15. Januar 2018

Foto: Schimmelwand in Limmer

Immer mehr Häuser werden wärmegedämmt. Verwendung findet dabei überwiegend Styropor. Ein Rundgang brachte an den Tag, dass an immer mehr Häusern Langfristfolgen sichtbar werden: Schimmel und Algen.

Beispiel in Limmer: Algen und Schimmel auf der Dämmung an der Wunstorfer Straße.

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Wunstorfer Str. 30

 

Es gibt weitere Fälle im näheren und weiteren Umkreis.

Der WDR hat sich letztes Jahr in einer Sendung (Quarks & Co) ausführlich mit dem Thema Wärmedämmung befasst. Neben der Brandgefahr war das Auftreten von Schimmel und Algen ein Schwerpunktthema – mit erschütternden Ergebnissen.

In folgendem Video der Sendung wird ab Minute 32:19 das Thema Schimmel und Algen behandelt. Der Startzeitpunkt 32:19 ist voreingestellt.

Schimmel und Algen scheinen nach den Ausführungen in der Sendung langfristig wenig vermeidbar zu sein. In den letzten Jahren sind im Stadtbezirk immer mehr Häuser wärmegedämmt worden. Das hat nicht nur das Risiko von Schimmel- und Algenbildung erhöht, sondern ist auch häufig der Hauptkostenfaktor bei Mieterhöhungen gewesen wie im Stadtbezirk beobachtet werden konnte (>> Beispiel).

Die Wärmedämmung ist über Jahre hinweg politisch beschlossen und durchgesetzt worden. Hauptargument: Energieeinsparung aus Gründen des Klimaschutzes.
Dem Zwang zum Dämmen kann sich kaum ein Hausbesitzer entziehen, wenn Sanierungsarbeiten ausgeführt werden.

Bisher gibt es aus der Politik keine erkennbaren Initiativen zur Lösung der Probleme.

Weitere Fälle von Schimmel und Algen auf Fassadendämmungen

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Wunstorfer Straße 32

 

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Hurlebuschweg, Limmer

 

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Obere Ziegelei, Ahlem

 

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Erste Schimmelerscheinungen in der Windheimstr., Linden-Nord

 

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Dämmarbeiten mit schwarzem Styropor in Linden-Nord 2016. Wie groß ist hier die Schimmelgefahr?

 

Wird fortgesetzt.

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
16.01.2018

 

 

Kommentare

  1. Wenn Kohlestoff wieder teurer wird wird wieder gejammert.
    Wenn Wohnungen teurer werden weil mineralische Dämmstoffe teurer sind als Plastik wird auch wieder gejammert.

    Einen Tod muß man sterben, daran wird auch das ganze Geblubber im Internet nichts ändern.

  2. Die grünen Flecke auf den Fotos sind übrigens Algen. Nur der schwarze Fleck über dem Kippfenster in Bild 1 besteht offenbar aus Schimmelpilzen.

    Algen sind gesundheitlich unbedenklich und schädigen nicht die Bausubstanz. Das Problem mit ihnen ist ein rein optisches.

    Algen vermehren sich nur bei optimaler Feuchtigkeit, also bei einem feuchten Mikroklima im Fassadenbereich, gefördert durch eine schattige, kühle Lage und geringe Durchlüftung. Kurzum: Algen wachsen dort an Fassaden, wo das Regenwasser schlecht verdunstet oder häufig Nebel oder hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

    Algenwachstum kennt man auch ohne Wärmedämmung, in windgeschützten Lagen an der Nordseite, und möglichst noch mit einer großen Fichte davor.

    WICHTIG: Der einzige das Algenwachstum fördernde Wirkfaktor der Fassadendämmung ist, dass die Außentemperatur der Gebäudefassade nicht mehr über die Wohnungsheizung erhöht wird. Bei höheren Temperatur verdunstet das Wasser schneller.

    Und als Algenkiller lasse ich meine Wohnzimmerheizung dann ein paar Touren höher laufen, wa?

    Ob man durchs Fenster raus heizt oder gleich durch die Wand +++ die Knete haben wir ja dicke +++ bei Öl, Gas und Kohle bestehen noch riesige unentdeckte Vorkommen +++ danach heizen wir sowieso alle mit Strom aus Windenergie +++ Klimawandel gab es schon immer +++ und die Verbrennungsrückstände verteilen sich.

    Was wiederum das – wie gesagt, rein optische – Problem der Algen anbetrifft, würde ich die Fassaden dunkel streichen (wegen Temperaturerhöhung und Optik) und ggf. noch die dicke Fichte vor dem Haus wegnehmen. Und sonst lässt man das einfach so.

    P. S.: Ich selbst bin sehr zufrieden mit der Wärmedämmung hier im Mehrparteienhaus. – Draußen anhaltend unter -10°C, drinnen nie unter 11°C (wenn nur die Nachbarn heizten). Und gerade, wenn man mehr heizt (wie die Nachbarn), macht sich der Vorteil oft mit 200 €/Jahr auf der Heizkostenrechnung bemerkbar. Da war die moderate Mieterhöhung auch angemessen.

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