11. August 2017

PresseInfo Medienhaus Hannover, SEPTEMBER 2017 

 

// Intern:

Frisch aus dem verdienten Urlaub zurück hat das Medienhaus am Mo. dem 7.08.2017 wieder seine Arbeit aufgenommen.  

Im Juli drehten wir mit 2 Kameras eine Dokumentation des Jugendferienprojektes „Erkenne dich selbst“ mit 15 Jugendlichen außerhalb von Hannover. Ein Projekt der Region Hannover in Zusammenarbeit mit anderen Trägern. 

Eine neue Studienpraktikantin des Bereichs Kulturwissenschaften der Uni Vechta hat ebenfalls ihre Arbeit aufgenommen. 

Das neue „Hörkino“ Programm im Auftrag der Hörregion Hannover startet am 30. August und wird wie schon vorher von Fr. Dr. Sonntag und Lothar Schlieckau moderiert.

Wir erwarten wieder spannende Gäste. 

Ach ja, und die 30-Jahr Feier mit Stargast Freschard war der absolute Hammer.

Gäste aus Kunst, Kultur, Politik, Medien und Verwaltung feierten trotz zwischendurch einsetzendem Starkregen bei leckerer Berliner Currywurst und kühlen Getränken. 

 

Programm SEPTEMBER 2017 

// Kino

Mi. 06.09.2017, 20 Uhr „Der Schmuddelabend“
Die kultige Super-8-Show von und mit Schauspieler und Kabarettist Thommi Baake

Es geht um sexuelle Dinge im Alltag, um die Liebesspiele der Menschen, sei es nun normaler Sex oder vermeintlich abnormer. Sei es das verspielte Entkleiden der Schulmädchen oder das professionelle der Paare, die uns Stellungen zeigen. Wie wurde in der DDR Sex erklärt? Wie wurde der Orgasmus in der DDR wahrgenommen oder erlitten? Hatte Ingrid Steeger ein erhöhtes Bedürfnis nach körperlicher Zuwendung, die sie gerne auch öffentlich zeigte, oder war sie jung und brauchte das Geld?

Dr. Schnabl, Oswald Kolle, Helga und/oder weitere Doktoren und Professoren erhalten das Wort. Warum sah man Beate Uhse nie vor der Kamera? Hätte es sich nicht gelohnt?

Können wir an diesem Abend etwas lernen? Neue Stellungen? Vielleicht! Neue Erkenntnisse? Nein oder doch? Wie hängen zum Beispiel das Orgastische Empfinden und die Schulbildung der Frau in der DDR zusammen?

Oswalt Kolle trifft auf Schweinchen Fick, Schulmädchen auf Mann und Frau intim und HE SHE IT auf die Sexabenteuer der Drei Musketiere.

Der Mann mit den 1000 Gesichtern: das Chamäleon.

Ob als Schauspieler bei der „Sesamstraße“ oder im Film „Comedian Harmonists“, ob auf der Bühne in einer seiner „gefürchteten“ Live-Comedy-Entertainment Shows, ob als Filmvorführer Super8 Perlen zeigend und kommentierend, ob bei Hörspielen als hessisch sprechende Kakerlake, als Vorleser aus seinem Buch „Erwin und die Leuchtgiraffen“ oder mit Nico Walser in deren Beatles Hommage: er ist mit Hand und Fuß, mit Herz und Hirn und dem Rest des Körpers 100% bei der Sache und begeistert sein Publikum seit über 25 Jahren.

Mehr über „Die Super 8 Show“: >> http://www.diesuper8show.de

 Ab 18 Jahren ! Eintritt: 7,-€ 

 

// Gesellschaftskritik – Vortrag/Film

Mi. 13.09.2017, 20 Uhr, „Drehung im Kopf “
Fake als subversive, künstlerische Strategie – Referent: Georg Klein

Fakes als künstlerische Strategie zu nutzen, stellt eine Gratwanderung in mehrfacher Hinsicht dar: man verlässt die reine Sphäre der Kunst, man spielt mit dem Publikum ein doppeltes Spiel, man greift in die Wirklichkeit ein, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Das Riskante daran ist zugleich der Reiz – ein sehr starker Reiz, wie ich anhand meines ersten, durch und durch als Fake ausgearbeiteten Projekts erfahren konnte.

„Kunst ist die Kunst so zu tun, als ob. Das wirkt am nachhaltigsten.“ so schrieb eine Rezensentin der Berliner Zeitung zu diesem Projekt – und es ist diese Wirkungskraft im Kopf, das das Spiel mit einem Fake so attraktiv macht. Für einen bestimmten Zeitraum müssen die Rezipienten sich der gefaketen Wirklichkeit aussetzen, was ein hohes provokatives Potential erzeugen kann. Im Gegensatz zur Täuschung, Fälschung und Betrug wird beim Fake jedoch „das Moment der Enthüllung von vorneherein mitentworfen“. D.h. dass der Rezipient nach

einer gewissen Zeit dahinterkommen kann und soll, was hier gespielt wird. Erst dann setzt die volle Erkenntnis ein und oft auch ein humorvolles Aufatmen. Diesen Punkt haben wir im Wachturmprojekt unterschiedlich lang hinausgezogen, je nach Verhalten der Besucher, ob sie sich entrüstet, unsicher oder interessiert zeigten. Einige haben jedoch bereits während der Führung durch den Turm anhand des überspitzt formulierten Infoblatts oder der ins Extremgehenden Grünfärbung des Lichts oder des mächtigen, durchdringenden Turmklangs das Spiel erkannt: eine Drehung im Kopf, die die Besucher anders hinauslässt als sie hereingekommen waren.

Jüngstes Beispiel ist die Aktion der Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ mit ihrer gefaketen Website des Bundesfamilienministeriums, auf der zur Aufnahme und Patenschaft von 55.000 syrischen Flüchtlingskindern aufgerufen wird. Doch bereits Orsen Welles erlangte seine Bekanntheit durch einen Fake, dem fiktiven Hörspiel „Krieg der Welten“ von 1938. Er nutzte das normale Radiomusikprogramm, das ab und zu von einem Moderator unterbrochen wurde, um die neuesten Nachrichten zur Invasion vom Mars zu verbreiten. Angeblich soll die Sendung zu einer Panik an der Ostküste der USA geführt haben, doch soll es sich bei den Presseberichten darüber ebenfalls um gezielte Übertreibungen gehandelt haben, die Welles erst berühmt machten.

Georg Klein studierte Elektrotechnik/Toningenieur, Akustik und Kommunikationswissenschaft an der TU München und TU Berlin. Von 1991-94 arbeitete er für 3 Jahre in einem Forschungsteam zur Visualisierung von gesprochener Sprache für Gehörlose an der Technischen Universität Berlin. Von 1991-98 Studium der Religionsphilosophie/Psychoanalyse/ Kulturwissenschaft und Vergl. Musikwissenschaft/Musikethnologie an der Freien Universität Berlin. Gastdozent 1999 und 2000 an der FU Berlin. 1998 – 2001 studierte er elektronische Komposition am Elektr. Studio der TU Berlin.

Seit 1996 selbständig als Komponist, mit kammermusikalischen Werken mit Live-Elektronik (Intern. Gustav-Mahler-Kompositionspreis 1999) sowie Musik zum Film (Intern. Filmfestspiele Berlin 1997) und Theater (mit Peter Zadek/ Berliner Ensemble, 2004-2008).

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet!
In Kooperation mit dem NLQ Hildesheim.
Eintritt: frei

 

// Musik – Session

Mi. 20.09.2017, 20 Uhr, „Fede´n´Marlen“
Indie-Folk Napoletano aus Italien

Die Medienhaus Live Session mit Tycho Barth, Opener & Gästen

Federica Ottombrino und Marilena Vitale, zwei neapolitanische Mädchen, die eine gemeinsame Welt entdecken, eine Welt, in der sie ihre geführten Emotionen atmen lassen in Verschlingung ihrer Stimmen.

In ihrem Reichtum an Klang finden sich Einflüsse südamerikanischer Musik, Songwriter wie Caetano Veloso und Adriana Calcanhotto und das alte und weise neapolitanische Lied, die Liebe zu akustischen und traditionellen Instrumenten, der Wunsch zu einer Welt zu sprechen, die die Theorie der Liebe, die Schönheit der Dinge, die Leidenschaft für das Leben zu verlieren scheint.

Danach Open-Stage
Eintritt: frei

 

// Hörkino

Mi. 27.09.2017, 20 Uhr, „Brotnation Deutschland – das lebendige Leben eines Laibes“
Ein Hörfunk-Feature von Antonia Eller

Abschlussarbeit an der Hochschule Hannover, Fakultät III Medien, Information und Design

Brot gehört zu den Grundnahrungsmitteln weltweit. Neun von zehn Erwachsenen in Deutschland essen es täglich, Brot hat für uns Deutsche einen großen Stellenwert. Wir besitzen ein weltweit einmaliges Brotsortiment mit mehr als 300 Brot- und 1200 Kleingebäcksorten. Auch kulturhistorisch hat das Gebäck eine große Bedeutung. Umso fragwürdiger ist die Entwicklung, dass in Deutschland täglich ein Bäcker seine Pforten schließen muss und innerhalb der letzten 15 Jahre die Anzahl der Bäckereien von 35.000 auf etwa 12.000 geschrumpft ist. Im Gegensatz dazu erfährt die Snack-Gastronomie wie „Back-Factory“ einen enormen Zulauf, Backshops im Lebensmitteleinzelhandel boomen regelrecht.

Ein Feature über Hannovers „Backkultur“.

Moderation: Dr. Ute Sonntag & Lothar Schlieckau; Produktionsleitung: Ekki Kähne

Präsentiert von: Hörregion Hannover

Eintritt: frei

 

Redaktionelle Änderungen vorbehalten!

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