20. August 2018

Viele Extreme haben im trendigen Linden ihren Platz gefunden – nicht nur Partytouristen verbringen hier schöne Stunden.
Auch humpelnde Zigeuner sind penetrant am Betteln – gegensätzlich denkende Stadtteiljournalisten ab und an dabei einen Streit anzuzetteln.

Der Bauwagenplatz am Lindener Berg ein netter place to be für die Hippiekultur – gegenteilig das Ihmezentrum. Hier frag ich mich nur, was ist das für ein trister Ort – angemessen für Filmkulissen oder für den nächsten Selbstmord.

Hirnrissige Salafisten verbreiten von hier ihren fundamentalen Scheiß und wenn der ein oder andere Vermieter mal nicht weiter weiß, Kohle machen will und alt eingesessene Läden aus ihren langjährigen Quartieren schmeißt, dann ist die Gentrifizierungsdebatte neu entfacht und sich deswegen der Eine oder Andere ins Fäustchen lacht, wird es Zeit, dass es hier wieder richtig kracht.

Farbbomben und Pflastersteine fliegen durch die Fensterscheibe.
Die Ahoikonsorten sind ein fanatischer Klan, ein „Grüner“ führt sie alle an.
Doppelmoral und Widerspruch liegen im „Stadtteilleben“ in der Luft.
Hardcoreveganer und Pseudointellektuelle machen ’nen Dicken auf dem möchtegern toleranten Gelände.
Linden ist ein heißes Pflaster. Jeder der anders tickt und fällt aus dem Raster, wird bedroht und hart beschimpft – hier ist kein Platz für Freidenker, besser sie hauen ab – geschwind.

Am ersten wird es immer schlimmer – erhöhte Pennerpräsens auf der Limmer.
Frau kackt dann mal gegen Fensterscheibe, auf Facebook gehen ihr die angewiderten Lindener mit Spott und Ekel zu Leibe.
Das wohl bekannteste Alkifräulein des Stadtteils macht dann vor gar nichts halt, wenn ihre Stimme wieder durch Linden hallt und sie im Konfrontationskurs mit der Straßenbahn ist oder beim Rewe vor die Kühltruhe pisst, sollte man sie besser umgehen, sonst lässt sie einen nicht mehr gehen, nötigt dich mit ihr am Kiosk ’ne Runde zu drehen und dich beim Ausgeben von Bier auszunehmen.
Vielleicht sieht man sie dann später in der Faust oder Glocksee stehen.

Angetanzt, unter K.-o.-Tropfen gesetzt, missbraucht und ausgeraubt, so ist die ganze Nacht versaut. Die Betreiber von Faust und Glocksee juckt es nicht – angebliche Antikapitalisten haben nur Kohle in Sicht.
Haben Angst ihren Hardliner-Linken-Ruf zu verlieren, schmeißen sie die Antänzerdealer vom Glockseespielplatz raus, könnte man sie als Nazis demaskieren.
Die Glockseegroupies erfüllen solche Themen mit Langeweile, im Vordergrund steht Feiern auf der Partymeile.
K.-o.-Tropfen im Club bedeuten für sie einen möglichen super gratis Tripp, wer das nicht so sieht ist nun wirklich nicht hipp.

Das Straßenpanorama ist geziert von Kiosken, Dönerläden und Friseuren, vom Partytourismus lässt sich so mancher Einwohner stören.
Bierkotze und Scherbenhaufen, ein ständiger Begleiter, wenn wir Sonntags durch den wochenendverdreckten Feierkiez laufen.
Auch zu erwähnen sei die meist befahrene Fußgängerzone der Welt, die Frage für aufgestellte Verkehrsregeln habe ich mir oft gestellt.

Halim Dener oder Velvetplatz – ihr habt Sorgen, macht euch lieber Gedanken um morgen.
Denn schon jetzt ist Linden nicht mehr schön. Für viele kommt die Zeit zum Gehen.
Sie ertragen den Lärm und den Dreck nicht mehr und flüchten ohne Wiederkehr.
So werden immer mehr verschwinden, aus diesem ach so schönen Szeneviertel Linden.
Hier wird man wirklich nur noch bekloppt, wird Zeit dass das hier jemand stoppt.

Verfasser: Anonym

Titelbild: Limmerstraße

 

Anmerkung der Redaktion
Zur Förderung der Debattenkultur in Linden-Limmer werden hier auch Meinungsbeiträge veröffentlicht.
Andere Sichtwiesen sind willkommen.

 

20.08.2018/22.08.2018; 20:08

 

 

Kommentare

  1. Ein unfassbar schlecht geschrieb’nes gedicht
    Die Metrik allein schon gegen es spricht!
    Den Inhalt bezeichnest du selbst wohl nicht so.
    Auf Papier es mir reichte höchstens auf Klo.

  2. Ich wohne jetzt seit mittlerweile 9 jahren wieder in Linden-Nord, und will hier einfach nur noch weg. Es ist einfach nur noch unerträglich hier. Das hat absolut nichts mehr mit dem Linden zu tun, was ich damals in den späten 80ern, und frühen 90ern kennen und lieben gelernt habe.

    1. Ist doch eigentlich nicht akzeptabel, dass immer mehr Leute wegziehen wollen. Stattdessen sollten wir uns mehr dafür einsetzen, dass der Gröl- und Sauftourismus auf ein gesundes Maß eingedämmt wird.
      Warum sollten wir diesem primitiven Volk unseren schönen Stadtteil überlassen?
      Es liegt auch viel daran, dass Viele meckern, aber wenn es darum geht sich für Veränderung einzusetzen, haben alle gerade keine Zeit/Lust etc.
      Lasst uns das nicht einfach hinnehmen !!!
      Je mehr Leute den Mund auf machen, desto eher muss der Bezirksrat dann doch irgendwann mal den Allerwertesten hochkriegen.

      1. Der Bezirksrat ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Wenn die es wollten, hätten sie Jahre Zeit gehabt, etwas zu unternehmen. Ausreden „Können wir nicht“, „haben keinen Einfluss“ und das übliche BlaBlaBla ist das Einzige, was der Haufen zu Stande bringt. Solange nicht die ideologischen Schwellköpfe gegen realistische Politiker ausgetauscht worden sind, passiert hier gar nichts. Aber um einen Stadtteilplatz nach einem Terroristen zu benennen, dafür reißen die sich den Arsch auf.

        1. Man müsste mal unter den Schlafzimmerfenstern der Schnarchnasen vom Bezirksrat ordentlich Party machen, mit Techno-Bässen und Gegröle – vielleicht kapieren sie’s dann.
          Ach ja, und in die Hauseingänge pinkeln nicht vergessen!

          1. Ich vermute so ein Aktion würde die Gewünschten nicht treffen, weil sie selber um die Zeit Bestandteil der Partyszene sind. Nur die Nachbarn würden das ertragen müssen.
            Die einzige Chance besteht darin, die bei der nächsten Wahl zum Teufel zu jagen und auch ihre Parteien nicht mehr zu wählen, da sie den Willen der Mehrheit konsequent ignorieren. Und ehe einer auf die Idee kommt, die Mehrheit fände das „Geil“ was partymäßig abgeht, dem ist nicht so. Die Mehrheit wird durch dieses saumäßige Betragen tyrannisiert.

  3. Wer übrigens eine günstige kleine Wohnung in Wennigsen sucht, kann diese womöglich mietkostenneutral gegen seine nordlindener Wohnung eintauschen. Da habe ich einen Interessenten, dem es in Wennigsen ziemlich langweilig ist, und der darum oft täglich in die Stadt anreist.

    1. Der soll mal ein paar Wochen in der Nedderfeldstraße mit Schlafzimmer zur Straße wohnen. Dann wird er sich nach Wennigsen zurücksehnen.
      Lärm machen ist einfach, ständigen Lärm aushalten ist was anderes…

      1. Ich habe auch mehrere Jahre in der Nedderfeldstraße gewohnt und dort ist es nicht lauter als anderswo in der Stadt. Wer Ruhe sucht, sollte NICHT in der Stadt wohnen!

  4. Zustimmung auch von mir (bis auf das mit dem Ihme-Zentrum, hehe).

    Bezeichnend, dass dieses Gedicht anonym veröffentlicht werden MUSSTE!
    Den Shitstorm hätte ich mir auch nicht geben wollen….
    Aber toll, dass es im ach so liberalen und offenen Linden genau dazu gekommen wäre.

    Vielleicht überdenken die Grubes und die Gardemins mal endlich ihr nicht-Handeln in dieser Sache und…
    ….ach, ist die Mühe nicht Wert, dass zu schreiben….

    1. Leider wahr.
      Die Grubes und Gardemins kriegen nichts gebacken und haben auch kein wirkliches Interesse. Und selbst wenn, dann fehlt ihnen der Mut mal jenseits von Profit über die Dinge nachzudenken.

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