3. November 2018

Die Situation ist mehr als unerfreulich. Seit einigen Wochen wurden ca. 45 Parkmöglichkeiten weggepollert auf der Jakobistr. in der List. Der verzweifelte Parkplatz-Suchverkehr hat zugenommen. Die Notparkmöglichkeiten werden unter Sicherheitsgesichtspunkten grenzwertiger. An den bisher benutzten Plätzen war es sicherheitsmäßig ziemlich unbedenklich – jedenfalls, wenn man an das Konzept von Spielstraßen denkt. Da kann sowieso ganz offiziell jeder gehen und fahren.

Anwohner wollen sich damit nicht abfinden und haben angefangen Unterschriften zu sammeln. Über 530 sind bisher schon in den letzten drei Wochen zusammengekommen. Der Unmut über die Parkplatzvernichtung scheint nicht gerade klein zu sein.
Die Poller bleiben bestehen!“, heißt es dagegen kategorisch von der Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann. So berichtet es die >> HAZ

Der Ausliefungsverkehr der Pizzeria N-JOY ist selbst von der Parkplatzknappheit betroffen. Dort liegen auch die Unterschriftenlisten bereit.

Wie zu vernehmen ist wird sich eine Initiative in nächster Zeit offiziell gründen.

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Viel Platz steht leer: Abgepollerter Bürgersteig vor der Pizza in der Jakobistr. 46

 

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Gegenüber der Pizza ist das Notparken noch möglich und soll auch so bleiben.

 

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Bei einem öffentlichen Ortstermin am gestrigen Freitag (02.11.2018) protestierten Autokritiker mit mahlenden Kindern gegen die Notparkflächen.

 

Auch in Linden-Limmer ist das Notparken durch gezielte Abpollerung in den letzten Jahren schwieriger geworden.

Siehe auch:

>> hallolindenlimmer.de/?s=notparken

>> Spezial: Autos – Freund, Feind oder was? – in Linden-Limmer und anderswo

>> Dieselgate

 

Andere Sichtweisen sind willkommen.

 

Klaus Öllerer
03.11.2018

 

Kommentare

  1. Ich frage mich angesichts der Diskussion: Wenn jemand auf ein Auto angewiesen ist und ihm Parkmöglichkeiten genommen werden, welche Lösung wird dann vorgeschlagen?
    Ich kann den Kommentaren hier leider nichts dazu entnehmen, sodass die Kommentare nicht konstruktiv sind.

    1. Park n Ride. Lass das Auto dort vor der Stadt stehen, wo du hinmusst und fahr den Rest mit den Öffis.
      dass Autofahrer da nicht selbst drauf kommen (ich sage ja schon länger, dass es eine Korrelation zwischen Bewegung und Intellekt gibt)

      1. Park and Ride funktioniert in bestimmten Fällen, taugt aber bei weitem nicht als allgemeine Lösung für jeden. Schon gar nicht für Anwohner, die zu Hause vor der Wohnung nach Parkplätzen suchen müssen.

        Nun mag sich Ihr Leben auf so einen sehr eingegrenzten Bereich beschränken, was durch Ihr Welt- und Gesellschaftsbild plausibel gestützt wird. Die Mehrzahl der Menschen kann ihr Leben aber nicht an der Verfügbarkeit des ÖNPV ausrichten, wie z.B. die Familie samt Kinderwagen und -zubehör zu transportieren, Schichtdienst zu leisten, ältere Verwandte zu chauffieren, größere Einkäufe zu tun oder Ziele jenseits urbaner Zentren zu erreichen. Und dies alles in der begrenzten Zeit eines Tagesablaufs. Ich nehme an, dass diese Erfordernisse in Ihrem Alltag nicht vorkommen. Damit sind Sie ein leuchtendes Vorbild für jene, die auf familiäre Verhältnisse und die Anforderungen der Arbeitswelt aus Prinzip keine Rücksicht nehmen, weil diese Probleme nur bei anderen liegen. Und für diese anderen ist das Auto ein wertvolles Hilfsmittel, um den Alltag zu bewältigen.

        Nun zeigt sich aber, dass jede Argumentation mit Ihnen sinnlos ist, da Sie nicht bereit sind, die Perspektive anderer Menschen und mit ihren Bedürfnissen einzunehmen und stattdessen zu einem autoritärem Verhaltensmuster neigen, den anderen Menschen Ihr eigenes Lebensmodell zuzugestehen. Und wenn andere Ihrem Beispiel nicht folgen wollen oder können, dann beginnen Sie, wie wir unten lesen dürfen, zu schreien. Ich möchte Ihnen daher professionelle ärztlicher Hilfe vorschlagen, da Ihre psychischen Probleme im Alter noch zunehmen werden. Das tut mir sehr, sehr leid für Sie.
        Sehr.

        1. Nett und freundlich zu seiner Umwelt zu sein, funktioniert in den meisten Fällen, aber bei weitem nicht für die breite Masse an A****öchern.

          Rücksichtnahme ist etwas, dass man in meinem Augen nicht mit Gemütlichkeit und Ignoranz versuchen sollte wegzudiskutieren.

          Ich halte das Verhalten der Autofahrer, die von „Notparken“ und ihren „besonderen Bedürfnissen“ sprechen, für autoritär. Klar macht der Autofahrer das im stinkenden stillen, aber die Auswirkungen sind immens, auch wenn er das nicht sieht. Es ist ihm auch egal, dass er die Öffentlichkeit regelmäßig um etwa 8,5m² /PKW beraubt.

          Allein das Verhältnis zwischen einer Tonne Metall und Kunststoff zum Transport von 80 kg (mit ansteigender Tendenz aufgrund der Ignoranz seines eigenen Körpers gegenüber) Lebendgewicht (das sich selbst transportieren kann und dafür gemacht ist), sollte denkenden Menschen die Augen öffnen.

          Autofahren in einer Großstadt ist (neben unserem Geldsystem) einer der asozialsten Anachronismen mit denen wir zu kämpfen haben.

          Diesen Gedankenschritt wird WW aber nicht machen können.
          Danke für den Spruch mit der ärztlichen Hilfe, besser hättest du nicht aufzeigen können, wie anmaßend du bist.

  2. Lieber Herr Öllerer… Ihr reaktionärer Einsatz für eine Stadt voller Autos in allen Ehren. Immerhin setzen Sie sich ja noch politisch ein (was vielen Zeitgenossen ja bekanntlich inzwischen völlig abgeht). Dennoch möchte inhaltlich ein paar Dinge exemplarisch aufgreifen, die ihrem energischen Kampf gegen den Fortschritt eine andere Meinung gegenüberstellen sollen.
    – Ihren Kampfbegriff „Notparken“, diese seltsame Mischung aus Falschparken und Notdurft, mögen Sie noch so oft wiederholen – ich denke, er sagt eher etwas über Sie und Ihr Verhältnis zum Auto aus als über die Situation der allermeisten Menschen, die abends den Kilometer Fußweg von Auto- zu Haustür scheuen. Eine „Not“ ist da in der Regel nicht zu erkennen – höchstens Luftnot nach Schnappatmung.
    – Sie haben in Ihrem sorgsam recherchierten Artikel („Wie zu vernehmen ist…“) aus Versehen vergessen zu bemerken, dass die nun abgepollerten Bereiche _gesetzeswidrig_ als Parkflächen genutzt wurden. Es waren also nie Parkplätze nach StVZO. Ups… na ja, kann ja mal passieren.
    – Ihr tendenziöser Artikel suggeriert mit Wertungen wie „Die Situation ist mehr als unerfreulich“, dass diese Einschätzung die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer und Anwohner teile. Dass dem nicht unbedingt so ist, sondern eine Meinung unter mehreren, konnte man am Tag der „Ortsbegehung“ beobachten, der nämlich eine ebenso große Schar an Menschen gegenüber stand, die gut gelaunt demonstrierten und auf Nachfrage erläuterte, wie städtischer Lebensraum in ihren Augen lebensfreundlicher genutzt werden könnte als durch das Zustellen mit Privateigentum.
    – Einen Fußweg neben einer Straße auch noch zur Spielstraße ernennen zu wollen… na, darauf muss man erst mal kommen.

    Um Ihre Kritik aufzugreifen: Natürlich braucht es neue Konzepte für die MIV-überlasteten Stadtteile. Wer jedoch unwillkürlich nach mehr Parkplätzen und mehr Straßen ruf, verkennt vielleicht, dass er damit das Automobil nur weiter als Verkehrsmittel attraktiv macht: Wer Straßen (und Parkplätze) sät, wird Verkehr ernten. Nichts anderes lässt sich seit Jahrzehnten weltweit beobachten.
    Die Lösung liegt vermutlich im Gegenteil, und – und daran hapert es noch immer gewaltig – im gleichzeitigen massiven Ausbau von Alternativen: Radverkehr, ÖPNV, CarSharing, Leihstationen für Transporträder, Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel (z.B. via App wie in Tallinn), günstige Taxis, Rikschas usw. usf. Dazu Konzepte zur Verkehrsvermeidung: (Re-) Aktivierung des nahräumlichen Konsums und Wirtschaftens, überhaupt Wiederbelebung des Nahraums usw. Es gibt unzählige Ideen und Ansätze. Allein: Durch die gegebene Infrastruktur ist das Auto für viele noch die attraktivste Methode der Mobilität. Das jedoch könnte sich mit jedem Parkplatz weniger, der mit einer alternativen Mobilitätsmöglichkeit einhergeht, ändern.
    Neue Parkplätze jedenfalls sind eine längst überholte Idee der Verkehrsentlastung. Es wäre nur die Erhöhung der Dosis, die kurzfristig vielleicht Linderung verschafft, aber niemals den Patienten gesunden lassen wird.

    1. mmh, irgendwie ganz schön diffamierend und autoritär:

      Zitate:
      reaktionärer Einsatz – energischen Kampf gegen den Fortschritt – Zustellen mit Privateigentum
      Allein: Durch die gegebene Infrastruktur ist das Auto für viele noch die attraktivste Methode der Mobilität. Das jedoch könnte sich mit jedem Parkplatz weniger, der mit einer alternativen Mobilitätsmöglichkeit einhergeht, ändern.
      Neue Parkplätze jedenfalls sind eine längst überholte Idee der Verkehrsentlastung. Es wäre nur die Erhöhung der Dosis, die kurzfristig vielleicht Linderung verschafft, aber niemals den Patienten gesunden lassen wird.
      Zitatenende

      Meine Sichtweise:
      Demokratie heißt Ausgleich zwischen den Interessen und Bedürfnissen aller Beteiligten.
      Bei Ordnungswidrigkeiten passt gut ein Vergleich mit Trampelpfaden auf der grünen Wiese:
      Die demokratische (und skandinavische) Reaktion:
      Oh, da besteht ein Bedürfnis nach einem Weg. Also machen wir einen.
      Dieses ist übrigens im Georgengarten nach langer Zeit mindesten einmal auch so geschehen, wie ich beobachten konnte.

      Die preußisch-reaktionäre Weise mittels Untertanengeist:
      Kontrollen, Strafen, Belehrungen, Zäune
      So verhält sich ein großer Teil unserer heutigen Fahrradlobby.
      Schade eigentlich.

      Bleiben wir doch lieber bei der Demokratie – oder?

      1. Dein Ansatz stellt Täter über Opfer…

        Ich sehe in Tapetes Text keine Diffamierung, höchstens eine Zuspitzung der Wahrheit, die du nicht verstehst.

        Es ist kein Problem, wenn die Masse einen Trampelpfad erstellt, den auch alle nutzen können. Bei deinem „notgeparktem“ (ich kriege mich bei diesem Begriff immer noch nicht ein) Auto, steht der Platz nur dir zur Verfügung. Siehst du die Orthogonale zwischen deinem Trampelpfad und der widerrechtlichen Nutzung von öffentlichem Raum von Privatpersonen?

        Ich befürchte, dass ich dich in einem Gespräch nur beschimpfen könnte, weil du die Realität dermaßen verdrehst und dir das auch noch selbst abnimmst.

        1. Kleine sachliche Antwort:
          * Sowohl die Benutzung des Trampelpfades, als auch das Notparken sind juristisch Ordnungswidrigkeiten
          * So wie der Fußgänger und Fahrradfahrer während der Benutzung der Boden nur Ihnen zur Verfügung steht (Sekunden, Minuten oder Stunden – je nach dem) und keinem anderen – so ist es auch beim Notparken mit dem Boden darunter (Minuten, Stunden, Tage – je nachdem).
          * Sowohl der Trampelpfad, als auch das Notparken stehen für legitime Bedürfnisse der Bevölkerung oder Teilen davon
          * Lösung: Den Benutzern entgegen kommen und kompromissfähige Lösungen suchen.

          Preussisches Spießertum und Untertanengeist sehe ich nicht als Lösung. Ich bin gerne zu einem Gespräch bereit.

          1. Den § will ich sehen, der die Nutzung eines Trampelpfades zur Ordnungswidrigkeit erhebt.
            Und weiterhin „notparken“ ist ein euphemistischer Neologismus, den du erschaffen musstest, um deine kognitive Dissonanz zu ertragen. Oder für dich übersetzte: Du biegst es dir zurecht wie du es brauchst…

          2. Der Begriff Notparken ist selbstverständlich angemessen. Wenn legale Parkmöglichketein nicht zur Verfügung stehen, kann man auf das Parken nicht deshlab einfach verzichten. Die Erfordernis zu parken ist nicht zu diskutieren. Es liegt mangls legalem Platz also ggf. eine Notsituation vor. Daher Notparken.

          3. WW bist du Klaus?

            Du rechtfertigst unverantwortliches Handeln und willst mir erzählen was peinlich ist?

          4. >> Du rechtfertigst unverantwortliches Handeln und willst mir erzählen was peinlich ist?

            Wer hat Ihnen das Mandat erteilt, darüber zu richten, was verantwortlich oder unverantwortlich ist? Scheinbar nehmen Sie sich viel wichtiger, als Sie auf dieser Welt sind. 🙂

          5. Jeder § hat seine Geschichte. Welche mag wohl hinter §12 STVO stehen?

            Hier wurde bereits deutlich gemacht, was akzeptiert ist oder nicht. Da brauche ich mir nichts anzumaßen..

  3. Ist es denn im Fließtext notwendig, die Jakobistraße abzukürzen? Wieso schreibt ihr statt Jakobistr. nicht ausgeschrieben Jakobistraße?
    So etwas stört den Lesefluß ungemein.

    Doch nun zur Sache: Der Begriff „Notparken“ kommt mir heute zum ersten Mal in den Gehörgang.
    Wer hat sich so etwas ausgedacht, und wo finde ich in der StVO den entsprechenden Passus?
    Nach wie vor bin ich als aktive Radfahrerin und Fußgängerin der Meinung, dass Blechkisten nichts auf unseren Wegen zu suchen haben.
    Demnächst werde ich mir mal diese sogenannten Spuckies besorgen.
    Für ein freundliches Miteinander.

  4. Sind die Blechkisten eigentlich versichert wenn die auf dem Fußweg parken?
    Ich kann mir nicht vorstellen das Schäden an den Blechkisten die durch legale Verkehrsteilnehmer auf dem Fußweg durch den legalen Verkehrsteilnehmer zu begleichen sind?
    Und was ist mit Rettungseinsätzen ?

    1. Leider sind sie es wohl, zumindest wenn es kein Rettungseinsatz ist bei dem das Fahrzeug den Weg versperrt.
      Ja, ich wäre dafür das da mal der Gesetzgeber den letzten Fahrer/In (ersatzweise den Halter/In) als dafür Haftenden einstuft. Wobei ich nicht dafür bin, das wie vor kurzer Zeit in Linden Nord vorgekommen ist, deswegen die Autos gleich angezündet werden.
      In Moskau gibt es eine Organisation die klebt riesige Aufkleber auf die Scheiben. Wenn der Kleber haftet gehen die richtig schlecht wieder ab.

      1. – „In Moskau gibt es eine Organisation die klebt riesige Aufkleber auf die Scheiben. Wenn der Kleber haftet gehen die richtig schlecht wieder ab.“

        Das war aber nicht in Moskau, sondern in einem Dorf nahe Dijon. Das ist der Ort in Frankreich, wo der Dijon-Senf herkommt. Dort hat ja Putin glücklicherweise noch nicht das Sagen.

  5. „Notparken“. Ist das sowas wie Notwehr? Ich finde da irgendwie kein § in der StVO. Kann es sein, dass da jemand ganz immens mit der kognitiven Dissonanz, die die Benutzung eines PKWs mit sich bringt, nicht zurechtkommt?

    Echt schade, dass man mit so einer Meinung trotzdem so laut sein darf…

    1. Und noch n kleiner Klugschiss: bei dem Protest an den sich Kinder beteiligt haben. Wurde zwar Kreide gemahlen, aber den Kindern war das Malen mit Kreide wichtiger…

  6. Wenn die Gehwege breit genug sind, dann muss die Stadt eben die Gehwege schmaler machen und Parktaschen einrichten. Allerdings kostet das die Stadt Geld. Hier könnte man die Anwohner Fragen ob sie sich an den Umbau der Straßen nicht finanziell beteiligen wollen, da würden sich bestimmt welche finden die im Gegenzug dann einen festen Stellplatz bekommen könnten. Die übrigen Parkplätze könnte man dann per Parkschein auf Zeit vermitteln.
    Und ich sehe es auch so: Notparken ist und bleibt Falschparken! Im Falle von Behinderung von Rettungsfahrzeugen sollten diese Fahrzeuge abgeschleppt und auf kosten des Halters verschrottet werden. (Dieses müsste allerdings die Behörden machen und nicht irgendwelche die die Autos vor Ort anzünden)
    Notparken ist für mich wenn ein Fahrzeug mit einem Defekt liegen bleibt und nicht weil man zu Faul ist sich einen freien Stellplatz zu suchen oder wo einen Stellplatz zu mieten.

  7. „Viel Platz steht leer: Abgepollerter Bürgersteig vor der Pizza in der Jakobistr. 46“

    Die StVO sieht vor, dass an Kreuzungen und Einmündungen im Bereich von jeweils 5 Metern nicht geparkt werden darf. Damit wird gewährleistet, dass Fußgänger*innen und andere Verkehrsteilnehmer*innen sicher queren können und freie Sicht auf eventuelle Gefahren haben.

    In diesem Zusammenhang von Notparken zu sprechen, ist wohl der krasseste Euphemismus des vekehrspolitischen Jahres in Hannover.

    1. Nja, aber in der List ist es noch mal schlimmer als in Linden-Limmer, denn schlimmer als in Linden-Limmer geht es immer. (Den muss man sich merken! Ist selbst ausgedacht.)

      Auf Parkplatzsuche fährste da dreimal nacheinander die selben Anliegerstraßen – in der reinen Hoffnung, inzwischen könnte Jemand ausgeparkt haben. Letztendlich parkt man dann „bestmöglich“, mit schlechtem Gewissen und der Aussicht auf ein Knöllchen … auf den ohnehin viel zu breiten Bürgersteigen dort. Die Fußgänger dort stört das nicht wirklich, weil immer noch reichlich Platz verbleibt.

      Die Maßnahmen haben auch etwas mit einer zu rigorosen, dogmatischen Denkweise zu tun. Normalerweise wünscht man sich in Gesellschaft und Politik ja sozusagen Ausgleichsflächen (ich denke noch über einen geeigneteren Begriff nach). So was wie die Überschwemmungsgebiete an der Leine halt. So dass man den tatsächlichen Dynamiken gerecht wird und nicht nur etwas am Grünen Tisch zusammenbastelt, was dann vielleicht sogar fatale Auswirkungen auf betroffene Bürger hat.

      Die Falschparker dort haben ja sowieso schon die Arschkarte, öfter mal ein Knöllchen zu kassieren. Luxussteuer sozusagen. Ich würde in der List kein Auto haben wollen ohne festen Stellplatz und habe mich bei meiner letzten Stadtteilentscheidung bewusst für Linden entschieden, auch weil man von hier aus mit dem Fahrrad in fast alle Richtungen gut und problemlos durchkommt. In der List hat man ja meistens Autos oder Ampeln. Beide sind zum Fahrradfahren vollkommen unnötig.

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