30. November 2017

Polizei: Ermittlungen gegen Graffiti-Crew

Hannover (ots) – Bei der Staatsanwaltschaft Hannover und der Ermittlungsgruppe (EG) Graffiti der Polizeidirektion Hannover ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen den sechsköpfigen „harten Kern“ einer Graffiti-Crew wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung durch Graffiti im großen Stil anhängig. Alle sechs Akteure (im Alter zwischen 22 und 25 Jahre) stehen im Verdacht, u.a. in Hannover und Umgebung durch illegale Graffiti-Aktionen einen hohen Schaden angerichtet zu haben.

Die Ermittlungen nahmen Ende 2016 Fahrt auf, als im September 2016, im Rahmen von Bauarbeiten in einem Mehrfamilienhaus an der Brauhofstraße, diverse Speichermedien gefunden und der Polizei übergeben worden waren. Die langwierige Auswertung der USB-Sticks, SD-Cards, pp. durch die entsprechende Fachdienststelle, die mehrere Monate in Anspruch genommen hatte, förderte in großem Umfang eindeutige Hinweise auf illegale Graffiti-Aktionen – u.a an Zügen, Brücken, öffentlichen Gebäuden/Plätzen – zu Tage. Ganz offensichtlich handelte es sich hierbei um die gesammelten Werke der Gruppierung, deren bereits durch zurückliegende, einschlägige Ermittlungsverfahren polizeibekannte Akteure gut zu erkennen waren.

Im Rahmen der weiterführenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft kristallisierte sich auch heraus, dass die Crew sehr vielschichtig mit verschiedenen Einzeltags aktiv ist, dabei von befreundeten Sprayern bzw. Gruppen unterstützt wird und ihre in Form von Videos und Fotos dokumentierten, illegalen Aktionen mit Mitgliedern der Graffiti-Szene teilt bzw. in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Am Dienstag, 28.11.2017, ging die EG Graffiti schließlich mit einer Durchsuchungsaktion in die Offensive. Insgesamt wurden vorgestern sechs Wohnungen und andere Aufenthaltsorte der zurzeit sechs Tatverdächtigen in der Stadt Hannover, in Lehrte sowie in Leipzig und Berlin durchsucht. Die Beamten stellten umfangreiches potenzielles Beweismaterial sicher, das jetzt ausgewertet werden muss.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft werden nach den Durchsuchungen am Mittwoch wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung weitergeführt. Unabhängig von den strafrechtlichen Konsequenzen müssen die Sprayer illegaler Graffiti insbesondere auch mit empfindlich hohen Schadensersatzansprüchen – u.a. der Deutschen Bahn AG – rechnen. Allein der für den Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover geschätzte Schaden dürfte sich auf mindestens 109 000 Euro belaufen. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von besprühten Zügen der Deutschen Bahn steht allerdings zu vermuten, dass die Schadenssumme weitaus höher ausfällt. /st,wei

Polizeidirektion Hannover
30.11.2017

 

 

Kommentare

  1. Hier bewahrheitet es sich:
    Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.

    So doof die Beweismittel gleich selber mitzuliefern muss man erst mal sein.

    Hoffentlich kriegen die Schmierfinken so eins übergebraten, dass sie den Rest ihres Lebens Schulden und Strafen abarbeiten müssen.

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