10. Dezember 2017

Brief der Stammgruppe 7e:

Liebe Mitglieder des Bezirksrats Linden-Limmer!

Wir, die Vertreter der IGS Linden, möchten uns heute einmal dafür bedanken, dass ihr euch in eurer Freizeit für unseren Stadtbezirk einsetzt.

Wir möchten euch daran erinnern, dass die IGS Linden auch eure Schule ist:
Eine Schule für alle Kinder in unserem Stadtbezirk Linden-Limmer!

Wir möchten euch bitten, dass ihr euch für unsere gemeinsame Schule einsetzt:

Unsere Schule ist schon alt und an vielen Stellen kaputt.
In den Freizeitbereichen ist es viel zu dunkel: Wir brauchen Sonne!
Unsere Toiletten stinken und unsere Mensa ist zu klein!
Wir haben nicht genug Platz zum Lernen! Wir sind sehr unterschiedlich, man kann uns nicht einfach nur in einen engen Raum sperren!

Bitte helft uns und setzt euch für eure Schule ein!

Liebe Grüße aus der IGS Linden

Stammgruppe 7e der IGS Hannover-Linden, 6.12.2017

Kommentare

  1. Ich finde es großartig, dass sich Schüler einer 7. Klasse für ihre Schule einsetzen. Anscheinend hat die Politik ja noch nicht so schnell verstanden, was sie selbst so schnell angetrieben hat. Es ist eigentlich eine Schande, dass die Kinder sich nun selbst darum kümmern müssen, wie es in ihrer Schule aussieht. Dabei wäre es die Aufgabe von uns Erwachsenen, dafür zu sorgen, dass die Kinder angemessen lernen können. Die Toiletten sind so unter aller Sau. Das WC am Küchengartenplatz ist wesentlich besser. Es geht nicht um irgendwas Nobles – aber Fenster oder eine Belüftung sind schon toll. Wer meint, ich übertreibe, mag gerne mal in das Kleine Haus der IGS auf Toilette gehen. Und wer meint, dass 16Toiletten (oder so – genau kenne ich mich nicht aus) , die vor einigen Jahren modernisiert wurden, für über 1000 Schüler ausreichen – ok, ich bin davon nicht überzeugt. Ach ja, und dann gibt es noch das Thema Inklusion und das Thema individuelle Differenzierung. Ein Klassenraum für alle – Luft braucht keiner, bitte stellt euch nicht so arg an. Was, du kannst, dich nicht so gut konzentrieren, wenn jemand neben dir gerade mit seinem Lernpartner leise redet? – Komm, stell dich nicht so an. Dafür ist nun mal kein Geld da. Die Leute in … und früher …
    Aber nein, es geht ums Jetzt. Es geht darum, was uns eine soziale, gebildete Gemeinschaft wichtig ist. Es geht hier nicht um Dekor oder so. Es geht um einfachen Lärmschutz, genug Platz, Hygiene – es geht um einfache Standards. Nicht mehr. Und es geht darum, zu zeigen, dass wir Lindener sind und wir unsere Lindener Kinder und Lindener Eltern unterstützen wollen.

  2. So was kommt ja immer gut an. Auch die Lindener Obdachlosen könnten vorm Bezirksrat mal ihre Anliegen vorbringen. Weihnachtsmannmützen gibt’s ja jetzt wieder günstig beim TEDI, falls das die Einstiegshürde sein sollte.

    – Aber was stand denn auf den gelben Zetteln im letzten Foto? Etwa der Redetext, der da gerade verlesen wurde? – Das Gelb als Signalfarbe wurde sicherlich nicht unabsichtlich gewählt, und auf dem Foto ist erkennbar, dass einige Schüler vom Blatt ablesen, andere nicht.

    1. Ich verstehe die Intention Ihres Kommentars nicht.
      Meinen Sie, dass die Schülerinnen und Schüler (und Lehrerinnen / Lehrer) ohne Grund vorsprechen?
      Sind Sie der Meinung, dass Schulen kein Recht auf renovierte Toiletten haben?
      Sind Sie der Meinung, dass hier lediglich eine IGS-Stimmungsmache mit werbewirksamen Weihnachtsmützen läuft, wo es doch andere „echte“ Probleme gibt?
      Haben Sie einen Tipp für die IGS-Linden (und andere Schulen), wie sie ihre Probleme „an den Mann bringen kann / können ohne derartige Aktionen?

      1. Die Suggestivfragen im Vorbeitrag bekräftigen leider die sich aus dem Fallstudium ergebende Arbeitshypothese:

        „Suggestion statt Information bei der IGS Linden!“ – Fragezeichen!

        – Zudem noch geschehen diese Vorgänge im Namen und unter Nutzung der (auch von den Schülern teilweise getragenen) sakrosankten Weihnachtsmannsmütze. – Deswegen noch mal die Frage danach, was auf den gelben Textblättern stand. – Im Tatzusammenhang besteht dabei der Verdacht, es könne sich ebenfalls um suggestives Material handeln.

        1. Hinweis: Auf den gelben Blättern stand der Text, der oben in der Meldung angeführt ist und mit

          „Liebe Mitglieder des Bezirksrats Linden-Limmer!“ beginnt

          und mit

          „Stammgruppe 7e der IGS Hannover-Linden, 6.12.2017“

          endet.

        2. Es hört sich bei Ihnen alles sehr klug an, aber was wollen Sie eigentlich nun wirklich aussagen?
          Die Schüler dürfen keine gelben Zettel haben? Die Farbe ist nicht angemessen? – oder:

          Die Schüler (12/13 Jahre alt) dürfen keine Notizzettel haben, um Ihre Forderungen vorzutragen? – oder:

          Die Schüler der IGS-Linden haben gar keine Probleme. Ihnen werden die Probleme nur ins Maul gelegt? (Dazu kommen Sie doch bitte wirklich mal gerne auf die Toiletten im Kleinen Haus für die 5/6 Klässler, bitte – Machen Sie sich auf den Weg.) (Machen Sie doch bitte einen Tag Unterricht im Bereich der 9/10 Klasse mit, gelegen am Westschnellweg und erarbeiten Sie eine dritte Ableitung – Ihnen wird es sicherlich sehr leicht fallen, sich zu konzentrieren; oder kommen Sie ins Sprachlabor, wo es keine Fenster gibt; oder kommen Sie in die Klassen 5/6, wo Sie auf vier bis sechs Niveaus unterrichtet werden).

          Ich würde Sie bitten, konkret, nicht nur hochtrabend zu kommentieren. Dazu benötigt es, sich mit dem Bildungswesen auch auseinanderzusetzen. Und bitte, gehen Sie nicht nur von sich aus, von Ihrer Zeit, sondern besuchen Sie wirklich mal einen halben Tag in einer Schule.

          Ach ja, ist Ihnen eigentlich bekannt, dass die Schüler von 8.15 – 16.10 Uhr in der Schule sind. Sie verbringen den größten Teil ihres Tages dort.

          Ach ja, was soll das mit „sakrosanktem“. Die Kinder sind sicherlich nicht deshalb nicht angefeindet worden, weil sie Mützen aufhaben (bitte mal Vokabel mit ihrer Bedeutung nachschlagen). Und ein Begriff „Tatzusammenhang“ ist ein absolut inadäquater Begriff. Auch hier, machen Sie sich bitte vorher klar, welche Begrifflichkeit Sie verwenden. Ich finde es nämlich höchst verwerflich, Schüler, die sich außerhalb der Schulzeit einsetzen, mit Verbrechensvokabular in einem Zusammenhang zu bringen.

          1. – „aber was wollen Sie eigentlich nun wirklich aussagen? […] Die Schüler (12/13 Jahre alt) dürfen keine Notizzettel haben, um Ihre Forderungen vorzutragen?“

            Sagen wir mal so: Ein Waldorf-Schüler in diesem Alter hätte wohl nicht vom hölzernen Blatt ablesen müssen, sondern hätte sich selbst äußern können. So ähnlich wie Sie zum Beispiel. Warum soll man das mit 12, 13 nicht können auf seine Weise?

            Das ist, wo meine Kritik ansetzt. Das Anliegen finde ich in Ordnung.

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