30. Oktober 2018

Der nächste Winter kommt bestimmt!

Kooperation zum Nutzen obdachloser Menschen in unserer Stadt. 

Die Johann Jobst Wagenersche Stiftung und die Obdachlosenhilfe Hannover e.V. haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Der neu gegründete Verein, der donnerstags am Andreas Hermes Platz Essen an Obdachlose ausgibt und diese ggf. mit warmer Kleidung, Kleidung, Decken und Schlafsäcken versorgt, kooperiert mit der Johann Jobst Wagenersche Stiftung.

Die Stiftung stellt dem Verein ihre in diesem Jahr nach professioneller Beratung eingerichtete Küche samt Inventar zur Mitbenutzung zur Verfügung. Vom 1.11.2018 an müssen die Mitglieder dieses engagierten Vereins das Essen für die Obdachlosen nicht mehr in der Küche einer Privatwohnung zubereiten und von der Peripherie in die Innenstadt transportieren.

Darüber hinaus unterstützt Reinhold Fahlbusch, Vorsteher der Johann Jobst Wagenersche Stiftung, persönlich den Verein in der Nachgründungsphase beim Aufbau von Strukturen, Verfahren und Netzwerken.

Der neu gegründete Verein Obdachlosenhilfe Hannover e.V. ist eine notwendige Ergänzung des sich langsam entwickelnden Netzwerkes zur Unterstützung von Obdachlosen in unserer Stadt. Bisher waren in diesem Bereich der Daseinsfürsorge die großen freien Träger tätig. Mit dem ökumenischen Mittagstisch gibt es bereits eine langjährige Anbieterkooperation.

Die Obdachlosenhilfe Hannover e.V. ergänzt das bisherige Angebot aus der Kenntnis und Erfahrung von Betroffenen heraus. Ein Vorstandsmitglied des Vereins hat die Obdachlosigkeit selbst durchleben müssen. Weitere Initiatoren sind bereits ehrenamtlich in der Wohnungslosenfürsorge tätig. Rebecca Flügel, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins: „Wir haben bisher nur eine geringe Mitgliederzahl und bitten darum, durch Beitritt unseren Verein zu stärken und unsere Aktivitäten zu stützen.“ Mario Cordes, der 1. Vorsitzende und Koch des Vereins erinnert daran: „Der Winter steht vor der Tür und die Menschen brauchen nicht nur unser warmes Essen und unseren Zuspruch. Dringend benötigt werden warme Kleidung, Taschen, Schlafsäcke, ISO-Matten und für Obdachlose geeignete Lebensmittel, z.B. 5-Minuten Terrine.“

Die Johann Jobst Wagenersche Stiftung ist eine der alten privaten hannoverschen Armenstiftungen. Sie vermietet in Anlehnung an das Modell „Housing first“ Wohnungen an Menschen, die am Wohnungsmarkt keine Chancen haben und unterstützt diese durch Sozialarbeit. Der Stifter hat 1784 verfügt, dass das Stiftungskapital „auf ewiglich“ für die „Armen, Kranken, Rathlosen und Nothleidenden“ Menschen eingesetzt werden soll. Die parteilose Bezirksratsfrau und Stiftungsvorsteherin Gunda Pollok-Jabbi präzisiert: „Mit dieser Kooperation setzen wir erneut ein Stück der Vorgaben unseres Stifters um. Er hat die Leistung der Stiftung nicht darauf beschränkt, nur Menschen zu unterstützen, die bei uns wohnen. Für weitere Kooperationen sind wir offen.“

Stiftungsvorsteher Reinhold Fahlbusch erinnert daran, dass die Stiftung sich auch in der Quartiersarbeit engagiert. „Die obdachlosen Menschen, für die der Bahnhof ein wichtiger Ort ist, gehören zu unserem Stadtbezirk. Diese Menschen in ihrer Not hatte unser Stifter im Blick. Wir dürfen in keine andere Richtung schauen.“

Wagenersche Stiftung
>> wagenersche-stiftung.de

2018.10.29_QHeV_JJWSt_Kooperation_Unterzeichnung
(vlnr) Gunda Pollok-Jabbi, Gerold Heppner (Vorstand Wagenersche Stiftung) Bernd Giesel (2. Vors. Obdachlosenhilfe), Rebecca Flügel (PR Obdachlosenhilfe), Mario Cordes ( 1.Vors.Obdachlosenhilfe) Reinhold Fahlbusch (Vorstand Wagenersche Stiftung)

 

30.10.2018

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.