28. April 2018

 

HANNOVER MESSE 2018 – Press Review

 

Mehr von >> Jean-George Charbonnier

 

28.04.2018

 

 

Kommentare

  1. Natürlich muß man sich beim Anblick der computer- und robotergesteuerten, voll automatisierten Fabrik der Zukunft die Haare raufen und ich bin alles andere als zukunftsgläubig. Aber wenn man die Entwicklung und Bedeutung der Industrie 4.0 aus dem Auge verliert, haben andere das Sagen. Am Bspl. des einst blühenden Wirtschaftsstandortes Hannover-Linden (und damit denke ich vor allem an unsere Hanomag) ist abzulesen, was passiert, wenn tiefgreifende Wirtschaftsentwicklungen – und 4.0 gehört unbedingt dazu – schlicht und ergreifend verschlafen werden und Größenwahn zum Ruin führt.

    Früher gab Linden in Hannover wirtschaftlich entscheidend mit den Ton an, aber das ist längst Wirtschaftsgeschichte. Hierzu wiki:
    „Die Hannoversche Maschinenbau AG war ein 1871 gegründetes Unternehmen, das neben Nutzfahrzeugen wie Baumaschinen, Lkw, Ackerschlepper und Zugmaschinen auch Pkw herstellte. Bis zu Beginn der 1930er Jahre war die Hanomag ein bedeutender Lieferant von Dampflokomotiven und zählte neben der Continental AG zu den größten hannoverschen Industriebetrieben.

    Zum 1. Februar 1980 übernahm der Unternehmer Horst-Dieter Esch die Hanomag für 30 Millionen DM und gliederte sie zusammen mit anderen Baumaschinenfirmen in seine IBH-Holding ein, um den größten Baumaschinenkonzern der Welt zu formen. Die Hanomag sollte mit massiver öffentlicher Hilfe wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. So war der Verkauf des Betriebsgeländes an die Stadt Hannover für 48 Millionen DM vorgesehen. Die IBH endete im November 1983 im Konkurs, in dessen Folge auch die Hanomag im Februar 1984 Konkurs anmelden musste. Esch wurde im März 1984 verhaftet und im Oktober des gleichen Jahres vom Landgericht Koblenz wegen Betrugs in Tateinheit mit Konkursverschleppung zu sechseinhalb Jahren Haft und 90.000 DM Geldstrafe verurteilt. Ende März 1984 wurden die letzten Mitarbeiter entlassen.“

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