4. Januar 2019

Die Initiative >> Jamiel-Kiez möchte den Bereich der drei Straßen Jakob, Minister-Stüve, und Eleonoren Straße in Linden-Mitte weitgehend autofrei gestalten.

Dagegen hat sich inzwischen eine andere Initiative – >> Elminja-Kiez – auf Facebook gebildet. Dort wird engagiert gegen Jamiel-Kiez gewettert.

Während Jamiel-Kiez auf Facebook nur für Mitglieder zu lesen ist, ist der Kontrahent >> Elminja-Kiez für alle offen.

Am 15.01.2019 plant Jamiel-Kiez eine Veranstaltung am Schwarzen Bär.

Jamiel-Kiez

Nächstes Treffen:
15.01.2019, 19.00 Uhr in der Galerie BOHAI, Schwarzer Bär 6.

Der Schwerpunkt dieses Treffens ist: Wird der Jamiel-Kiez die erste Anwohnerzone Hannovers? Vergleichbar mit den bereits seit 2016 realisierten „Superblocks“ in Barcelona:

* Mehrere Straßen bzw. Blocks werden zusammengefasst, wie beim Jamiel mit der Jacobs-, Minister-Stüve-, Eleonoren- und Heesestraße.
* Diese werden Anwohnerparkzonen, um den Parkdruck zu verringern. (Durch Besucher des Lindener Marktes, des Capitols etc.)
* Die Zufahrt mit dem Auto ist nur Anwohner*innen gestattet, um den Durchgangs- und Parksuchverkehr zu minimieren. (Ausnahmen: Müllabfuhr, Anlieferung, Handwerker, Krankenwagen, Taxi etc.)
* Es gilt die Spielstraßenregelung, um Kindern und Fußgängern mehr Raum zu geben. (Fahrzeuge müssen Schrittgeschwindigkeit fahren.)

Beim Treffen am 15.01.2019 wird Adam Wolf (Adam Wolf), Abgeordneter der Piraten-Partei im Stadtrat, der zwölf Jahre in Barcelona gelebt hat, von seinen Erfahrungen ebendort berichten. Adam Wolf beabsichtigt außerdem, den Jamiel als erste Anwohnerzone bzw. Superblock Hannovers im Stadtradt zu beantragen. Außerdem wird die ZEIT-Journalistin Andrea Reidl (>> Andrea Reidl) anwesend sein und über deutschland- und europaweite Projekte moderner Stadtentwicklung erzählen, wie z. B. über Vitoria-Gasteiz, einer 240.000 Einwohnerstadt in Nordspanien, in der auch Superblocks umgesetzt wurden. (>> blog.zeit.de)

Wir zeigen einen Film, der die Anwohnerzonen in Barcelona erläutert. >> (Film Barcelona)

Entnommen >> jamiel-kiez.de/jamiel_termine.html
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Antwort Elminja-Kiez

Von Facebook (FB):

„ACHTUNG: Wir veröffentlichen hier mal diese „private“ FB-Veranstaltung und den Text dazu. Warum? Weil diese Veranstaltung und ihr rund 1.000 Bewohner*innen betreffender Inhalt zum wiederholten Male ausschließlich für die 130 Mitglieder (95% davon weitestgehend inaktiv, eigentlich postet da nur einer…) der geschlossenen und mit drei „Bewerbungsfragen“ abgesicherten Jamiel-Kiez-FB-Gruppe zugänglich ist und auch öffentlich nicht teilbar ist.

Wir erinnern uns an die Beteuerungen der Jamiel-Kampagne, dass es lediglich um nachbarschaftliches Miteinander und heitere Straßenfeste gehen soll. Der Elminja-Kiez kritisierte diese fadenscheinigen Behauptungen von Anfang an, auch weil die Hauptakteur*innen, ihre Netzwerke und ihre Agenda nur allzu gut bekannt sind. Sie heißen PlatzDa ist hannovercyclechic, Hannovair Connection. Netzwerk für klare Luft und VCD Kreisverband Region Hannover e. V. und die Zugpferde dieser Initiativen wohnen teilweise nicht einmal in den zum Kiez hochgejazzten drei Straßen. Diese Veranstaltung und ihr Kerninhalt verdeutlichen, dass es um etwas ganz Anderes geht:

– der „Jamiel-Kiez“, den es nicht gibt, der nur eine orchestrierte Netzwerkkampagne war und ist, soll ein sogenannter „Superblock“ werden. – das heißt, dass die drei Straßen, geht es nach dem Imperativ der federführenden Kiezhelden, nur noch für Anwohner*innen mit dem Auto zugänglich und befahrbar werden sollen. Das gilt auch für die Parkplätze. – Alles wird zur auf Schritttempo beschränkten Spielstraße.

Diese ganze Kampage ist, wie befürchtet, ein totaler Closed Shop. Ein Steckenpferd einiger weniger Stadtentwickler, die sich einen Leuchtturm als „Vorbild für Hannover“ bauen wollen. Es ist die Vision einer bürgerlichen „Gated Community“ mit Durchfahrtsverbot für Nicht-Anwohner*innen. Als Argumentverstärker für den angeblich desaströsen Durchgangsverkehr, den man vielleicht erst einmal quantitativ/empirisch durch Zählungen belegen sollte, mussten in der Vergangenheit immer wieder alte Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderungen herhalten.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare und eine öffentliche Diskussion im Kommentarfeld, die anderswo aufgrund geschlossener, interner FB-Gruppen nicht möglich ist.“

Entnommen >> Facebook Elminja-Kiez

 

Zur Förderung der Debattenkultur sind unterschiedliche Sichtweisen willkommen.

 

öl/03.01.2019

 

 

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