22. Dezember 2017

Als Kulturdezernent hat sich Harald Härke (parteilos) immer wieder für das Ihme-Zentrum eingesetzt. Im Interview erklärt er, wieso das Quartier so großes Potenzial nicht nur für Kreative und Künstler hat und welche Rolle das Ihme-Zentrum bei der Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt spielen könnte.

Herr Härke, Sie gelten in der Öffentlichkeit seit Jahren als Politiker, der sich für eine positive Entwicklung im Ihme-Zentrum einsetzt. Ihre Mitarbeitenden unterstützen Bewohnerprojekte und Kulturinitiativen. Was bewegt Sie bei dem Thema?

>> weiterlesen bei Experiment Ihme-Zentrum

22.12.2017

 

 

Kommentare

  1. Wenn neben ihrer Wohnung oder ihrer Arbeitsstelle ein lustiger Musikant den ganzen Tag dieselben drei oder vier Stücke spielt, verstehen Sie die neuen Regelungen ganz schnell. Es ist zum wahnsinnig werden.

  2. Die Möchtegern-Kulturhauptstadt will 2018 erst mal die „Allgemeinverfügung Straßenmusik“ verschärfen, obwohl die Bedingungen für Straßenmusiker jetzt schon grenzwertig sind und viele Straßenmusiker schon jetzt faktisch in die Illegalität treiben.

    Schon jetzt aber werden die harten Vorschriften ordnungsrechtlich nicht umgesetzt. – Die Akkordeonspieler weniger als „20 m“ entfernt von der Außenbewirtschaftung der Snack-Fuctory oder vor Göing sind illegal – und der Konzertgitarrist mit Verstärker auch.

    Keyboards sind grundsätzlich illegal (da sie verstärkt werden müssen), alle Arten von Trommeln ebenfalls und immer, und für Blechbläser gibt es nur in der Adventszeit Ausnahmen. Ebenfalls ist es grundsätzlich nicht erlaubt, ein Halb-Playback darzubieten (und da gibt es noch ganze Kunstformen mit Sequencern; da habe ich mal eine Session am Strandleben erlebt), da, wie gesagt, Verstärker generell verboten sind.

    Die Vorschriften sind also bereits jetzt schon zu hart und zu rigide und grob holzschnittartig. Der Grund dafür, warum sie ordnungsrechtlich kaum umgesetzt werden (warum also die bereits jetzt großteils illegalen Straßenmusiker nicht belangt werden), ist, dass die Vorschriften praxisfern sind.

    Diese Vorschriften sollen aber noch verschärft werden. Nur noch an 17 Plätzen in der Stadt soll gespielt werden dürfen, und das auch nur noch zu wenigen Stunden.

    – Jetzt hätte ich noch Stories anzubieten zu meinen Kumpels, die ebenfalls auf verschiedene Weise Straßenmusik machen, und selbst ich musste es schon (1.800 km von Zuhause entfernt, ein Fahrrad, ein Banjo, aber kein Geld mehr), obwohl ich so schüchtern bin, aber das zu erzählen, wird zu lang, und jetzt ist ja auch erst mal wieder Winter, und dann auch noch die Feiertage: Kultur kommt dann 2018 wieder.

    P. S.: Die besten Wünsche an Herrn Härke. – Der Kulturdezernent ist ja unsinnigerweise immer noch unter Beschuss von allen Seiten (dass das so lange dauert, hätte ich vor ein paar Monaten gar nicht gedacht), obwohl er in der Verwaltung sicherlich eher einer der Besseren ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.