunnelbohrern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Mit der Tunnelbohrmaschine lässt sich kein solcher Tunnel bauen, wie Tobi ihn vorschlägt, da sind größere Tiefen nötig. Auch der E-Damm-Tunnel, den Tobi zum Vergleich heranzieht wurde in offener Bauweise hersgestellt.

    2. Das Ende der großzügigen Prachtstraße und Flaniermeile ist schon so oft angekündigt worden, dass solchen Prophezeiungen ohnehin keiner Glauben schenkt. Denk mal nur daran zurück, als die Limmerstraße vor fast 20 Jahren vom Autoverkehr befreit wurde. Wer hatte damals nicht alles Kassandra-Gesänge vom drohenden wirtschaftlichen Niedergang und „Verslummung“ angestimmt, bloß weil ein paar Parkplätze entfielen.

      Und jetzt reden plötzlich alle über die angeblich so gefährlichen Hochbahnsteige. Leute – geht’s noch? Ja eine Niederflurbahn wäre moderner und schöner gewesen. Aber bitte der Zug ist abgefahren. Die Niederflurbahn hat man den Lindenern wohl nicht gönnen wollen. (Vermutlich deshalb, weil alle anderen sie dann auch hätten haben wollen.) Na und? Wir pfeifen drauf und machen das Beste draus.

  3. Man kanns auch übertreiben mit der Barrierefreiheit. Warum reicht denn nicht ein einziger Hochbahnsteig auf der Limmerstraße? Die schönste Straße Hannovers sollte der Inklusion nicht zum Opfer fallen

    1. Weil es eine Vorgabe gibt das bis eigentlich 2022 alle Haltestellen behindertengerecht sein müssen. Außerdem wird die Üstra ab voraussichtlich 2028 keine Fahrzeuge mit absenkbaren Trittstufen mehr haben!
      Also wählen sie bitte die 2 Haltestellen die dann wegfallen sollen!?

    2. Angry Man, Ärger ist ein schlechter Ratgeber. Und wenn ihr Name Programm bei Ihnen ist, dann sollten Sie versuchen, darüber wegzukommen. Wer Inklusion als etwas bezeichnet, dem etwas „geopfert“ werden müsste, der hat Inklusion nicht richtig verstanden. Leider wird immer wieder von Inklusionsgegnern so getan, als ginge es dabei um etwas, das von allen Opfern einfordert, ohne etwas dafür zu bekommen. Nehmen Sie die Geschäftsleute auf der Limmerstraße (vielleicht gehören Sie ja selbst dazu?). Die profitieren doch am meisten davon, dass mit den Hochbahnsteigen Kunden zu ihnen kommen können, die es jetzt wegen fehlender Barierrefreiheit nicht können. Und in die Zukunft betrachtet werden ihnen Kunden erhalten bleiben, von denen heute viele noch gar nicht daran denken, dass sie vielleicht mit zunehmendem Alter nicht mehr ganz so gut zu Fuß sein werden.

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