6. Mai 2018

Titelfoto: Entwurf des geplanten Durchganges von Blumenauer Straße zur Ida-Arenhold-Brücke mit viel Außenlicht

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Der geplante Durchgang im Ihme-Zentrum wird als Schlüsselprojekt angesehen und mit  drei Millionen Euro öffentlicher Gelder gefördert, davon eine Million von der Stadt. Dadurch soll das Ihme-Zentrum wirksamer in das Umfeld integriert werden und das wird als so etwas wie ein erster Schritt angesehen.

 

Am letzten Samstag, 05.05.2018, veranstalteten Stadt, Investor und Verwalter eine öffentliche Führung durch das Ihme-Zentrum und stellten die beabsichtigten Revitalisierungsmaßnahmen vor. Ungefähr hundert Interessierte waren erschienen.

„Die Probleme des Ihme-Zentrums liegen augenfällig in dem leergefallenen teilweise abgebrochenen Gebäudesockel, der sich über die gesamte Fläche zwischen dem Ihmeufer und der Blumenauer Straße sowie der Spinnereibrücke und dem Capitol über drei Etagen erstreckt. Bei der Erneuerung des Sockels und der Gewerbeflächen des Ihme-Zentrums liegt ein wesentliches Interesse der LHH in einer guten Einbindung und Vernetzung des Ihme-Zentrums mit seinem attraktiven Umfeld, dem urbanen Linden auf der einen und der Ihme mit ihrem beliebten Ufersaum auf der anderen Seite. So soll als geförderte Maßnahme im Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ ein attraktiver und sicherer Fuß- und Radweg durch das Ihme-Zentrum entstehen. Der Förderzeitraum zur Umsetzung läuft über fünf Jahre bis zum Jahr 2021. Diese Maßnahme steht in Zusammenhang mit der durch den Investor Intown geplanten Neuorganisation und Belebung des Sockelgeschosses. Es bestehen ebenfalls Überlegungen, Teilflächen im Ihme-Zentrum dem Stadtteil für gemeinschaftliche Nutzungen zu öffnen. Begleitend zu den baulichen Fördermaßnahmen und der geplanten baulichen Erneuerung der Fassade und der Gewerbeflächen durch den Investor sind Gespräche und Abstimmungen mit allen EigentümerInnen, AkteurInnen und der Stadtteilöffentlichkeit über die gemeinsame Zukunft im Ihme-Zentrum vorgesehen.“ (Auszug aus Einladungstext)

 

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Das Ihme-Zentrum: „Gestern – Heute – Morgen – Übermorgen“ auf zwei Wandplakaten

 

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V.l.n.r.: Architekt Gerd Runge,  Sascha Hettrich (Intown), Torsten Jaskulski (Verwalter) und OB Schostok (2. v.r.) informierten die Anwesenden

 

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Foto: O.

 

Fotos: Ilse Paul, wenn nicht anders genannt

 

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Kommentare

  1. Wer im vorletzten Bild nicht auf irgendwelche Rückansichten oder Versprechungen (aua!) achtet, der sieht das Gesicht von Sascha Hettrich (Intown), wie er auf die Ansprache von Gerd Runge (Zukunftsverein) reagiert; ungefähr so wie ich, wenn ich die kruden Thesen höre: Häää, watt willst Du denn?!?

    Zu den massiven Subventionierungen ist ja schon alles gesagt. Aber lustig, wenn dann die Zahlen nichtmal stimmen und sich in zwei Sätzen dreimal selbst widersprochen wird 😉

  2. Im vorletzten Foto lässt sich gut erkennen, wie vorteilhaft enge Jeans sitzen können (zusammen mit dem Lifestyle-Rucksack ein ganz ordentliches Versprechen). Die prominenten älteren Herren drumherum lassen sich davon aber nicht beeindrucken, gucken sich höchstens selbst an und tun so, als würden sie wenigstens mit sich selbst über etwas reden, während sie sich dabei fotografieren lassen.

    – Die Durchquerung zur Ida-Ahrens-Brücke hatte ich einige Jahre mit dem Fahrrad genutzt. Bislang waren mir dort noch nie Ratten aufgefallen, Sperrmüll im Weg oder schimmelnder Hausmüll. Da hatte also die Hausverwaltung funktioniert. Schön, dass es nun noch besser werden soll.

    – Dass dafür aber die Stadt satte 3 Millionen spendiert, unterstützt mal wieder meinen Standpunkt, dass das Projekt Ihmezentrum massiv öffentliche Quersubventionierung erfährt. Wie inzwischen nicht nur mehr auf medialer, sondern selbst auf politischer Ebene bestätigt, landen Einnahmen und Steuern offenbar im Steuerparadies Zypern. Das Geld geht da von Arm nach Reich. Für einen Radweg, der sowieso schon seit Jahren und länger uneingeschränkt besteht und bis auf einen helleren Anstrich gar nicht groß verbessert werden kann. – Drei Millionen. Aus öffentlichen Mitteln, vom Steuerzahler.

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