3. Dezember 2017

Zwischen Weckenstr./Ecke Comeniusstr. bis zum Ende der Windheimstr. wurden kürzlich 78 Fahrradbügel montiert. Der Abstand beträgt jeweils vier Meter.

Um den Bethlehemplatz gibt es besonders nachts einen hohen Bedarf an Parkmöglichkeiten für die Anwohner. Nun entfällt die Möglichkeit notfalls das eigene Auto auf dem breiten Bürgersteig abzustellen. Das war bis dahin noch möglich.

Ein großer Teil der Fahrradbügel blieb bisher ungenutzt.

 

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Weckenstr. am Bethlehemplatz, Ecke Windheimstr. (hinten rechts)

 

Eine Anfrage bei der Stadt ergab folgende Antwort der Presseabteilung:

„In der Windheimstraße wurden im Bereich vom Bethlehemplatz bis zur Windheimstraße Nr. 3 auf der bebauten Seite Fahrradbügel im Abstand von 4 m eingebaut, damit von den parkenden Fahrzeugen noch die Möglichkeit besteht durch die Lücken zu den Häusern zu kommen und den auf gesamter Länge vorhandenen Bedarf gleichmäßig abzudecken. In der Windheimstraße bestand vor dem Einbau der Bügel hoher Bedarf an sicheren Abstellmöglichkeiten. Es standen jede Menge Fahrräder an den Hausfassaden. Im Einmündungsbereich Fröbelstraße wurden zusätzlich Poller eingebaut um widerrechtliches Befahren des Gehweges mit Pkw zu verhindern.“

Der Leser möge selbst urteilen.

Siehe auch:
>> Linden-Nord: Parkplatznot und Fahrradbügel – Beobachtungen um den Bethlehemplatz bei einem Nachtbesuch

>> Spezial: Autos – Freund, Feind oder was? – in Linden-Limmer und anderswo

 

Klaus Öllerer
03.12.2017

Kommentare

  1. Die Verwaltungsantwort, „In der Windheimstraße wurden im Bereich vom Bethlehemplatz bis zur Windheimstraße Nr. 3 auf der bebauten Seite Fahrradbügel im Abstand von 4 m eingebaut, damit von den parkenden Fahrzeugen noch die Möglichkeit besteht durch die Lücken zu den Häusern zu kommen …“ ist sehr geschickt formuliert, denn es entsteht der Eindruck, dass die Frage an die Verwaltung so formuliert wurde, dass es den Fragenden darum ging, dass noch sehr viel mehr Fahrradbügel aufgestellt werden sollen.

    Aber wer weiß, vielleicht ging es ja den Fragestellern genau darum?

  2. Auf diesem Link zur früheren Berichtserstattung sieht man u. a. ein Foto auf dem zu erkennen ist, dass mehrere Fahrräder an Laternenmasten angeschlossen sind. Gleichzeitig stehen viele Fahrradbügel leer da. Vermutlich etabliert sich jetzt peu á peu das Parken an den neuen Radbügeln. Die Tage werden auch bald wieder länger als anstatt immer kürzer, und das wird viele wieder das Rad benutzen lassen. Schön, dass das Benutzen der Radbügel so aufmerksam von der halloLindenLimmer-Redaktion verfolgt wird. Obwohl ich bisweilen den Eindruck gewinne, der Redaktion geht es vor allem darum gegen die Radbügel-Aufstellung zu „wettern“ und stattdessen das Falschparken auf Gehwegen zu legitimieren.

    http://hallolindenlimmer.de/linden-nord-parkplatznot-und-fahrradbuegel-beobachtungen-um-den-bethlehemplatz-bei-einem-nachtbesuch/

  3. Danke für die Fahrradbügel in zweierlei Hinsicht mehr Platz für Fahrräder und keine illegal geparkten und nervende Autos auf dem Bürgersteig! Vielleicht trägt die prekäre Parkplatzsituation ja dazu bei das mehr Menschen ihr Auto abschaffen. Das wäre super!

  4. Nun, ich wohne nicht in Linden, kenne jedoch Parkplatzprobleme auch aus dem Stadtteil Ahlem. Da ich auch mit dem Rad fahre sage ich als Autofaher:
    Das Parken auf Fuß,- und Radwegen ist verboten, und kein Radfahrer kann dafür, dass sich gewisse Menschen wohl ein Auto, aber kein Quartier in einer anderen Wohngegend leisten können, und wollen.
    Als Radfahrer sage ich:
    Wer sein Fahrrad nachts einem solchen Metallbügel, und einem auch noch so teurem Fahradschloss anvertraut, der kann es auch gutgläubig, und gottesfürchtig ohne Schloss vor der Bethlehemkirche abstellen.
    Und, steht es jetzt 1:1? Nein, denn unsinnige Fahrradbügel sind nicht verboten, „frech-kommt-weiter“ jedoch manchmal schon.

    1. Das 1000 Euro-Rad kommt nachts rein, das ist klar. Aber tagsüber willst du es ja nicht zwei, dreimal in den Keller oder gar in die Wohnung schleppen.

      Die Stadtschlurre darf mal über Nacht draußen stehen bleiben. Und wenn sie mit einem guten Schloss an einem festen Gegenstand wie einem Bügel gesichert ist, sind die Chancen gut, dass sie da auch noch am Morgen steht.

  5. Da müsste man wohl schon etwas tiefer recherchieren, um an die Motivationen und Verantwortlichkeiten, die Planer und Entscheider in der Stadt zu geraten. Der Bezirksratsantrag an die Stadtverwaltung erfolgte pauschal und ohne jeglichen Umsetzungsvorschlag.

    Ein verständliches Motiv der Stadt wäre es, die Parkplatzkapazität zu Spitzenbelegungszeiten der angrenzenden öffentlichen Einrichtungen, Freizeitheim und Kirche, zu erhöhen. Davon ist in der Mitteilung der Presseabteilung aber nicht die Rede.

    Nach meinem eigenen Erkenntnisstand kann ich mir hier soweit kein fundiertes Urteil bilden.

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