24. August 2018

Zeichnung: Benedikt Schlund

Veranstaltungslink auf facebook: https://www.facebook.com/events/315184222386516/?active_tab=about

Ernährungswende jetzt!
Globale und regionale Ansätze für eine zukunftsweisende Ernährung

Ernährung ist ein Thema, welches jede*n von uns betrifft. Die ständige Verfügbarkeit von allen Lebensmitteln lässt uns schnell vergessen, dass die Landwirtschaft keine unendlichen Ressourcen zur Verfügung hat. Wer in die Zukunft schaut, den weltweiten Bevölkerungszuwachs, die Ausbeutung der Menschen und der Natur, den Klimawandel und die Verstädterung sieht, wird merken, dass es ein Umdenken braucht.

Ein Abend, der die Themen Ernährung und Landwirtschaft auf verschiedenen Ebenen beleuchten, neue und alternative Formen von Landwirtschaft vorstellen und den Besucher*innen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen möchte.

AB 17 UHR:
Empfang mit selbstgemachten Köstlichkeiten und Gartenrundgängen im Pagalino.

18 UHR BEGINN DER VORTRÄGE:

//Wege zur Ernährungssouveränität
Anna Emden | Nyéléni Bewegung
Alle Menschen haben ein Recht darauf, über ihre Ernährung, den Anbau und die Verteilung ihrer Lebensmittel selbst zu bestimmen; ein Recht auf gesunde Nahrung, die unter Achtung der Produzierenden und der Umwelt hergestellt wird. Die Nyéléni-Bewegung fordert eine weltweite radikale Demokratisierung unserer Lebensmittel- und Agrarsysteme.

//Hannover als Landschaft einer nachhaltigen Agrikultur
Dr. Thomas Köhler | Transition Town Hannover e.V.

Transition Town hat in den letzten Jahren mehrere Orte geschaffen, die als Zukunftsinseln auf eine andere Landwirtschaft, eine andere Versorgungsstruktur und auf andere Ernährungs- und Konsumgewohnheiten hinweisen wollen. Kommen wir nun bald von den vereinzelten Zukunftsinseln zu einer nachhaltigen Agrikultur in der Fläche von Stadt und Region Hannover? Wie ist das zu schaffen? Es werden neue Strukturen und Projektvorhaben (wie der Ernährungsrat für die Region Hannover) vorgestellt, die diesen Zielsetzungen dienen sollen.

//Aquaponik – alternative urbane Landwirtschaft in Hannover
Kim-Susanna Wingenfelder | Aquaponik auf dem Platzprojekt

Die herkömmliche Landwirtschaft ist überholt und wird den zukünftigen, weltweiten Anforderungen nicht gerecht. Nachhaltige Alternativen müssen genutzt werden. Vor allem im urbanen Raum wird in den letzten Jahren ein neuer Experimentalismus sichtbar. Ganz aktuell ist auch in Hannover dafür der erste Stein in Form einer Aquaponik-Station gesetzt. Es stellt eine der interessantesten und innovativsten Arten der urbanen Landwirtschaft dar. Aquaponik ist ein Verfahren, das Techniken der Aufzucht von Fischen und der Kultivierung von Nutzpflanzen verbindet. Wie funktioniert Aquaponik? Wo geschieht es bereits und wie wird es in Zukunft in unsere Stadt eingebunden sein?

//Solidarische Landwirtschaft als neue Form von Agrar-Kultur
Roman Czychi | Solawi Hannover

Der Landwirtschaft ist das kulturelle Fundament abhandengekommen. Vielfältige ökonomische und ökologische Probleme sind unübersehbar: Hofnachfolgen stehen in Frage, hohe Technisierung, Spezialisierung und Industrialisierung erfordern höchsten Kapitaleinsatz, zunehmend hohe bürokratische Dokumentationen. Im Ergebnis wird die Landwirtschaft eine lebens- und ressourcenvernichtende Ausbeutungs- und Verwertungsstrategie. Es braucht neue Denkansätze: Ein radikales Bekennen zu einer wertegründenden Agrar-Kultur und die grundlegende Bereitschaft für ein neues Miteinander.

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