24. Mai 2017

Neuer Stadtteilpark Linden-Süd:

Skating-Anlage nimmt Gestalt an

Aus einem Guss: Ab Ende 2017 lädt Hannovers erster Skatepool geschickte FreizeitsportlerInnen zu Höchstleistungen ein. Dann können sich SkateboarderInnen, Inline-FahrerInnen und Scooter-FreunInnen auf der rund 650 Quadratmeter großen Landschaft aus Beton in dem bis zu 2,5 Meter tiefen Becken samt Flowarea ausprobieren. Derzeit laufen dazu die Betonspritzarbeiten, die nun schon die Gestalt der neuen Anlage erkennen lassen.

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„Pools“ sind die Urform der Skateanlagen. In den 1970er Jahren wurden in Kalifornien leerstehende Swimmingpools zum Skaten genutzt. Dort haben die Becken keine rechteckigen Beckenwände zum Beckenboden, sondern einen gerundeten Übergang zu den Seitenwänden. Das ermöglicht das Befahren der Pools wie eine Betonwelle bis zur oberen Kante und darüber hinaus. Eine Flowarea ist eine Kombination aus Rampenelementen mit frei modellierten Abschnitten, die so angeordnet oder verbunden sind, dass man flüssig durch die gesamte Anlage rollen kann.

Die neue Skateanlage wird ein Teil des Stadtteilparks Linden-Süd werden, der auf einer etwa 1,6 Hektar großen Fläche am westlichen Ihmeufer zwischen Benno-Ohnesorg-Brücke und Legionsbrücke derzeit entsteht. Neben dem Skatepool sind auch ein Basketballfeld und Hannovers 13. Mehrgenerationen-Fitnessparcours als Bewegungsangebote vorgesehen. In den Planungsprozess für den Park hatten sich EinwohnerInnen des Stadtteils eingebracht. Begonnen wurde mit den Arbeiten im September 2016. Voraussichtlich Ende 2017 soll der neu gestaltete Bereich fertiggestellt werden. Die Kosten liegen bei 1,62 Millionen Euro, 230.000 Euro davon trägt die Region Hannover.

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Der Stadtteilpark zwischen Ihme und Ricklinger Str/Auestr. in Linden-Süd

 

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Die Lage von Skatepool, Stangen-Fitnesswald, Basketball und Fitness für Alle im Stadtpark.

Zu den Angeboten wird auch ein Stangen-Fitnesswald für fortgeschrittene BewegungskünstlerInnen gehören. Auf den übrigen Flächen bleibt der grüne Baum-Wiesen-Charakter erhalten. Es wird verschiedene Sitzgelegenheiten zum Verweilen geben, zum Beispiel 13 Bänke mit Arm- und Rückenlehnen. Neue und barrierefreie Zugänge zum Park und an die Ihme heran bieten mobilitätseingeschränkten Personen künftig einen schwellenlosen Parkgenuss.

Das westliche Ihmeufer, der Bereich zwischen Benno-Ohnesorg-Brücke und Legionsbrücke, ist mit 2,6 Hektar die größte Grünfläche in Linden-Süd. Nach Fertigstellung dieses ersten Teils startet die Planung für den nördlichen zweiten Bauabschnitt des Stadtteilparks Linden-Süd. Auch in diesen Prozess werden die EinwohnerInnen mittels Versammlungen und Projektgruppen eingebunden.

Landeshauptstadt Hannover – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
24.05.2017

 

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Die beiden Landschaftsarchitekten Gwendolyn Kusters und Bauleiter Andreas Toebe vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün sorgen für Planung und Umsetzung der anspruchsvollen Pläne.

 

öl/24.05.2017

Kommentare

  1. Lieber Anwohner,

    wären Sie als „ach do so aktiver und besorgter“ Bürger an einer der beiden Beteiligungsrunden der Stadt Hannover zum Stadtteilpark Linden-Süd dabei gewesen oder hätten Sie diesen Prozess, der aus einer Idee des Quartiersmanagements Linden-Süd und später des Stadtteilforums Linden-Süd und vieler Bewohner des Stadtteils entstanden ist, auch nur ansatzweise begleitet, würde sie hier solch einen „Käse“ nicht mehr schreiben.
    Dort hätten Sie u.a. die Möglichkeit gehabt über jede einzelne Bank zu diskutieren, mehr über das Thema barrierefreier Zugang zum Wasser, Durchqueren und Verweilen, Sport und Aktivität zu erfahren und sogar eigene Ideen mit einbringen können. Diese Planung ist von vielen Bewohnerinnen nicht nur ausdrücklich gewünscht, sondern zu großen Teilen mit entwickelt worden.

    Und da sie den Text anscheinend nicht verstanden haben: 230.000 Euro kommen von der Region Hannover, der Rest von der Stadt Hannover. Auf die absurde Idee einen kostenpflichtigen Park in Linden-Süd einzurichten, der vorher öffentlich war, muss man auch erst einmal kommen.

    Wenn Sie aber Lust haben etwas für die Allgemeinheit zu spenden, bitte sehr: Über eine Spende zur weiteren positiven Entwicklung im Stadtteil Linden-Süd würden wir uns sehr freuen:
    Kontoinhaber FELS e.V. (Verein zur Förderung der Entwicklung Linden-Süd),
    Sparkasse Hannover / IBAN: DE86 2505 0180 0900 3756 39 / BIC-Code: SPKHDE2H

    Gegen Angabe der kompletten Adresse und des Namens stellen wir gerne Spendenbescheinigungen für das Finanzamt aus!

    Freundliche Grüße
    Carsten Tech
    Quartiersmanagement Linden-Süd
    Deisterstr. 66
    30449 Hannover
    Tel. 0511-123-7775
    carsten.tech@hanova.de

    PS: Bitte sparen Sie sich ihr Engagement für die wirklich von Privatisierung bedrohten Bereiche wie Trinkwasser, Autobahnen, Bildung, Müllabfuhr und Energie…

    1. Oh, da stochert man mal kurz und kriegt gleich volles Rohr Polemik.

      Vielleicht sollte man da mal ein bisschen weiterstochern … Dort scheint es sich ja zu lohnen. 😉

  2. „Die Kosten liegen bei 1,62 Millionen Euro, 230.000 Euro davon trägt die Region Hannover.“

    Und wer zahlt den Löwenanteil, die restlichen 1,4 Millionen Euro? Das wird leider auch in anderen Berichten nicht erwähnt.

    Sollte es sich um Privatinvestoren handeln, werden die sich eine Rendite versprechen. Das würde bedeuten, dass Teile der Anlage nur kostenpflichtig zu benutzen wären. Dabei würde ich (nur aus dem Bauch heraus) erst mal auf die Skating-Anlage tippen.

    Doch gibt es überhaupt so viele Skater, dass sich solch eine teure Anlage lohnen würde? Und auch nur wenige aktive Basketballer gibt es, die die Nebenanlage nutzen würden.

    Auch ist die Rede von „13 Bänken mit Arm- und Rückenlehnen“. Das ist ein bisschen wenig für das viele Geld und für einen richtigen Bürgerpark zum Ausruhen und Verweilen, und kaum eine Verbesserung zu den bisherig vorhandenen um die acht Bänken auf diesem Areal.

    Ich verstehe es halt noch nicht und bin skeptisch.

    P. S.: Und, liebe Ausführenden, macht möglichst bald wieder den Radweg frei. Die Ausweichstrecken sind eine Belastung.

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