18. Februar 2019

Pressemeldung

Veranstaltung am 27.03.2019 um 18 Uhr in der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum präsentiert vom MiSO-Netzwerk Hannover und vom Bundesverband NeMO.
Titel des Filmes aus dem Jahr 2018: “Wirklich angekommen!?“
Der aus Kamerun stammende Filmemacher Kavaye Oumate Ozong ist anwesend.
Diese 40 minütigen Film-Dokumentation, gefördert vom Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ), wurde in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften gemacht.

 

“Wirklich angekommen!?”

ist der Titel der 40 minütigen Film-Dokumentation, herausgegeben von der Geschäftsstelle in Hannover des Verbandes. Dieser Film, der Menschen porträtiert, die nach Hannover zugewandert sind, steht ebenso für viele andere Städte in Deutschland.

Der aus Kamerun stammende Autor Kavaye Ozong lässt vier Menschen mit Migrationsgeschichte über ihr Ankommen und Leben in Hannover zu Wort kommen. Er zeigt seine Protagonisten, so wie sie sind: Vielfältig, klug und sympathisch. Ein differenzierter Spiegel persönlicher Migrationsgeschichten:

Da ist Kadir Özdemir, der als 12jähriger aus der Türkei nach Deutschland kam und hier eine zweite Heimat gefunden hat. Kadir arbeitet in Hannover als Projektleiter für queere Geflüchtete und fragt sich unter anderem, warum Unternehmen und Behörden nicht in der Lage sind, mehr Menschen mit Migrationsgeschichte einzustellen und so für mehr Pluralität und Mitbestimmung zu sorgen.

Rhina Colunge stammt aus Peru und arbeitet beim „International Office“ der Universität Hannover. Sie freute sich über das Engagement vieler Deutschen, die sich um Geflüchtete kümmern, fordert aber insgesamt mehr gegenseitigen Respekt. Neu Zugewanderten rät Rhina Geduld zu haben, denn das ankommen sei ein langer Prozess.

Uwe Mamadou studiert Deutsch und Islam auf Lehramt und hat eine deutsche Mutter und einen Vater aus dem Senegal. Ihn stört, dass immer nur andere ihn daran erinnern, einen sogenannten Migrationshintergrund zu haben. Und das besonders dann, wenn er den bunten Stadtteil Linden in Hannover verlässt. Er liebt die deutsche Sprache, macht Musik und schreibt kritische und coole Texte um seinen Alltag zu verarbeiten.

Joseph Nounla ist seit 2005 in Hannover und arbeitet als niedergelassener Arzt in der Kinderchirurgie. „In Hannover ist auf den ersten Blick vieles in Ordnung“, sagt er, spricht aber auch über einige negative Erfahrungen mit deutschen Kollegen. Joseph fordert mehr Anstrengungen von Seiten der Migranten, in der deutschen Mehrheitsgesellschaft anzukommen.

Vier Menschen – mit durchaus verschiedenen Ansichten. Und ein Querschnitt unserer Gesellschaft. Vielleicht sind wir ja irgendwann in der Lage, die ewige Diskussion über Migrationshinter- oder Vordergrund zu beenden. Spätestens dann wird es für viele leichter, endlich in Deutschland anzukommen…

Der Film wurde gefördert vom Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) der Stadt Hannover.

 

18.02.2019

 

 

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