23. Januar 2017

Die am Vormittag des 23.01.2017 angesetzte Räumung im Kötnerholzweg 32 wurde schließlich abgebrochen. Der Rechtsanwalt des betroffenen Mieters begründet dies wie folgt:

Der Gerichtsvollzieher hat die Räumung abgebrochen, weil sich herausgestellt hat, dass in den Räumlichkeiten noch eine zweite Person wohnt, die auch einen gültigen Mietvertrag hat und für die das Jobcenter auch Miete bezahlt.

Hintergrund

Der vom Räumungstitel betroffene Mieter hatte einen Untermietvertrag mit dem Hauptmieter der Räumlichkeiten abgeschlossen. Die vereinbarte Miete wurde dem vernehmen nach auch bezahlt.

Nachdem der Hauptmieter in Konkurs gegangen war, stellte sich heraus, dass der Vermieter des Gebäudes keine Miete erhalten hatte. Möglicherweise hatte er von den Untervermietungen auch keine Kenntnis. Dem Vernehmen nach betrachtet er die untervermieteten Räume als nicht geeignet zum Wohnen.

Als HARTZ-IV-Empfänger hat der betroffene Untermieter Anspruch auf eine alternative Unterkunft durch die entsprechenden Stellen.

Ein Zusammenhang mit dem Thema Gentrifizierung ist hier allem Anschein nach nicht erkennbar.

Klaus Öllerer
23.12.2017, letzte Änderung 25.01.2017 (Datum)

Linktipp: Spezial Gentrifizierung oder was?

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Kötnerholzweg

 

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Plakat: „Wohnraum ist keine Ware“

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