7. März 2017

Die noch am 23. Januar abgebrochene Zwangsräumung im Kötnerholzweg 32 wurde jetzt durchgeführt.

Hintergrund

Der vom Räumungstitel betroffene Mieter hatte einen Untermietvertrag mit dem Hauptmieter der Räumlichkeiten abgeschlossen. Die vereinbarte Miete wurde dem vernehmen nach auch bezahlt.

Nachdem der Hauptmieter in Konkurs gegangen war, stellte sich heraus, dass der Vermieter des Gebäudes keine Miete erhalten hatte. Möglicherweise hatte er von den Untervermietungen auch keine Kenntnis. Dem Vernehmen nach betrachtet er die untervermieteten Räume als nicht geeignet zum Wohnen.

Als HARTZ-IV-Empfänger hat der betroffene Untermieter Anspruch auf eine alternative Unterkunft durch die entsprechenden Stellen.

Ein Zusammenhang mit dem Thema Gentrifizierung ist hier allem Anschein nach nicht erkennbar.

Klaus Öllerer
07.03.2017

Linktipp: Spezial Gentrifizierung oder was?

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Demonstranten werden von der Polizei aus Sicherheitsgründen vom Kötnerholzweg in die Fußgängerzone gedrängt …

 

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… bis vor die Sparkasse

 

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Der zwangsgeräumte Untermieter (links) verlässt das Haus und wird von einem Bekannten begleitet.

 

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Die Demonstranten erwarten sie schon. Es folgt eine herzliche Begrüßung mit Geburtstagsständchen. Der Zwangsgeräumte hat Geburtstag.

 

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Kommentare

  1. Wer hat denn hier in Linden an einer vernünftigen Lösung von Problemen überhaupt noch ein Interesse?
    Der Mieter?
    Diese willkommene verworrene Geschichte wird von der sog. Linken Partei und ihrem Kampfblatt hier nach Kräften für die eigene Wahlkampfstrategie öffentlich ausgeschlachtet, ebenso natürlich von der übrigen linksradikalen Diaspora hier vor Ort.
    Da! Schaut! Wieder ein Gentrifizierungsopfer!
    Das bringt dann sicher wertvolle Wählerstimmen!
    Es ist wie mit den Fußballvereinen und ihren randalierenden sog. „Fans“, also Fan-atikern: Die Millionen-Gewinne für die Spieler und Vereine, die Millionen-Zeche für Polizeieinsätze aber bitte für die Allgemeinheit!
    Tolles, aber teures System!

  2. Was für ein Aufwand! Wenn das Amt für Wohnungswesen sich mit dem Mieter und eventuell auch dem Vermieter zusammen an einen Tisch gesetzt hätte, wäre es sicher zu einer weitaus günstigeren Lösung gekommen.
    Wenn die ganze Angelegenheit rechtmäßig war, heißt das längst nicht, das es richtig war. Vernünftig schon gar nicht.

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