10. Januar 2018

Der Vorsitzende der Eigentümer-Verwaltungsbeiräte im Ihme-Zentrum, Jürgen Oppermann, hat in einer öffentlichen Stellungnahme den Verein Zukunftswerkstatt kritisiert. Er warf der Zukunftswerkstatt vor sich nicht an die Regeln des Hauses zu halten und dort Veranstaltungen durchzuführen.  Es seien jedoch „eingetragene“ Büroräume und daher dafür nicht vorgesehen.

Oppermann wirft dem Verein vor nach „Gutdünken und Gutsherrenmanier“ sich nicht an demokratische Entscheidungsprozesse zu halten. Wer mit deren Ideen nicht einverstanden sei werde als „potentieller Gegner“ bekämpft.

Auszug aus der Stellungnahme von Jürgen Oppermann:

… Die Ihmeplatz-7E-GmbH kann daher nicht nach Gutdünken und in Gutsherrenmanier für sich gewisse Regelungsinhalte der Teilungserklärung ausschließen, wie in diesem Fall die Zweckbestimmung von Raumeinheiten.

Herr Mönninghoff, einer der Geschäftsführer der Ihmeplatz-7E-GmbH, nimmt für sich in Anspruch, bestandskräftige Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft Ihme-Zentrum Hannover für gegenstandslos zu erklären und fühlt sich auch nicht an einen beschlossenen und gültigen Wirtschaftsplan gebunden, in dem für jeden Raumeigentümer die Höhe des zu zahlenden Hausgeldes festgelegt ist. Vom Amtsgericht Hannover wurde die Ihmeplatz-7E-GmbH verurteilt, das ausstehende Hausgeld an die Eigentümergemeinschaft zu zahlen.

Die Ihmeplatz-7E-GmbH hat es versäumt, sich vor dem Erwerb der Raumeinheiten über die Zweckbestimmung der betreffenden Raumeinheiten zu informieren.

Die Ihmeplatz-7E-GmbH, das Experiment Ihme-Zentrum sowie der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum sind eng miteinander verknüpft. Für einen Außenstehenden ist kaum ersichtlich, welcher der hier maßgeblich handelnden Personen nun Stellung für den Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, das Experiment Ihme-Zentrum oder die Ihmeplatz-7E-GmbH bezieht. Ebenso verhält es sich mit den Internetseiten, auf denen die drei Protagonisten ihre Mitteilungen oder Erklärungen der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Mit einer unvollständigen, bzw. verzerrten Sachverhaltsdarstellung möchten die hier federführend handelnden Personen erreichen, dass der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum in der Öffentlichkeit als bedauernswertes Opfer wahrgenommen wird. Dem öffentlich gemachten Vorwurf, dass Verwalter und Verwaltungsbeirat Wohnen die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hier schikanieren bzw. gängeln, muss entschieden widersprochen werden. Bereits in der Vergangenheit hat die Eigentümergemeinschaft den Verwalter ermächtigt, gegen die zweckbestimmungswidrige gewerbliche Nutzung von Wohnungseigentum außergerichtlich bzw. gerichtlich vorzugehen. Ich verweise hier auf die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft aus den Jahren 2004 und 2005.

Verwalterin und Verwaltungsbeirat Wohnen kommen auch hier lediglich ihrer Verpflichtung entsprechend der Teilungserklärung und des Wohnungseigentumsgesetzes nach.

Zunächst hatte ich als Verfasser dieser Stellungnahme den Verein sowie seine Vorstellungen und Ideen als positive Entwicklung für das Ihme-Zentrum Hannover wahrgenommen. Im Laufe der Zeit und mit den Erfahrungen, die ich mit der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum bzw. mit den hier maßgeblich handelnden Personen gemacht hatte, musste ich den zunächst positiv gewonnen Eindruck leider revidieren.

Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum beabsichtigt, nicht nur die baulichen sondern auch die gesellschaftlichen Strukturen innerhalb der Liegenschaft Ihme-Zentrum Hannover zu verändern. Der Verein hält seine Vorstellungen von einem zukünftigen Ihme-Zentrum für die einzig Richtigen und gegebenenfalls muss man die Raumeigentümer im Ihme-Zentrum zu ihrem „Glück“ zwingen.

Das Recht der Eigentümer, selbst über ihr Eigentum zu entscheiden und in einer Eigentümerversammlung auf demokratischem Weg die Willensbildung der Eigentümer zu manifestieren, wird von der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum nicht in Erwägung gezogen.

In einer Gesprächsrunde am 14.09.2017, an der die Vereinsmitglieder Herr Mönninghoff, Herr Runge, Herr Fahrenhorst und Herr Alexander sowie Herr Jaskulski, die Verwaltungsbeiräte Wohnen Frau Mercuri und ich, die Sprecherin Frau Zogall, die Sprecherin Frau Obenhaus, die Sprecher Herr Klingner und Herr Liehr, teilgenommen hatten, hatte ich die beteiligten Vereinsmitglieder aufgefordert, ihre Ideen und Vorstellungen bezüglich des Umbaus und der Revitalisierung des Ihme-Zentrums als Beschlussanträge zu formulieren und diese der Eigentümergemeinschaft zur Beschlussfassung vorzulegen. Stellvertretend für den Verein hatte Herr Mönninghoff dieses Procedere ausdrücklich abgelehnt. So wird ein demokratischer Vorgang entdemokratisiert, in dem man den Eigentümern die Entscheidungshoheit entzieht, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, dass die eigenen Beschlussanträge abgelehnt werden. So hält man sich die Möglichkeiten offen, die eigenen Vorstellungen unter Ausschluss der Eigentümergemeinschaft durchzusetzen.

Weiterhin zieht der Verein in Erwägung, die Eigentumsverhältnisse im Ihme-Zentrum zu verändern. Das bedeutet, auf die eine oder andere Weise Raumeigentümer zu enteignen.

Die Handlungsweise der Zukunftswerkstatt ist allenfalls geeignet, innerhalb der Eigentümergemeinschaft für Unfrieden und Unsicherheit zu sorgen. So wird versucht, eine Eigentümergemeinschaft zu destabilisieren, die über Jahre zusammengewachsen ist und sich ihrer Rechte und Stärken bewusst ist.

Kritiker, die die Vorgehensweise des Vereins nicht gutheißen, sind potentielle Gegner, die es zu bekämpfen gilt. Nicht nur der Investor wird angegriffen und in Frage gestellt, sondern auch Verwalter und Verwaltungsbeirat, also jene demokratisch gewählten Organe der Eigentümergemeinschaft, die sich für den Erhalt der Liegenschaft Ihme-Zentrum Hannover einsetzen und die Interessen und Rechte der Eigentümer vertreten, um Schaden von der Liegenschaft und den Eigentümern abzuwenden.

Hannover, 08.01.2018

Jürgen Oppermann
(VBR Vorsitzender)
Ihmepassage 10
30449 Hannover

Quelle: >> Ihme-Zentrum Hannover-Linden

Bisherige Veröffentlichen: >> Schlagwort Ihme-Zentrum

Auch lesen: >> HAZ v. 09.01.2018

 

10.01.2018

 

 

Kommentare

  1. ach bin ich froh das unsere verstorbene mutter niemals schulden haben wollte, sonst hätten wir noch das studentenwohnheim für 1,1 mio gekauft^^ brigitte kirstein war als kurze zeit eigentümersprecherin ihmeplatz 1, gewohnt haben wir 4a im siemchen haus^^

  2. Die komplette Stellungnahme gibt es auch ohne Bezahlschranke auf der „offiziellen“ Internetseite des IZ (wird betrieben durch cardea Immobilien; die Hausverwaltung des IZ).
    ihme-zentrum-hannover.de

      1. Danke für die Veröffentlichung hier.

        Schon eine interessante (andere) Sichtweise der Vorgänge, die dort dargelegt wird.

        Die interessantesten Stellen für mich sind die mit Bezug zu einem gewissen Herrn Mönninghoff, hehe. Erst kein Hausgeld zahlen und es dann ablehnen seine tollen Pläne der Eigentümergemeinschaft zur Abstimmung vorzulegen.

        Vielleicht sollte dieser Mönninghoff bei Stadt Hannover reaktiviert werden; eventuell wird ja auf der Härke-Position doch noch wieder eine Stelle frei?!?

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