27. Oktober 2018

Bei den letzten Kommunalwahlen 2016 erreichte eine neue Partei (AfD) 4,6 % der Stimmen in Linden-Limmer. Öfters tauchte die Frage auf, wer denn die Wähler seien, die diese Partei gewählt haben. Öffentlich bekannte sich niemand dazu.

Nun hat sich eine Wählerin mit einem Offenen Brief gemeldet, den wir hier veröffentlichen. Der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert.

Als Anlass für diesen Offenen Brief an das Netzwerk Erinnerung und Zukunft e.V. wird die Veröffentlichung des aktuellen Netzwerkkalenders angegeben, weil dort gegen die AfD argumentiert wird.
>> Netzwerkkalender: „ERINNERUNG UND ZUKUNFT IN DER REGION HANNOVER“.

Redaktion halloLindenLimmer.de

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Offener Brief

An: Netzwerk Erinnerung und Zukunft e.V

Von Kerstin Müller*

Ich möchte gern auf ihre Abhandlung eingehen.

Ich habe jüdische Vorfahren und meine Eltern kamen 1951 nach Hannover als Migranten und um sich hier niederzulassen und zu arbeiten. Mein Bruder und ich wuchsen in Hannover-Linden in einer besonderen Zeit auf. Wir konnten uns nach einigen Jahren zu der gut bürgerlichen Mitte zählen. Meine Eltern verdienten beide sehr gut und haben uns vieles ermöglicht.

Ich wohne immer noch in Linden, weil ich diesen Ort liebe. Ich konnte gut 55 Jahre vieles sehen und erleben. Bis vor wenigen Jahren eine Veränderung im sozialen Umfeld mich äußerst beunruhigte, war es recht friedlich und jede Kultur lebte enspannt nebeneinander her. Multikulti fand manchmal statt, aber meist blieben die unterschiedlichen Kulturen unter sich. Niemand störte sich daran, wenn einer eine andere Meinung vertrat. Das war eben so. Ich erinnere mich ziemlich genau, wann hier eine soziale Unruhe im Stadtviertel stattfand, die sich bis heute drastisch verstärkt hat.

2014 war zum ersten mal kurz vor Weihnachten von der Flüchtlingswelle die Rede. Soweit so gut, oder eher nicht. Hier in Linden merkte man erst nicht so viel davon. Das begann erst, als wir Bewohner vor vollendeten Tatsachen gestellt wurden, dass es hier mehrere Unterkünfte für Flüchtlinge aus Syrien geben sollte. Viele Freiwillige Helfer sorgten für unsere Neubürger.

Im Laufe der Zeit sah ich immer öfter, beim Einkaufen, das einige dieser Neubürger sich hier alles andere als freundlich und angemessen verhielten. Manche stahlen und in den Geschäften sah ich immer mehr Security. Auf der Strasse wurde ich von diesen Männern (ich wunderte mich noch, dass es hier nur Männer in den Unterkünften gab) unfreundlich bepöbelt und es wurde vor mir ausgespuckt und das, obwohl ich mich nicht anders verhielt wie sonst. Ich habe es ignoriert und bin meines Weges gegangen. Ich muß gestehen, da ich furchtbare Geschichten von meinen Eltern über die Vergangenheit Deutschlands über die Verfolgung der Juden gehört hatte, kam mir ein schrecklicher Gedanke. Da es nicht bei einem Vorfall blieb, bekam ich Angst. Aus verschiedenen Medien erfuhr ich, dass viele dieser Flüchtlinge antisemitisch sind und Juden aus tiefstem Herzen hassen. All die Jahre habe ich mich im neuen Deutschland sicher und wohl gefühlt. Das ist seit vier Jahren vorbei.

Als Frau abends alleine durch die Straßen zu gehen macht mir inzwischen Angst. Und das geht nicht nur mir so. Familien haben große Sorge um die Zukunft ihrer Kinder. Oft stehen jetzt auch „Flüchtlinge“ in den Grünanlagen und verkaufen Drogen und schimpfen aggressiv, wenn man sie ignoriert. Ich bin mittlerweile durch diese Zuständen total verängstigt und überfordert, deswegen habe ich beschlossen mich politisch umzuorientieren. Früher wählte ich je nach Bedarf die jeweilige Partei, von der ich mich angesprochen fühlte. Mal die Grünen, SPD oder CDU. Nur z.Z. finde ich meine Sorgen und Bedürfnisse nach Schutz und Fürsorge in nur noch einer Partei wieder. Das ist tatsächlich nur noch in der AFD zu finden.

Diese Menschen wecken in mir die Hoffnung, dass alles wieder hergestellt werden könnte, was mir lieb und wichtig ist. Was ich überhaupt nicht begreife, sind die Angriffe auf diese Partei, die eine Multikulturelle Mischung und einem Querschnitt von allen möglichen Menschen ist. Ich habe Farbige, Südländer, Homosexuelle, Migranten, Frauen, Juden und verschiedene Konfessionen dort kennengelernt, denen ihre Heimat Deutschland sehr am Herzen liegt. Es ist die einzige Partei, der ich voll vertraue, dass sie für die schon länger hier lebende Bevölkerung eintritt.

Da sich die Altparteien wohl von diesen Menschen bedroht fühlen wird gegen diese Newcomer gehetzt. Ich empfinde nun, was meinen Eltern geschehen ist. AFD-Leute und Andersdenkende werden diskriminiert, verfolgt, beschimpft, ausgegrenzt und mit Mord bedroht. Sogar von vielen Deutschen werden wir, wie meine Eltern damals, verprügelt, gejagd, bedroht. Ich bin nun alt und es wiederholt sich das grausige Spiel aus den Juden- und Andersdenkenden-Verfolgungsjahren, die niemals wieder in Deutschland stattfinden sollten.

Danke CDU, SPD, LINKE, GRÜNE, FDP und alle Mitläufer. Wann muss ich mit einer Kristallnacht rechnen?

Kerstin Müller*
10/2018
* Name geändert

Video über die „Juden in der AfD“

 

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Andere Sichtweisen sind willkommen.

27.10.2018

 

 

Kommentare

  1. Ein Vergleich zwischen Grünen und AfD liegt nahe. Im Gegensatz zur AfD waren die Grünen bei Gründung kriminell durchsetzt (Pädophilie, Gewalttäter, etc.).

    Zitat: „Man darf sich erinnern. Zur Gründung der Grünen trafen sich: Alt- und Neukommunisten. Rechte bis rechtsradikale Ökologen. Sogenannte Lebensschützer und Pädophile. Ehemalige Linksradikale, die auch schon mal als „Putztruppe“ einen Polizisten schwer verletzt hatten. Tiefbraune Umweltschützer und Landfrauen rechts von der CSU. Und ein Skandal jagte den nächsten. Die Partei galt als Angriff auf die Demokratie, manch braver Sozialdemokrat rief das Ende der Republik herbei. Nicht nur Christdemokraten bezeichneten diejenigen Grünen, die weiterhin in kommunistischen Gruppen mitarbeiteten, als Verfassungsfeinde. Mindestens in Nordrhein-Westfalen wurden grüne Politiker vom Verfassungsschutz beobachtet.“

    https://www.achgut.com/artikel/darf_man_gruene_und_afd_vergleichen_wir_tun_es

  2. Ich möchte vorweg betonen: Ich bin immer noch ein Befürworter für Multikulti und immer gewesen. Nur was seit 2014/15 hier in Europa stattfindet ist nicht verzeihbar. Jeder soll die Möglichkeit bekommen, so wie meine Vorfahren, aus seiner Zukunft das Beste zu machen. Aber keiner hat das Recht, sein Gastland und vielleicht späteres Heimatland und deren Ureinwohner so dermaßen zu schädigen, wie es derzeit geschieht. Ich frage mich wirklich, denken die jetzigen Verteidiger dieses Chaos an die Zukunft und den eventuellen Folgen, die ja seit einigen Jahren nicht mehr zu beschönigen sind ?

    Zuerst erfand die Bundesregierung kurz nach der Grenzkapitulation 2015 das Märchen von den Fachkräften, die uns die demographische Pyramide in Ordnung bringen. Das haben allen Ernstes einige Zeitgenossen geglaubt, jedenfalls so bis etwa 2016. Von manchen Organisationen der Migrationsindustrie, wo mit unseren Steuergeldern Millionen abgegriffen werden, wird das sogar heute noch verbreitet.

    Als die ersten migrationsbedingten Wellen von typischen Straftaten nicht mehr totzuschweigen waren passte man die Kriminalitätsstatistik an. Seitdem ist es eine rechtsradikale Straftat, wenn ein muslimischer Migrant ein Hakenkreuz an die Wand sprüht oder einen Juden verprügelt.

    Dann erklärte man uns ab etwa 2017, das Problem sei vorbei, es käme ja jetzt keiner mehr. Dabei spiegelte man vor, dass von den hier befindlichen Millionen illegaler Migranten ein wenigstens wahrnehmbarer Anteil abgeschoben würde. Tatsächlich sind es jährlich etwa 15.000, davon über 80% in ein anderes EU-Land, von wo man binnen 12h wieder in Deutschland ist. In der Zwischenzeit kommen weiterhin ein Vielfaches der Zahl, die das Land verlässt an illegalen Migranten nach Deutschland.

    Ein Husarenstreich war das nun in der Umsetzung befindliche „Einwanderungsgesetz“. Der Name lässt vermuten, dass endlich ein schon 1992 von der Süssmuth-Kommission gefordertes Gesetz zur Steuerung legaler Zuwanderung ohne den Umweg über Asylschwindeleien geschaffen wird. Pustekuchen! Das Gesetz regelt ausschließlich, wie ausreisepflichtige Asylschwindler trotzdem legal in Deutschland bleiben können.

    Jetzt sickert (siehe Link) selbst in den Medien wie Spiegel Online durch, dass man uns hinsichtlich der offiziellen Zahlen wohl versehentlich nicht die Wahrheit gesagt hat. Bestimmt nur ein Büroversehen.

    Wenn man die Menschen bei diesem sensiblen Thema systematisch und so durchschaubar belügt, treibt man sie in Massen in die Arme derjenigen, die mit Hass und Ressentiments auf der Erfolgswelle schwimmen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-in-deutschland-leben-offenbar-mehr-illegale-migranten-als-bisher-angenommen-a-1234282.html

  3. 1. Ein Blick in das „Wahlprogramm“ der AfD reicht völlig aus, diese Partei einem demokratisch denkenden und handelnden Menschen unwählbar zu machen.

    2. In einer Demokratie müssen wir zwar zulassen, dass auch Parteien mit undemokratischen Grundsätzen sich frei äußern dürfen.
    Dies schließt aber Toleranz gegenüber menschenverachtendem, diskriminierendem und den Rechtsstaat verletzendem Handeln nicht ein. Ein solches Handeln muss auf das Schärfste bekämpft werden.

    3. Hierher kommen Flüchtlinge aus Ländern, in denen Kriege toben, an denen Deutschland zumindest mittelbar eine Mitschuld trägt. Wir ernten die Früchte des außenpolitischen Handelns unserer Vertreter, die wir gewählt haben. Diese treiben wissentlich Handel mit Verbrechern. Hier dürfen wir mal innehalten und darüber nachdenken, ob das unsere Regierungsvertreter und alle, die das unterstützen, nicht selbst zu Verbrechern macht?

    4. Flüchtlinge aus Kriegsgebieten sind häufig schwerst traumatisiert. Sie bedürfen einer von Anfang an tiefgreifenden psychologischen Betreuung und einer engmaschigen Hilfe.

    5. Bescheuerte Hausmeister, Verwalter und Vermieter gibt es auch unter „Deutschen“. Mit meinen Vermietern in Hannover hatte und habe ich großes Glück, aber in anderen Orten habe ich mit „deutschen“ Vermietern schon große Schwierigkeiten gehabt und weiß darüber sehr viel mehr zu berichten.

    6. Schlechtes, diskriminierendes Verhalten ist eine Frage der Erziehung und der eigenen Erlebnisse. Es braucht Zeit, um den daraus resultierenden Folgen nachhaltig zu begegnen.

    7. Nicht nur ich, auch viele meiner Bekannten haben diskriminierendes Verhalten und sexuelle Gewalt durch „gute Deutsche“ erlebt. Das Wenigste davon ist jemals an irgendeine Öffentlichkeit gelangt. Macht es menschenverachtendes und gewalttätiges Verhalten für Opfer und Angehörige etwa auch nur einen Deut besser, wenn es von „Deutschen“ verübt wird? Wo sind all die Aufschreie, wenn Kinder von „Deutschen“ gequält werden? Wenn „Deutsche“ in Thailand oder auch in Deutschland das Leid von Zwangsprostituierten ausnutzen?
    Das Hervorheben solcher Taten durch Migranten und die dem innewohnende Bagatellisierung gleicher Taten durch deutsche Bürger ist zynisch.
    Wie viele Flüchtlinge befinden sich eigentlich so im Durchschnitt unter randalierenden Fußballfans, für die regelmäßig Polizisten abgestellt werden müssen?

    Lest doch bitte den Untertan, das Wahlprogramm der AfD, bildet Euch politisch, setzt Euch mal für schwächere Gruppen ein und sucht nicht ewig wieder die Schuld bei den Schwächeren, die sich nicht wehren können.
    Aber nach unten treten ist wohl leider immer wieder der einfachste Weg derer, die nicht lernen wollen.

  4. Zur Systematik des folgenden Kommentars sei zur Entlastung des ernsthaften Lesers vorangeschickt, dass alle nummerierten Links ergänzende Information geben, also für ein Grundverständnis des Themas nicht unbedingt nötig sind. –

    Was die in diesem Forum vorgeworfene Relativierung von Faschismus angeht, Herr Gardemin, erfassen Sie die Größenordnungen offenbar nicht. Gegen die Faschisten in der Ukraine, die die Grünen, über ihre Heinrich-Böll-Stiftung und ihre Spitzenregierungspolitiker, in die Regierung propagiert haben, ist die AfD ein humanistischer Kindergarten.

    Das hier sind zum Beispiel Anhänger der Swoboda-Partei:
    https://jasminrevolution.files.wordpress.com/2014/03/svobodaprotesters.jpg

    Diese gewalttätigen Ausschreitungen, die gezielte Vernichtung von Dissidenten, die Besetzung von Regierung und Verwaltung mit Kadern – das ist seit 2014 nicht besser geworden in der Westukraine (hier entsprechende Artikel von 2018 [1][2]). Im Gegenteil, die sich neu etablierenden Parlamentsparteien sind noch faschistischer als selbst die Swoboda (NPD-Niveau). In Parlament und Regierung sind die Faschisten erst seit dem Maidan-Umsturz breit vertreten – den die Grünen massiv propagiert und gefördert hatten.

    [1] https://www.heise.de/tp/features/Slawa-Ukraini-Poroschenko-versucht-rechtsradikale-Waehler-hinter-sich-zu-scharen-4137455.html
    [2] https://jasminrevolution.wordpress.com/2018/03/22/massenmorde-grune-boll-stiftung-sieht-ihre-maidan-version-widerlegt-und-schweigt/

    Hier eine kurze Zusammenfassung der olivgiftgrünen Mitwirkung an der Faschisierung der Ukraine:

    – „Die einzige politische Kraft im deutschen Parlament, die die antirussischen Fahnen unentwegt hochhängt und die ukrainischen Faschisten als unbedeutende Randerscheinung abtut, sind die Grünen. Spätestens seit den Krisendebatten im Bundestag Ende Februar sowie Mitte März ist klar: Die vormaligen Ökopaxe haben sich zur schrillsten Kriegspartei gemausert, die das Land derzeit zu bieten hat. Bereits im Herbst zeichnete sich klar ab, dass die bundesdeutschen Grünen kompromisslos auf den Regime Change in der Ukraine setzten. Mit Hilfe der Heinrich-Böll-Stiftung bezog die Partei eindeutig Stellung im gerade heißlaufenden Propagandakrieg. Ein Highlight im grünen Krieg der Informationen: ein von mehreren Dutzend Geisteswissenschaftlern verfasster Aufruf [3], der die Maidan-Bewegung als Bewegung zivilen Ungehorsams hinstellte. Die Einflussnahme rechter Kräfte wird in diesem Pamphlet nach Kräften bagatellisiert. In dasselbe Horn stießen die vor Ort angereisten Parteipromis Rebecca Harms und Marieluise Beck. Fachliche Expertise der beiden grünen Freiheitskämpferinnen: Alles im grünen Bereich, Demokratie schreitet voran; Rechte kann man vernachlässigen.“

    Quelle: https://www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/gruene-kriegstreiber

    Der Link [3] im Text führt zu: http://www.boell.de/de/2014/02/20/euromaidan-freiheitliche-massenbewegung-zivilen-ungehorsams
    Vor allem sind, unter dem Artikel, viele Kommentare sehr lesenswert – scharf getroffen und deutlich erkenntnisbringender als der Artikel selbst. Das Selbe trifft auf weitere Artikel zum Thema Ukraine, Faschismus und Grüne zu [4][5]:

    [4] https://www.boell.de/de/2014/07/11/gruene-antworten-auf-die-krise-der-ukraine
    [5] https://www.boell.de/de/2014/10/14/freiheit-und-das-prinzip-verantwortung

    – Wer also grün ist und im ganz kleinen Glashaus sitzt, sollte besser nicht versuchen, Insekten zu fangen. Denn sonst klebt womöglich die Zunge fest.

  5. Es ist wirklich erstaunlich, dass die Kommentare, die sich auch nur Ansatzweise gegen unsere lieben Neubürger oder Kritik in Richtung Links, Grün, Antifa und Türken richtet, sofort abgebürstet werden. Welche Klientel verhält sich denn wie die Axt im Walde? Dieses dominante Verhalten, dass auch hier in Linden- Limmer vorherrscht ist bezeichnend. Jeder, der sich wehrt und auflehnt gegen Ungerechtigkeit und nicht mit dem Mainstream mit schwimmen will wird zum Schweigen erpresst und verbal niedergebrüllt. Was Parteien angeht, die eine andere Sichtweise vertreten ; Das ist in einer Demokratie sogar erlaubt. Warum werden hier Opfer zum Täter gemacht? Was stimmt mit euch nicht?

  6. Ich möchte mich in den „Innenfight“ zwischen Klaus Öllerer und Daniel Gardemin gar nicht so sehr einmischen.
    Trotzdem fallen mir dazu ein paar Gedanken ein, da ich finde, dass diese Diskussion bezeichnend ist:

    Warum kochen erst beim obligatorischen Trigger-Begriff „AfD“ die Emotionen so hoch?
    Warum gibt es keine Empörung, wenn ein Fussgänger auf der Limmer getötet wird, wenn eine Frau am hellichten Tag an der Glocksee bewusstlos geschlagen und ausgeraubt wird, wenn Scheiben von Geschäften eingeschlagen werden?!?

    Warum wird sich (stattdessen) z.Bsp. für die Benennung eines Platzes nach einem Sympathisanten einer verbotenen, terroristischen Vereiningung eingesetzt? Warum müssen die Hochbahnsteige auf der Limmerstrasse jetzt unbedingt ganz anders gebaut werden, obwohl die politische Entscheidung darüber schon vor Jahren stattgefunden hat?!?

    Klar liegt die AfD auch oftmals daneben und ist eben keine Alternative ; aber machen es die „Volksvertreter“ in Linden-Limmer denn wirklich so viel besser?

    1. Johnny, mir geht es hier nicht um einen Rundumschlag zum Sinn oder Unsinn von Bezirksratspolitik. Da scheinen wir andere Meinungen zu haben. Weil es mich bewegt aber ein Wort zu dem Totschlag auf der Limmerstraße: Ich habe dazu meine Betroffenheit im letzten Bezirksrat ausgedrückt. Mehr Mittel sehe ich in meiner ehrenamtlichen Politikarbeit nicht. Wie sollte Ihrer Meinung nach ein AfD-Brief oder eine AfD im Bezirksrat Aggression unter Menschen verhindern? So wie sich die AfD im Rat verhält, macht mir eher Sorge, dass die AfD zu Hass auf andere und zu Unfrieden anstiftet. In Sachsen-Anhalt haben sich vorgestern AfD-Politiker sogar auf der Landtagstoilette untereinander geprügelt.

      1. Doppeltes Spiel

        Hallo Daniel,
        Du wendest Dich vorstehend gegen „Aggression unter Menschen“ und „Hass auf andere“.
        Aber warum nur, wenn diese von der AfD kommen?
        Wie sieht es dabei mit Euch selbst aus?
        Sitzt Ihr – Du und die Grünen – dabei nicht so richtig im Glashaus?
        Warum macht Ihr nichts gegen Aggression und Hass, der von Euren Verbündeten und Ziehkindern ausgeübt wird?
        Ich meine damit vor allem die Linksautonome Kampagne Ahoi im Wohnprojekt Fröbelstr. und die Grüne Jugend, die sich brüstet linksextrem zu sein.

        Für die konkreten Auswirkungen dieser Aggressions- und Hasskultur in Linden gibt es Einiges an schlimmen Beispielen.
        Warum setzt Ihr Euch nicht für demokratische Verhaltensweisen, für eine Kultur des Redens und der Diskussion ein? Warum nur dieser ganze Hass? Eigentlich hatte ich eine neue Diskussionskultur mal als Erfolg der alten APO angesehen.

        Meine Erinnerungen werden immer wacher. Als ich nach den Schüssen auf Rudi Dutschke 1968 nach Berlin kam, war die Saat des damaligen Kampfes gegen die APO („Kampf gegen Links“) bereits aufgegangen.

      2. Herr Gardemin, mir geht es eben genau um diesen Widerspruch, der u.a. durch die Arbeit des Bezirksrats deutlich wird.
        Der Bezirksrat ist beherrscht durch die Fraktionen der Grünen, der Linken und der SPD. Und ich möchte nicht von unsinnigen Entscheidungen und Anträgen sprechen; dafür respektiere ich Ihre, wie Sie selbst sagen ehrenamtliche, Arbeit zu sehr.

        Aber wo bleibt die Ausgewogenheit?

        Warum gab/gibt es keine Gedenkversammlung oder wenigstens ein Strauss Blumen oder ein kleines Schild? Leute, da ist ein Mensch völligst sinnlos in unserem „Wohnzimmer“ getötet worden und es passiert…..nichts!

        Und genau das stört mich. Handeln auf der einen Seite und Nichts-tun auf der anderen.

        Und nein, ich glaube nicht, dass es eine AfD gut machen würde.
        Ich hoffe, dass es die jetzigen Politiker besser machen werden!

        P.S. So, und jetzt nehme ich einen Besen in die Hand und kehre vor der eigenen Tür 😉

        Schöne Grüße aus dem Ihme-Zentrum.

  7. Die Sichtweise der Kommentierenden kann ich gut nachvollziehen. In der Tat sind viele Migranten aggressiv. Politiker ignorieren völlig sowohl die Verhaltensweisen von Migranten als auch sonstige Probleme. Ich wohne in einem Haus, in dem der „Hausmeister“ Türke ist, der mit aller Macht versucht die Oberhand zu gewinnen. Das läuft darauf hinaus, dass er im Sommer letzten Jahres 6 Wochen lang nicht putzte, jedoch dafür Geld haben will… Aus nichtigen Anlässen schreit seine Frau mich an, weil ich mich bei der Hausverwaltung beschwerte. Ich schreie nicht zurück, weil ich das primitiv finde… Ausserdem wurde mir, jeweils Montag, im Winter die Heizung abgestellt. Aus Wut, wenn ich mich beschwere… Hier wird also von Anfang an versucht, die Oberhand zu bekommen… Wer bezahlt eigentlich diese Dienste… Es wird hier, schon im Kleinen, eine völliig verkehrte Welt praktiziert. Die hier länger Lebenden sollen massivst benachteiligt und belästigt werden…

  8. Klar bringen nicht wenige arabischstämmige Flüchtlinge judenfeindliche Stereotype mit („israelbezogener Antisemitismus“). Angesichts dessen aber die Gefahr einer „neuen Kristallnacht“ herauf zu beschwören, ist maßlos übertrieben – und so demagogisch wie die Klage, in den Flüchtlingsunterkünften nur Männer zu sehen. Schon mal was vom Verbot der Familienzusammenführung gehört?

    Realsatire? Muss nicht sein. Unter Juden gibt es genau so viele Progressive und Reaktionäre, Kluge und Spinner wie in jeder anderen Bevölkerungsgruppe. Bekannt ist. dass Juden 1933 Aufnahmeanträge in die NSDAP stellten, weil sie mit ihren politischen Zielen einverstanden waren – mal den Antisemitismus ausgenommen.

    Perfide finde ich übrigens von der Redaktion, als Pseudonym den Namen „Kerstin Müller“ zu wählen. Das hat die Grünen-Politikerin und frühere Büroleiterinn der Heinrich-Böll-Stiftung in Israel nicht verdient.

  9. Klaus Oellerer, bist Du jetzt für die AfD aktiv? Du machst Dich zum Handlanger einer Auseinandersetzung zwischen der AfD und dem Netzwerk Erinnerung und Du verteilst hier Henryk Broders subtile AfD-Werbung. Der Trick: AfD soll vielfältig aussehen und keinesfalls antisemitisch wirken. Also schmückt sie sich mit Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft. In der politischen Praxis hetzt sie aber genau gegen diese Menschen. Das weißt Du auch, deshalb ist es umso schlimmer, dass du so etwas postest. Das ist beschämend, 80 Jahre nach dem 9. November 1938.

    1. Hallo Daniel,
      haben wir nicht Beide einen Konsens, was Demokratie ist? Das dachte ich bisher zumindest.
      Willst Du jetzt, dass nicht mehr berichtet wird, was in Linden geschieht? – und zwar gerade dann, wenn es Dir nicht passt? Willst Du eine Zensur? Das hatten wir doch schon mal.

      Du weißt Doch, dass für mich das journalistische Prinzip gilt „zu berichten, was ist“. Und zwar völlig unabhängig davon, ob ich die dort geäußerten Sichtweise teile, ablehne oder neutral sehe. Und Du müsstest auch wissen, dass ich parteipolitisch völlig unabhängig und neutral bin. Ankommen tut es immer auf die Sachargumente – oder nicht?
      Warum greifst Du hier zu dem Mittel der Denunziation und warum gehst Du nicht lieber mit Sachargumenten auf die Veröffentlichung ein?
      Ist das vielleicht ein Ausdruck Deiner argumentativen Schwäche?

      Ich habe so etwas in meiner alten APO-Zeit 1968 schon mal erlebt. Die damalige APO wurde ausgegrenzt, denunziert (als kommunistisch, etc.) bis zum geht nicht mehr. Und das Ergebnis? Radikalisierung auf der APO-Seite und schließlich musste sich die etablierte Seite beugen und anfangen öffentlich zu berichten und zu diskutieren.

      Sollten wir nicht alle aus dieser Geschichte lernen, Daniel?

      1. Hallo Klaus,
        vielleicht war ich nicht deutlich genug. Du betreibst hier wissentlich ein perfides Spiel. Wir befinden uns vor dem 9. November 2018, dem Tag, an dem an die Progrome der Nazis und ihrer Mitläufer gegen Juden, jüdische Geschäfte und Synagogen in ganz Deutschland gedacht wird. Dazu hat das Netzwerk Erinnerung und Zukunft e.V. einen Veranstaltungskalender herausgebracht. Im Vorwort der Broschüre, die auch ein Grußwort der Dezernentin Beckedorf trägt, heißt es: „Die Rechte von heute á la AfD leugnet nicht wie Stiefelnazis die Verbrechen des Nationalsozialismus: Sie sucht sie zu relativieren im Vergleichen mit anderen totalitären Regimen, sie hebt angeblich Heroisches wie deutsches Soldatentum als Charakteristikum des Deutschseins hervor und geißelt dabei die Entmannung von Volkstum und Nation durch eine Geschichts- und Erinnerungskultur, die sich an den unveräußerlichen Menschenrechten als Normativ orientiert. Gauland, Höcke und Kompagnons sind die Werte der Aufklärung ein Graus, weil diese einer Ideologie und Politik der volksgemeinschaftlichen und nationalistischen Ausgrenzung und Selbstüberhöhung entgegenstehen.“
        Der von Dir ins Netz gestellte Brief der sogenannten „Kerstin Müller“ reagiert auf genau diesen Abschnitt, mit dem Ziel, die AfD von dem Verdacht des Antisemitismus befreien zu wollen. Du garnierst das Ganze dann noch mit dem einschlägigen Video von achgut.com, dem Blog von Henryk Broder.
        Die Kombination eines Briefes einer AfD-Wählerin und eines Videos von achgut.com zur vermeintlichen Vielfalt der AfD hat nur das Ziel, das Netzwerk Erinnerung und Zukunft zu diskreditieren und nebenbei gleich auch noch Unruhe in Linden und Hannover zu schaffen.
        Es ist dann kein Wunder, dass hier auf Deiner Seite gleich jemand gegen seinen türkischen Hausmeister schimpft.
        Du kannst das ja alles posten und machst das ja auch. Du verkaufst das Ganze als freie Meinungsäußerung, bedienst Dich dafür aber einschlägiger AfD-Materialien. Das solltest Du kenntlich machen. Du solltest auch mitteilen, warum Du das Pseudonym Kerstin Müller ausgewählt hast. Siehe dazu den Kommentar von Michael Pechel. Das ist keine Denunziation sondern eine ernste Auseinandersetzung um Deinen Versuch, gegen das Netzwerk Erinnerung und Zukunft vorzugehen und eine Bresche für die AfD zu schlagen.

        1. Hallo Daniel,
          Du kannst Deine Einwände gegen den offenen Brief gerne mit der Autorin diskutieren – ganz in klassischer demokratischer Tradition.

          Der Offene Brief und der „Anhang“ (Video) wurde veröffentlicht wie das eben so bei uns veröffentlicht wird: im Original ohne Ergänzungen. Bisher war das egal von wem: DKP, Die Linke, Grüne, SPD, CDU, FDP, Die Partei, Linksautonome (Ahoi), Salafisten, etcetc. und sogar die Rechtfertigung des Scheibeneinschlages bei REWE wurde einfach so veröffentlicht. Unter den bisherigen Veröffentlichungen sind etliche, die aktiv die Demokratie bekämpfen und unter so etwas wie Eurem „Schutz“ stehen.
          Mir ist nicht bekannt, dass das von Deiner Seite jemals zu irgendeinem Einwand geführt hat.

          Daniel, wir können uns gerne mal zu einem Gedankenaustausch treffen.

        2. DDR-Vergleich

          Hallo Daniel,
          Deine Einwände gegen die Veröffentlichung des Offenen Briefes haben bei mir inzwischen einige Assoziationen geweckt – an frühere Zeiten.
          Ich habe in Westberlin studiert und da hatte man automatisch engen Wahrnehmungskontakt in den Osten, die DDR.
          Dort war es üblich Kritik oder positive Äußerungen zum Westen pauschal und drohend zu kontern:
          „Bist Du etwa für den Kapitalismus? Dann pass bloß auf!“
          Heute:
          „Bist Du etwa für die AfD? Dann pass bloß auf!“

          Bei einer Autofahrt nach Ostberlin – dort kannte ich Leute – wurde mein Auto einmal von Ostgrenzern auseinandergenommen und in der Türverkleidung eine Zeitung gefunden und beschlagnahmt.
          Jetzt überlege bitte mal, warum Deine Forderung nach Nichtveröffentlichung dieses Offenen Briefes an DDR-Vorgehen erinnert.

          Damals habe ich gelernt, was Demokratie eigentlich bedeutet.

          1. Hallo Klaus, finde den Hinweis auf die DDR nicht schlecht. Gerade, weil die AfD jetzt versucht, Kinder ihre Lehrer anprangern zu lassen. Das erinnert sehr an DDR. Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Sie darf aber von einem Journalisten, der sich neutral nennt, nicht instrumentalisiert werden. Du hast das aber mit dem AfD-Brief und dem Broder-Video gemacht.

          2. Oh, Daniel.
            Ich habe gerade mal über Meinungsfreiheit in der DDR recherchiert und dabei das hier gefunden:
            „Art. 27 der Verfassung garantierte jedem Bürger der DDR „das Recht, den Grundsätzen
            dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern“. Eine Meinungsäußerung
            „gegen die Interessen der Werktätigen und ihres Staates“ stellte allerdings
            bereits einen Missbrauch des Rechts der freien Meinungsäußerung dar“

            Irgendwie passt das: Missbrauch ist, wenn „gegen die Interessen der Werktätigen und ihres Staates“ Meinung geäußert wird.

            Ich könnte das Zitat etwas verändern:
            Missbrauch (Bei Dir „Instrumentalisierung“) ist, wenn „gegen die Interessen des gerade dominierenden Mainstreams“ Meinung geäußert wird. Ich hab’s noch moderat ausgedrückt, Daniel.
            Findest Du Dich da nicht irgendwie wieder?

            Das Originalzitat stammt übrigens aus dieser Schrift:
            https://www.bundestag.de/blob/411698/671f7828891e9b599bf349fd0545ab1a/wd-1-060-09-pdf-data.pdf

    2. Werter Herr Gardemin,
      ganz herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Der ist so erhellend. Die Grünen, als basisdemokratische Reformer und Systemgegner gestartet sind zur Obrigkeit verkommen, mit der typischen, ganz eigenen Vorstellung eines offenen Diskurses. Ich empfehle ja die Lektüre von George O.´s „Animal Farm“ . Ist von ´45, würde mich aber wundern, wenn Ihnen da nicht einiges bekannt vorkäme.
      Ob die Dame reine AfD Propaganda absondert, ließe sich im übrigen leicht prüfen: Kippa aufgesetzt und ein wenig (allein) durch die nächtliche Stadt flaniert. Viel Glück.

  10. Das mit der Verfolgung und der Frage nach einer Kristallnacht ist m.E. „ganz leicht“ überzogen.
    Wenn jemand öffentlich hetzt sind das Vertreter der AfD in den Parlamenten und Medien, nicht umgekehrt.

  11. – „Aus verschiedenen Medien erfuhr ich, dass viele dieser Flüchtlinge antisemitisch sind und Juden aus tiefstem Herzen hassen.“

    Das ist eine, oder die, Kernaussage des Textes – und irgendwie auch die einzige, die ich ehrlich, authentisch und plausibel finde.

    Ansonsten dümpelt der Text im flachen Wasser rum; es muss wohl Ebbe sein. Zu allen angerissenen Themengebieten habe ich schon mehr, bessere und tiefere Beobachtungen gemacht und bin auch zu anderen Erkenntnissen gekommen.

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