9. Februar 2018

Maßnahmenkatalog der NIL vom 25.09.2017

Wir appellieren an die Stadt, den Anwohnern zu helfen ihr gesetzlich verankertes Recht auf Nachtruhe und Sonntagsruhe* durchzusetzen, sowie tagsüber mehr Ruhe zu bekommen, um deren Gesundheit zu schützen. Lärm macht nachweislich krank. ** (*Sternchen siehe Beiblatt)

Im Bebauungsplan ist Linden als Wohnviertel ausgewiesen. Hier wohnen Menschen, die zum größten Teil arbeiten, Steuern zahlen und wählen. Zum Arbeiten muss man ausgeruht sein, sonst ist man nicht leistungsfähig. Und um ausgeruht zu sein, muss man nachts schlafen können.

Viele Partygänger sehen Linden aber als eine einzige ständige Partyzone, mit den entsprechenden Folgen, die unsere Lebensqualität immer stärker einschränken. Das können und müssen wir nicht länger aushalten. Wir bitten die Stadt, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Das hauptsächlich betroffene und von uns mit der Unterschriftenaktion abgedeckte Gebiet erstreckt sich von der Limmerstraße bis zur FAUST, dem nördlichen Ihme- und Leineufer, westlich bis zur Pfarrlandstraße/Dornröschenbrücke und östlich bis zur Kochstraße. Die „Haupteinflugschneise“ für die Partygäste der FAUST ist die Nedderfeldstraße, aber auch die Parallelstraßen werden reichlich mit Lärm versorgt.

Folgende Maßnahmen erscheinen uns nach jahrelanger Erfahrung mit unzulänglichen Versuchen, die Lage in den Griff zu bekommen, erforderlich: …

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Siehe auch >> Nil.halloLinden.de

 

09.02.2018

 

 

Kommentare

  1. Der – sehr spät veröffentlichte – Maßnahmenkatalog ist erstaunlich konsequent und packt die Probleme an den Wurzeln. Von mir aus kann man das so machen. Dazu müsste man darüber im Bezirksrat abstimmen.

    Demgegenüber steht das Konzept „Sicherheit und Ordnung“ der Stadt, das im Zweifel sicherlich den Vorzug in der Umsetzung haben wird, da von denen auch das Budget und die Ressourcen stammen. Im politischen Prozess müssen beide Konzepte miteinander abgeglichen werden; man muss also beide kennen. Am 19.2. stellt der Ordnungsdezernent beim Bezirksrat Nord das städtische Konzept noch mal vor.

    In Linden-Limmer bleibt jetzt etwa ein halbes Jahr Zeit, über die zu treffenden Maßnahmen zu diskutieren, bis der Bezirksrat sie dann dem Stadtrat vorschlägt.

  2. Also in Linden-Süd haben wir eher ein Sperrmüllproblem in der Spielstraße (mit Glasscherben etc.), und Ratten haben wir jetzt auch (Nachbarn lagern neben Rewe-Einkaufswagen und Körben auch Müll im Hinterhof)

  3. Gleich kommt sie wieder, die „Ihr wusstet doch, wo ihr hin zieht!“-Fraktion und tut so, als wäre es hier schon immer so wie heute gewesen.
    Nein – war es nicht!
    Es gibt einen Unterschied zwischen „lebendiger Stadtteil“ und „Stadtteil, in dem sich zugereiste Trinker asozial benehmen“, um genau zu sein ist das ein RIESEN Unterschied.
    Daher finde ich die Vorschläge dieser Bürger-Ini auch richtig…obwohl hier eigentlich niemand Lust auf viel Regulierung hat. Aber was soll man sonst machen, wenn einem dies durch das beschissene Benehmen der Touris aufgezwungen wird?!

    1. Da hast du leider recht.
      Das einzig Sinnvolle ist eine gesonderte Lärmpatrouille für Linden und zwar die ganze Nacht durch bis zum frühen morgen.
      Die „normalen“ Partygänger dürfte das ja nicht stören, im Gegenteil.
      Und wenn sich die grölenden Chaoten dabei unwohl fühlen, müssen sie eben wegbleiben.
      Dann wird Linden wieder so schön, wie es vor ein paar Jahren noch wahr.

      Hoffentlich ist die Stadt jetzt aufgewacht und veranlasst die richtigen Maßnahmen. Und hoffentlich keine alberne Pantomime wie in Berlin (wie in einem HAZ-Artikel erwähnt), das hat nämlich überhaupt nichts gebracht, sondern nur viel Geld gekostet.
      Dagegen funktioniert die allabendliche Sperrung der Admiralbrücke durch die Berliner Polizei schon seit Jahren. Man muss es nur tun!

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