30. September 2018

In untenstehender Meldung wird das Geschehen aus Anlass einer türkischen Hochzeit auf der Limmerstraße geschildert. Verschiedene Kommentatoren sehen darin etwas Verwerfliches. Der Grund ist offensichtlich. Es wird das aggressive Verhalten bei einer türkischen Hochzeit geschildert. Und das gehört sich anscheinend nicht.

Das wirft eine wichtige Frage auf.

Würden die Kommentatoren auch so kommentieren, wenn es sich bei dem gleichen Geschehen um eine deutschstämmige Hochzeit mit deutschen Fahnen gehandelt hätte?

Etwa so wie in dieser Simulation?

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Was meinen die Leser?

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
30.09.2018

 

Der Artikel:

Nationalismus in Linden:  „Hör auf damit. Fotografieren ist verboten“ – eine aggressive Ansage

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Kurzprotokoll eines Erlebnisses auf der Limmerstrasse:

Türkische Hochzeit auf Limmerstraße, Autos halten, Brautpaar und andere steigen aus.

Beim Fotografieren der ganzen Szene drohende, aggressive Ansprache vom Fahrer eines Autos.
Sinngemäß: „Hör auf damit. Fotografieren ist verboten
Meine Antwort: „
Fahrer, immer aggressiver: „Hör auf damit. Fotografieren ist verboten
“ antworte ich wieder und entferne mich langsam. Gefühlt war die andere Seite eskalationsbereit, was immer das bedeuten würde …

Es klang wie „Hier haben wir das Sagen.“, „Das ist unser Gebiet“
So etwas hatte ich so aggressiv noch nicht erlebt.
Es geschah 2016.

Ich hatte als Journalist vorher und nachher einige türkische Hochzeiten erlebt und fotografiert. Immer war die Stimmung freundlich und zugänglich. Diese hier war anders, ganz anders.

Es war eine Hochzeit wie eine politische Demonstration
Ich war Passant in einer gewissen Entfernung wie alle anderen drumherum auch und habe Niemanden gestört. Es war eine Hochzeit wie eine demonstrationsgleiche Aktivität einer Gruppe von Leuten mit politischen Aussagen. Das zeigt das Tragen der türkischen Flaggen bei fast allen teilnehmenden männlichen Personen. Und das habe ich als Journalist fotografiert. Ohne zu fragen. Das ist selbstverständlich. Die aggressive Ansage „fotografieren ist hier verboten“ kommt einem Gebietsanspruch gleich. Der Edoganbesuch in Köln zeigt wie das damals auf der Limmerstraße gemeint war.
Mir liegt fiel an Integration wie man leicht an der vielfältigen Berichterstattung bei halloLindenLimmer.de erkennen kann. Dazu gehören alle Aspekte, sowohl Positives wie auch Probleme und Fehlentwicklungen.

Klaus Öllerer

 

Limmerstrasse 2016

 

Ergänzung:
Von Kommentatoren wurde die Frage nach der Fotoerlaubnis gestellt. Die ist natürlich rechtlich vohanden.
Zitat: „So gilt zwar der Grundsatz, dass die Veröffentlichung von Personenbildern in Film und Foto nur mit Zustimmung zulässig ist. Hierzu gibt es jedoch Ausnahmen für Bilder aus dem Bereich der Zeitgeschichte, Personen als Beiwerk und insbesondere für Bilder, die bei öffentlichen Veranstaltungen entstanden sind und auf denen ein repräsentativer Ausschnitt der Veranstaltung gezeigt wird (typischerweise Bilder von Zuschauern auf einem Konzert, Teilnehmern einer Demonstration, Gästen eines Festes etc.). Denn wer eine Veranstaltung besucht und sich in der Öffentlichkeit zeigt, muss damit rechnen, dort fotografiert zu werden.
Solange einzelne Personen hierbei nicht vordergründig „herausgeschossen“ werden, ist dies also zulässig.“ >> DSGVO und Fotos: Was Sie wissen sollten

 

Andere Sichtweisen sind willkommen.

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30.09.2018/01.10.2018/02.10.2018;11:30

 

 

Kommentare

  1. Ich sehe hier erstmal 4 Autos illegal in eine amtlich anerkannten Fußgängerzone.
    Dürfen die das?
    Natürlich nein!
    Ok, es ist die „Limmerstrasse“ und es sind offenbar typische männliche „Protzo-Türken“ ,
    na dann…Schwamm drüber,
    eh sie noch beleidigt sind wegen der von ihnen gern und vielbeschworenen Ausländerfeindlichkeit.

    Wer so seinen Mitbürgern Vorschriften machen will, ist klar agressiv und eine Bedrohung für das friedliche Zusammenleben.
    Hier aber wird es leider regelmäßig toleriert.
    Wer die größte Klappe bzw. Fäuste hat, hat offenbar das Sagen!
    Faustrecht im Faust Stadtteil Linden: diese Zukunft hat schon begonnen?
    Es wird durchs Wegsehen der Bürger (auch der Behörden) aber leider nur immer schlimmer.

  2. – „Würden die Kommentatoren auch so kommentieren, wenn es sich bei dem gleichen Geschehen um eine deutschstämmige Hochzeit mit deutschen Fahnen gehandelt hätte?“

    Für mich gesprochen: Aber klaro, 100%!

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