14. Mai 2018

In Linden-Limmer gibt es häufig Beschwerden von Anwohnern über Lärm- und Schmutzbelästigungen besonders an Schwerpunkten wie die Limmerstraße und die Wege zum Faust-Gelände. Das Sicherheitsgefühl ist selbst im eigenen Wohnbereich deutlich schlechter geworden in den letzten Jahren und das nicht nur im Stadtbezirk Linden-Limmer.

Daher plant die Stadt u.a. die Einführung eines Ordnungsdienstes. Dem Bezirksrat Linden-Limmer wurde dieses Konzept im Dezember als erstes vorgestellt. Siehe >> HAZ.

Angehörige der Linksautonomen Szene haben inzwischen Textplakate gegen den Ordnungsdienst geklebt, u.a. auch an die Außenwand des Wohnprojektes Stadtteilleben in der Fröbelstr. in Linden-Nord. Dort ist auch die linksautonome Kampagne Ahoi zu Hause.

 

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These: Linksautonome und andere Linksextremisten nehmen staatliche Machtstrukturen als Konkurrenz zu eigenen Machtansprüchen und deren Entfaltung wahr. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich deren Aktivitäten meistens problemlos verstehen. Für sie ist das staatliche Gewaltmonopol mit das größte Übel. Die Demokratie wird von ihnen abgelehnt wie man Transparenten an ihrem Gebäude, Ansprachen und deren langjährigen Aktivitäten entnehmen kann. Mehr dazu >> hier

 

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Fröbelstr. 5, das Zuhause der linksautonomen Kampagne Ahoi

 

Andere Sichtweisen sind willkommen

Klaus Öllerer
14.05.2018

 

 

Kommentare

  1. – „Für sie ist das staatliche Gewaltmonopol mit das größte Übel. Die Demokratie wird von ihnen abgelehnt“

    „Demokratie“ und „Rechtsstaat“ lassen sich aushöhlen wie ein Osterei – vergleiche die Türkei, die DDR oder Nazi-Deutschland. Die aktuelle BRD sehe ich nicht als Demokratie, sondern ganz klar als Oligarchie (oder sonst soll man die weiter zunehmende Arm-Reich-Schere politisch erklären?).

    Auch dieser (der Linksextremität unverdächtige) ZEIT-Artikel geht darauf ein: https://www.zeit.de/2011/36/Finanzkrise-Demokratie/komplettansicht

    Und spätestens seit den staatlichen Verflechtungen um die NSU-Morde oder Anis Amri muss man feststellen, dass der Rechtsstaat in seinen Grundzügen auch ein „tiefer Staat“ ist.

    – Was ansonsten den Ordnungsdienst betrifft, bin ich zwiegespalten. Gegen die Krachboxen in den Grünanlagen könnte man schon jetzt problemlos etwas unternehmen – es scheint am Willen des Ordnungsamts zu fehlen. Zwei Leute vom Ordnungsamt, die im Sommer alle paar Abende mal kurz, aber gründlich die Runde machten, würden schon reichen – ganz ohne stadtweites aufwändiges Ordnungskonzept. – Ja, sind denn einfache, praktische Lösungen überhaupt erwünscht?

  2. Sowas schreiben Leute, die nicht jede Nacht von besoffenen Spinnern aus dem Bett gegrölt werden und deren Kinder nicht jeden Morgen als erstes in Scherben treten, wenn sie das Haus verlassen.

    1. Ja, die Scherben.
      Das würde mich auch mal interessieren.
      In den Wochenend-Sommer-Nächten höre ich, von der Glocksee kommend, auch gefühlt alle 10 Sekunden zerbrechendes Glas.
      Ist das son Revoluzzer-Ding? Stehen die Glas-Pfandflaschen stellvertretend für das verhasste kapitalisitisch-imperialistische System und müssen ausgemerzt werden?!?
      Oder sind das halt einfach nur sackdämliche Hohlbratzen, denen beim Denken von der Wand bis zur Tapete, mögliche Leidtragende wie Kinder, Hunde oder Fahrradfahrer nicht in den Sinn kommen?!?

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