14. März 2019

Ihme-Zentrum: „Schlimmer geht es ja eigentlich nicht mehr …“

Große Teile des Ihme-Zentrums soll die Civitas Property Group kaufen. Geht das Elend um die Sanierung damit weiter? Fragen an den Lindener Ratsherren Daniel Gardemin (B90/Die Grünen).

von Wolfgang Becker

Erneuter Eigentümerwechsel im 1974 eingeweihten Betonklotz. Hat Dich das überrascht?

Das Geschäftsmodell aller drei Investoren der letzten 20 Jahre ist die Immobilienspekulation. Kaufen, abwarten, ggf. ein wenig ausbessern, mit Gewinn verkaufen. Gegenüber dem NDR hatte ich gerade im Februar die Vermutung geäußert, dass der Großeigentümer Intown das Ihmezentrum noch vor dem vereinbarten Sanierungstermin wieder verkauft. Das entspricht der Unternehmenslogik. Unterzeichnet ist noch nichts, aber es sieht tatsächlich nach einem Eigentümerwechsel aus. Der NDR recherchiert übrigens derzeit zu den Geldquellen von Intown.

Nach Engel, Carlyle und Intown möchte jetzt die Luxemburger Civitas Property Group die Sanierung angehen. Hoffnung für die Bewohner des Ihme-Zentrums?

Hoffnung definiert sich an den Erwartungen. Schlimmer als Intown geht es ja eigentlich nicht mehr. Insofern keimt bei jeder Veränderung wieder Hoffnung auf.  …

Weiterlesen bei >> Welt in Hannover

14.03.201


Kommentare

  1. Die Gewinne laufen jetzt nicht bei Radio Menzel oder Brot Henke über die Kasse, sondern irgendwoanders auf der Welt. Die Gewinne wurden hier noch nicht einmal richtig versteuert, weil in die Steuerparadiese verschoben.

    Und die Politik unterstützt das und richtet damit einen großen volkswirtschaftlichen Schaden an. Man kann es auch so ausdrücken, dass bei solchen Deals große Vermögenswerte aus der Bevölkerung abgesaugt werden. In der Finanzwirtschaft läuft das noch viel krasser, betrifft aber sämtliche volkswirtschaftlichen Bereiche.

    – Gardemins Artikel fand ich auf Anhieb brilliant; er kann ja brillieren. Aber es ist schon wieder zu spät, und das hat auch System, und die Grünen tun nichts dagegen, freundlich gesagt.

  2. So, hier, ich nochmal ;-)))

    Daniel-„Linden a place to be“-Gardemin regt sich also darüber auf , dass, jetzt haltet euch fest, Immobilienfirmen mit Immobilien Geld verdienen. Unglaublich.

    Erst (mit Helfern) das eigene Viertel zum Szene-Kiez hochjazzen und sich dann wundern, wenn andere etwas mitverdienen wollen.
    Achso, ja, wer mit der gehypten Zähne;-) Geld verdient und wer bitte nicht, bestimmt sie natürlich selbst.

    Bigotterie hat meine Grossmutter so ein Verhalten immer genannt. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass…..

    Gute Nacht!

  3. Ach so, was ich noch vergessen habe:

    Natürlich wird in einem tendenziösen Interview a la „wir wern alle sterm“ mit keinem Wort auf den Umbauplan, den genehmigten Bauantrag und den pünktlich begonnenen Umbau eingegangen.
    Passt halt nich ins Konzept, nech?!?

  4. Schön, mal klare Aussagen der Politik zu hören, hust.

    Privatwirtschaftlich läuft das IZ nicht, also vorbereitende Untersuchung nach Baugesetzbuch, so wie es der Verein Zunkunftswerkschaft schon mal gefordert hat, also (teilweise) Enteignung der Leute im IZ möglich machen….

    Interessant, dass ein massgebliches Mitglied (Architekt) des Vereins auch beim Jamiel-Projekt mit dabei ist; eben dem Projekt, dem grade eine Privataudienz beim Pa……ähhh Bezirksrat zugeschustert wurde.
    Diese „Verstrickungen“ sind hier ja auch schon Thema gewesen und sollten auch weiterhin aufgezeigt werden.

    Gut, dass Schostok an seiner Linie festhält (sage ich als Schostok-Kritiker) uns es ausser der Anmietung der Flächen keine weitere „Einmischung“ von ausssen gibt.

    1. Es ist so herrlich…..oder eigentlich traurig…egal Hauptsache lachen; da kann man aus dem vollen schöpfen…

      Mich würden ja echt mal die Namen der „Experten“ interessieren, die die 300 Mio. Euro Behauptung aufbauen. Oder wird hier nur grade medial der nächste Mythos erschaffen?!?

      Und dann Verluste der Nord/LB als Argument für die Unseriösität des möglichen neuen Investors nennen. Eben jene Staatsbank die durch Misswirtschaft und Unfähigkeit der „sozialistischen Freunde“ in die faktische Pleite getrieben wurde.
      Wahnsinn. Kannste Dir nich ausdenken sowas.

      -„Intown hat mit diesem Modell innerhalb von nicht einmal vier Jahren höchste Gewinne aus dem Ihme-Zentrum gezogen.“
      Gibt es dazu vielleicht belegbare Fakten?!?

      So, später mehr…ist ja genug Potential drin;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.