28. November 2017

Hannover (ots) – Gestern Abend, 27.11.2017, gegen 19:30 Uhr, haben drei Unbekannte auf einem Fuß- und Radweg am Ihmeufer/an der Spinnereistraße einem 25 Jahre alten Mann Zigaretten und Handy geraubt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte sich das Opfer nach einem Einkauf in einem Supermarkt an der Limmerstraße zu Fuß auf dem Heimweg befunden, als ihm auf dem Fuß-/Radweg unterhalb der Leinertbrücke drei Männer aus Richtung „Cafe Glocksee“

entgegengekommen waren. Nachdem sich das Trio im Halbkreis um den 25-Jährigen gruppiert hatte, bat einer der Männer um eine Zigarette.

Dieser entriss dem überraschten Opfer anschließend die ganze in der Hand gehaltene Zigarettenschachtel und fragte dreist nach der Uhrzeit, während einer seiner Begleiter um den 25-Jährigen herumlief und dessen Kleidung abtastete. Nachdem das Opfer sein Handy aus der Hosentasche geholt hatte, um darauf die Uhrzeit abzulesen, entriss der Hauptakteur ihm auch dieses. Anschließend schlug er ihm mit der Faust ins Gesicht, schubste es zur Seite und flüchtete zusammen mit seinen beiden Mittätern und der Beute in Richtung Faustwiese.

Der 25-Jährige begab sich zur Behandlung seiner erlittenen Verletzungen in ein Krankenhaus und alarmierte von dort die Polizei.

Alle drei mutmaßlichen Täter sind zwischen 25 und 30 Jahre alt, sehr schlank und von afrikanischem Erscheinungsbild. Der Hauptakteur ist ungefähr 1,70 Meter groß, hat eine drei bis vier Zentimeter lange Narbe über einem Auge und spricht gebrochenes Deutsch. Beim Überfall trug er eine dunkle Jacke, eine helle, blaue Jeans sowie eine dunkle Wollmütze mit Bommel. Seine beiden Mittäter sind 1,75 bis 1,80 Meter groß und waren mit dunklen Kapuzenjacken bekleidet. Der Mann, der das Opfer abtastete, hat geflochtene, am Kopf anliegende, schwarze Haare und spricht englisch mit Akzent. Der dritte, passive Mittäter sprach am Tatort eine dem Opfer fremde, unbekannte Sprache.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu Tat und Tätern geben können, sich mit der Polizeiinspektion West unter der Rufnummer 0511 109-3920 in Verbindung zu setzen. /wei, zim

Polizeidirektion Hannover

28.11.2017

 

 

Kommentare

  1. Immer das Selbe in dieser und angrenzenden Ecken in der Calenberger Neustadt, immer das selbe Muster von „kleinen“ Raubüberfällen – nachts, das Opfer alleine unterwegs, die Täter zu zweit oder zu dritt; jung, männlich und offensichtlich Ausländer (die sind alle frisch, da wette ich drauf); manchmal mit Messern bewaffnet, Handy und Brieftasche geklaut, und zum Schluss noch mal eine Körperverletzung obendrauf.

    Dass viele der Opfer danach traumatisiert sind, wird selten öffentlich erwähnt und m. E. auch strafrechtlich ungenügend berücksichtigt. Das Opfer dieses Falls wird sicherlich diesen Weg zu seiner Wohnung (Lebensmittelpunkt!) zukünftig angstbesetzt meiden. Auch wird der Überfallene künftig Umwege zu seiner Wohnung hinnehmen und damit Einschränkungen seiner Lebensgestaltung. Vielleicht bräuchte das Opfer therapeutische Hilfe (Weißer Ring). – Das ist eine Schweinerei ohnegleichen.

    Wenn die Täter gefasst würden, wäre ich da nicht nur für Strafe nach Strafrecht, sondern auch für aktive Wiedergutmachung. Solange das Opfer wegen der Tat leidet, haben die Täter gefälligst alles zu tun, um dem abzuhelfen. Oder wer soll das geradeziehen?

    Wenn man nachts oder bei Dunkelheit, von der Glocksee kommend, über menschenleere Wege zurück nach Linden will, muss man mit solchen Überfällen fast schon rechnen. – Nur „fast“ oder tatsächlich, wenn es nur jeden tausendsten *keineahnung* Fußweg dort betrifft?

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Raubüberfällen oder anderen Gewalttaten sicherer zu begegnen: Wertgegenstände verteilt in mehreren Stellen der Jacke deponieren, Abstand nehmen, Trillerpfeife, laut um Hilfe rufen, Handy (auch mit Spion-Rückruffunktion, evtl. Video), Schlüsselanhänger-Kameras, Reizgas, Messer, Gas- bzw. Schreckschusspistole, Kampfsportausbildung …

    Aber von einem normalen Bürger kann man so was nicht verlangen. Die Situation muss auch ohne – ungewiss und riskant ausgehende – Notwehr sicher sein. Wenn ich nachts von der Glocksee nach Linden will, dann hat da gefälligst nichts zu passieren – mal so gesagt.

    Das muss die Stadt sicherstellen. Zuständig sind Stadtrat, -verwaltung und Polizei. Der Bezirksrat hat da beratende und fordernde Funktion.

    Die sich direkt anbietenden Lösungsmöglichkeiten sind: mehr Polizeistreifen und/oder mehr kommunaler Ordnungs- und Sicherheitsdienst.

    Der Tatort des oben beschrieben Überfalls ist einer der neuralgischen Punkte dafür, mit großem Bedarf.

  2. Wahnsinn!!!

    Das erinnert mich an die Geschichte, als drei Typen in Russland vom Hausbesitzer beim versuchten Einbruch erwischt wurden. „Leider“ war der Eigentümer Elite-Soldat und beim KGB.
    Ende vom Lied war, dass es die drei Halunken jetzt nicht mehr gibt.
    Wie komm ich bloss da drauf?!? ;-)))))

    Das Opfer sich echt die Zigaretten aus der Hand reissen lassen UND danach noch das Handy aus der Tasche geholt, als es vom 1.70m grossen Wortführer nach der Zeit gefragt wurde?!? Echt?!?
    Bitte sag mir einer, dass das Fake-news sind.
    Ansonsten: GRUBE, MACH ENDLICH WAS!!!

    Oh, wie ich grade höre ist der feine Herr unabkömmlich.
    Verfassungsklage gegen die Stadt vorbereiten; damit wir endlich endlich den Halim-Dener-Platz bekommen. Wichtige Sachen zuerst, und so…….

    Man, man, man……

    1. – „Das erinnert mich an die Geschichte, als drei Typen in Russland vom Hausbesitzer beim versuchten Einbruch erwischt wurden. ‚Leider‘ war der Eigentümer Elite-Soldat und beim KGB.
      Ende vom Lied war, dass es die drei Halunken jetzt nicht mehr gibt.“

      Hättest Du da jetzt eher Reizgas gewählt oder ein Messer?

      – „Wie komm ich bloss da drauf?!? ;-)))))“

      Weil Dir andere Worte fehlen, um Deine Wut, Abscheu und Verachtung auszudrücken für die Täter, und Sorge und Furcht für Dich selbst. Das ist eine Projektion, die zu einem kurzzeitig erhebenden Allmachtgefühl führt, aber in der Situation nichts ändert.

      Das kenne ich natürlich. Es ist eine durchaus akzeptable Art von Selbstbefriedigung. Man sollte es nur nicht andauernd tun, weil man sonst abdreht, jedenfalls nach meiner Erfahrung.

      – „Das Opfer sich echt die Zigaretten aus der Hand reissen lassen UND danach noch das Handy aus der Tasche geholt, als es vom 1.70m grossen Wortführer nach der Zeit gefragt wurde?!? Echt?!?“

      Ich habe mir schon groß in die Hose gemacht vor Angst. Angst ist nichts Verwerfliches oder Verachtenswertes. Schuld sind die Täter.

      – „Bitte sag mir einer, dass das Fake-news sind.“

      Nee, das liegt am KGB-Elite-Soldaten-Trip. Das geht vorbei.

      *fg*

      1. Ich wollte hier auch auf keinen Fall „victim blaming“ machen.
        Was mich halt nur so erstaunt hat, ist die Schilderung der Tat; die offensichtlich durch das Opfer erfolgt ist.
        Selbst wenn das so abgelaufen ist, erzähl ich das doch keinem. Dann waren das halt drei schrankgrosse Typen, die mich von hinterrücks angegriffen haben; hatte keine Chance…..etc.
        Und wenn da so’n 1,70m schlankes Persönchen was von mir haben wollte wäre meine Reaktion halt anders gewesen. Das kann aber auch an meiner beruflichen Ausbildung und Trainings in genau diesem Bereich liegen……
        Aber nochmal: Darum ging/geht es mir nicht.

        Es geht darum, dass man wochentags um 19:30h mitten in der Stadt nicht überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen wird.
        Und das es sich offensichtlich um eine Tätergruppe handelt, die im „Bermudadreieck“ zwischen Faust, Glocksee und Limmerstrasse geduldet oder sogar hofiert wird.

        UND dass der Bezirksbürgermeister, der sonst zu jedem Furz den Hals aufreisst, hier NICHTS tut!!!

        Amen.

        1. – „Selbst wenn das so abgelaufen ist, erzähl ich das doch keinem. Dann waren das halt drei schrankgrosse Typen, die mich von hinterrücks angegriffen haben; hatte keine Chance…..etc.“

          Ehrlich? – Ich erzähle immer alles so, wie es ist. Darauf beruht für mich das Menschsein.

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