Kommentare

  1. Auch an dieser Stelle möchte ich ergänzen, dass die NIL (Nachbarschaftsinitiative Linden-Nord) dem Bezirksrat einen ausführlichen Katalog mit Maßnahmenvorschlägen übergeben hat und darum bittet als Betroffene und gleichzeitig Experten bei der weiteren Entwicklung von Maßnahmen beteiligt zu werden. Der Maßnahmenkatalog wurde bereits letzten Sommer an den Oberbürgermeister übergeben. Der hat die NIL an den Bezirksrat verwiesen, wo das Thema verhandelt werden solle.
    Was den Partytourismus angeht waren sich im übrigen alle bei der Bezirksratsitzung einig: er ist so nicht mehr auszuhalten und es muss etwas getan werden.

  2. Abgesehen von den Partytouristen muss unbedingt sichergestellt bleiben, dass das hochfrequente Bumm-bumm-bumm, das über viele hundert Meter noch durch Mauern und Thermopenfenster dringt, unterbleibt.

    Das ist gerade in 2017 schon viel besser geworden, aber großflächige Lärmgeräusche nachts kann man in Wohngebieten grundsätzlich überhaupt nicht dulden. Da ist eine der roten Linien.

      1. Ich war sogar da – in Schale geworfen, die notwendige Ausrüstung zusammengestellt und durch den Regen hingefahren.

        Dann stand ich im Saal, und die Leute waren eigentlich OK. Mir war es aber zu voll und zu eng im Publikum, so dass ich vor Beginn der Sitzung kehrtmachte. Man kann doch nicht zweieinhalb Stunden oder mehr Arm an Arm mit einem Wildfremden sitzen, der wahrscheinlich ebenfalls schon Angenehmeres erlebt hat. Vielleicht gibt es da ja mal Stühle, wo nicht einer in den anderen eingehakt wird?

        Es gibt ja verschiedene soziologische Körperdistanzzonen, und da braucht der Bezirksrat wohl teilweise mal neue Räumlichkeiten. Auch das ist Barrierefreiheit, meine Lieben.

        Wohlgemerkt, dabei habe ich viel Inhaltliches und Wissenswertes verpasst, dabei bilde ich mir so gerne eine Meinung. Warten wir auf die Protokolle. Berichte wird es ja wahrscheinlich wieder keine geben.

        1. ich hatte leider keine Zeit um zu kommen.

          Aber der Hinweis auf die Stühle lässt tiefe Einblicke in die Ahnungslosigkeit zu.
          Stühle müssen laut VStVO zusammengehakt werden. Sind nämlich so n paar Ver-/ und Geboteklopper auf die Idee gekommen, dass Stühle im Fall einer Panik umgeschubst werden könnten…

          Soetwas passiert wenn „Sicherheit“ im Vordergrund steht. Da haben Menschen über 80 Kilo das Nachsehen 😉

    1. Gegen das Gewummer helfen auch die besten Ohrstöpsel nicht.
      Die Bässe verursachen Resonanzen im Körper, die auch dann wirken, wenn man es irgendwie schafft zu schlafen.

  3. Einerseits werden es halt immer mehr Partytouristen und andererseits scheint die Bereitschaft anderen Menschen gegenüber Rücksicht zu nehmen allgemein abzunehmen.
    Dann dürfen die sich nicht wundern, wenn härtere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Auf Einsicht darf man da wohl kaum hoffen.

    Wer nicht selber in der Partyszene drin ist, aber mal wissen will, wie die so ticken:
    Weil ich besser verstehen wollte, was mit denen los ist, habe ich mir in der Stadtbibliothek die Doku „Drei Tage wach“ ausgeliehen. Krass, peinlich und traurig, was Drogen aus Jugendlichen machen können. Die schmeissen sich alles mögliche rein, um die Partys überhaupt durchstehen zu können, hoppeln dann stundenlang zu dumpfen Bässen und wundern sich, wenn sie danach völlig kaputt sind. Dann ist das natürlich auch schwierig mit dem Job oder dem Studium.
    Und die wenigsten haben den Mut sich Hilfe zu holen.

    Ich kann die irgendwie nicht hassen, obwohl sie unendlich nerven. Aber vom Mitleid kann ich immer noch nicht schlafen…

  4. 3 benehmen sich daneben und alle anderen sollen es ausbaden?
    Bei deinem Zahlenbeispiel scheint es die richtige Größenordnung zu sein (272 Unterschriften bei 44.000 Einwohnern :oD)

    Dann richtige Türsteher, die verstehen was Party bedeutet und wissen, wer den Dreck wegmacht. Lärmschutz lässt sich auch mit allerlei Möglichkeiten umsetzen.

    Oh nein, da wird wieder jemand bedroht, weil er sich gerade macht. Lasst uns lieber alle wieder rumduckmäusern und uns hintereinander verstecken…
    Unterstütz denjenigen der sich gerade macht und schon haben wir ein ganz anderes Kräfteverhältnis. Nur ganz allgemein gesprochen.

    Ich bin kein „Partygänger“ und finde es ziemlich daneben, wie sich die Initiative darstellt..

    Bin jetzt seit ca 15 Jahren Lindener und find es traurig, dass gute Veranstaltungsorte/ Läden/ Kneipen etc. durch Brandschutz, Lärmschutz, bla bla bla dicht machen müssen. Nicht weil ICH diese Orte brauche, sondern weil eine gesunde Stadt Diese braucht.

    Aber ist alles Blödsinn was ich geschrieben habe.
    Lasst mich schlafen, damit ich ausgeruht zur Arbeit und danach fertig ins Bett fallen kann um mir die nächsten Eigentumswohnung zu kaufen, die ich mit meiner vorherigen Verbinde damit ich Wohnraum, den vorher 5 Personen beherbergen konnte, allein oder zu zweit blockiere und weil das Auto nicht in den Lift bzw. Wohnzimmer passt muss es vor Scherben geschützt werden und das funktioniert nur wenn nach 22 uhr niemand mehr draußen rumläuft…..

    1. 44.000 Ew. für ganz Linden, ca. 16.000 in Linden-Nord. Nur in knapp einem Viertel von Linden-Nord (also bei ca. 4000 Einwohnern wurden die Unterschriftenzettel verteilt, die von den Leuten, die unterschrieben haben, zu einem bestimmten Briefkasten gebracht werden mussten. Wenn man Kinder und alte Leute, die damit überfordert waren abrechnet und auch diejenigen, die ihr Schlafzimmer nicht direkt an der Straße haben. Dann ergibt sich wohl schon ein ganz anderes Bild. Außerdem haben wir sehr viele Lindener mit Migrationshintergrund und ich weiss aus Gesprächen, dass einige nicht verstanden haben, was sie da unterschreiben würden. Und leider gab es auch einige, die meinten, das würde ja nichts bringen. Polizei und Stadt machen ja doch nichts. Traurig ist das.
      Wir können ja froh sein, dass du die 272 nicht in Relation gesetzt hast zur gesamten Bevölkerung Hannovers :oD.

      Ich kenne dich nicht und ich finde dein Weltbild ein bisschen eng. Was hat schlafen wollen mit der Wohnungsgröße zu tun? Ich habe nur ein Zimmer und leider keins nach hinten raus. Ein Auto habe ich auch nicht. Aber schlafen muss ich.
      Was ich aber über dich zu wissen glaube, ist, dass du weder direkt an der Limmerstraße, noch in der Nähe von der Faust, noch in der Nedderfeldstraße oder anderen stark von Partytouristen frequentierten Straßen mit einem Schlafzimmer zur Straße wohnst. Und deswegen hast du auch keine Ahnung, wie das ist. Das gilt umso mehr, falls du südlich von der Limmerstraße wohnst. Das ist gar nicht zu vergleichen.

      Dass nicht alle Partygänger so schlimm sind, ist klar. Aber warum sind diejenigen, die noch bei Verstand sind, so duckmäuserisch den Brüllaffen nicht mal die Meinung zu sagen, im Sinne von: Ey, benehmt euch mal ein bisschen, sonst wird man uns früher oder später die Gelegenheiten zum Feiern beschränken?
      Weil sie Angst haben als Spielverderber zu gelten und weil die Lautesten oft auch so dicht sind mit Drogen und Alkohol, dass man gelegentlich mit Aggressionen rechnen muss.

      Hier steht also deine Meinung gegen die Erfahrung von Anwohnern, die seit Jahren besonders im Sommer kaum zum Schlafen kommen. Und eine Meinung ist eben nur eine Meinung, sorry.

  5. Wieso glaubst du eigentlich, dass nur Rentner schlafen müssen?
    Ich kenne Studenten, die nach Linden gezogen sind und es jetzt bereuen, weil es einfach zu viel geworden ist mit den Partygrölern. Die trauen sich aber nicht, das laut zu sagen, weil sie dann bei ihren Freunden als uncool gelten.

    Dass zu der Veranstaltung viele Rentner kommen, glaube ich nicht. Meiner Erfahrung nach trauen sich die meisten Senioren nicht, den Mund aufzumachen und viele sind auch zu alt und zu krank um sich da noch richtig reinzuhängen.

    Wenn sich von den Partytouristen nicht so viele so schrecklich daneben benehmen würden, bräuchte es keine Nachbarschaftsinitiative.

    Es geht nicht ums Verbieten, sondern um das ganz normale gesetzliche Recht auf Nachtruhe, das den Anwohnern ja zusteht. Kannst ja mal das Recht auf Nachtruhe googeln. Dieses Gesetz hat den Sinn, dass Leute nachts regelmäßig schlafen können, damit sie auftanken können für den nächsten Tag. Das hat die Natur so eingerichtet, dass der menschliche Körper nachts Schlaf braucht um sich zu regenerieren.
    Nicht jeder möchte sich mit Drogen vollpumpen, um das Schlafbedürfnis zu unterdrücken, wie es unter Partygängern üblich ist. Man kann ja wohl nicht erwarten, dass die Anwohner für den „Spaß“ der Partytouristen ihre Gesundheit opfern und sich ständig um den Schlaf bringen lassen.

    Von den Leuten, die gegen die Initiative sind, sind wohl die meisten Partygänger und keiner von denen wohnt in der Nähe der Faust oder direkt an der Limmerstraße (außer vielleicht im Hof oder Fenster nach hinten raus). Die gehen morgens nach der Party nach Hause in ihre ruhige Wohnung.
    Und zu fordern, dass die Anwohner wegziehen, (wie es leider oft passiert), geht gar nicht. Dann müsste mann ja Hunderte Lindener evakuieren. Es gab ja allein 272 Unterschriften und das sind ja nur ein Teil derer, die das stört.

    Einen Konsens zu finden wurde auf unterschiedliche Weise immer wieder versucht. Das funktioniert aber nicht, weil ein Teil der Partytouristen sich einfach primitiv verhält und nicht bereit ist, Rücksicht zu nehmen. Die machen sich sogar noch einen Spaß daraus in der Nähe vom Pflegeheim nachts um 3 oder 4 Böller zu schmeißen. Keine Ahnung was für eine Sorte Menschen das ist.
    Wenn Veranstalter und Kneipenbesitzer versuchen, ihre Gäste zur Ruhe zu bringen, werden sie teilweise beschimpft oder sogar bedroht. Soll man das einfach immer schlimmer werden lassen?
    Wenn es nicht mehr anders geht, muss man halt restriktive Maßnahmen ergreifen, weil sie’s nicht anders verstehen.

    1. – „Partytouristen“

      Der Focus 2018 wird weniger auf den Veranstaltern liegen, die sich inzwischen dankenswerterweise proaktiv ruhigstellen, sondern auf eben diesen im Jahr 2017 besonders zugenommenen Partytouristen.

      Selbst im Winter ziehen die jetzt bis zum Morgengrauen rum. Wie soll das dann erst im Sommer werden? Mich selbst stört es nicht, aber kürzlich war ich mal nachts in einer Erdgeschosswohnung in der Elisenstraße. Da kriegt man den Bürgersteig eins zu eins mit.

      – Für mich persönlich reicht es, dass die FAUST-Konzerte leiser geworden sind. Die nervenden Ihme-Trommler waren schon 2016 so gut wie abgeschafft worden und die nächtlichen Techno-Party-Veranstalter haben schon durch den spektakulären Hubschraubereinsatz zumindest einen dicken Schuss vor den Bug bekommen.

      Damit wird das Hauptproblem 2018 tatsächlich der Partytourismus sein.

  6. Oh habe ein paar Fehler hinterlassen, bitte selbst einfügen: L s s

    Und das witzigste habe ich erst beim zweiten Lesen gesehen: „Bürgerbeteiligung 2.0“ ;oD Ich schmeiß mich weg. Industrie schenkt sich mittlerweile die „4.0“ ;).

  7. Erster Gedanke bei der Überschrift: Ja eine Nachbarschaftsinitiative, toll! Geh ich hin. Endlich mal wieder ein Weg Demokratie zu leben.
    Zweiter Gedanke nach lesen des Flyers: Oh nein, wieder eine Rentnerveranstaltung, die im Vorhinein darauf ausgelegt ist, anderen etwas verbieten zu wollen.
    Dass zu einem „Plenum“ nur noch zusammengerufen wird, wenn man anderen etwas madig machen will..

    Wie wäre es mit einem offen Austausch/ Dialog. Betreiber von Gaststätten, Partymäuse und Schlafnasen treffen sich um um einen Konsenz zu entwickeln.
    Stattdessen wird versucht das junge Volk zu verjagen um sich dann darüber zu beschweren, dass der Stadtteil zu alt wird..

    Und noch eine redaktionelle Kritik: Die angegebene URL hätte ich mir, wenn schon nicht als Link zu Seite, wenigstens als Text gewünscht. Gerade die hier angesprochenen Rentner werden mit dieser Zeile wahrscheinlich nicht anzufangen wissen..

    1. Sie sind ja eine ganz Schlaue!
      Ironie aus

      Seit Jahren haben engagierte Anwohnende versucht, im Dialog Verbesserungen zu erreichen…seit JAHREN.
      Darauf eingegangen wurde bisher immer nur zum Schein, um anschließend so weiter zu machen wie bisher.

      Und warum man nicht versuchen sollte, Leute „zu verjagen“, die sich in absolut rücksichtloser Weise verhalten durch mutwillge Ruhestörungen und ebensolche Sachbeschädigungen, muss man mir auch erstmal erklären!

      Manchmal habe ich den Eindruck, Einige hier sind schon zu solchen Masochisten mutiert, dass sie glauben, der Stadtteil hätte nichts anderes mehr verdient, als solches Chaos.

      Um es ganz klar zu sagen: Man kann – wenn man will – auch irgendwo hin gehen und feiern, ohne allen anderen auf den Sack zu gehen.

      1. Ja, das sollte man meinen, dass man auch vernünftig feiern kann.
        Aber dumm, rücksichtslos und vollgedröhnt kriegen das halt Viele nicht mehr hin.
        Bei den vielen Drogen macht das Gehirn irgendwann nicht mehr mit und dann können sie nur noch grölen und lallen. Und die Drogen und der Alkohol bewirken außerdem, dass sie sich dann noch toll finden.
        Da helfen nur Ordnungkräfte, die dann sozusagen als Babysitter hinter den Bedröhnten herlaufen müssten. Anders wird das nichts.
        Die „normalen“ Partygänger, so es sie denn noch gibt, sollte das doch eigentlich nicht stören. Die hätten ja nichts zu befürchten und müssten doch auch froh sein, wenn die schlimmsten Auswüchse etwas eingedämmt werden.

        Und eins noch:
        Wenn die Polizei manchmal so tut, als wäre es nicht so schlimm, und von einer geringen Beschwerdelage spricht, liegt das daran, dass die Polizei, wenn überhaupt, erst nach Stunden versucht für Ruhe zu sorgen und erst mehrmals verwarnt. Diese Aktionen sind so sinnlos wie ein Kropf. Das haben die Anwohner in den letzten Jahren schmerzlich erfahren müssen und rufen deshalb bei der Polizei gar nicht mehr an. Bringt ja nichts.
        Wenn man anruft, sagt die Polizei selbst immer, dass es lange dauern kann, weil sie zu viel zu tun und zu wenig Leute haben. Lärmbelästigungen sind Ordnungwidrigkeiten und deshalb ganz unten auf deren To-do-Liste.
        Deshalb brauchen wir Ordnungskräfte, die ausschließlich dafür zuständig sind, hier im Stadteil für Beruhigung zu sorgen.

        Wie auch immer: in Linden wohnen Menschen und Menschen müssen schlafen, damit sie nicht immer kränker werden.
        Und ein Recht auf Lärm gibt es nicht. Punkt.

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