7. November 2019

Die Vereinigung von Hannover und Linden – eine fast hundertjährige, unglaubliche Geschichte
von Horst Deuker


Soweit der Inhalt des von mir wiederentdeckten Schriftstücks, welches sich also mit der Zusammenlegung der beiden Nachbarstädte beschäftigt. Was mich irritierte, waren die unterschiedlichen Formulierungen für denselben Sachverhalt: Einerseits „Vereinigung“, andererseits „Eingemeindung“. Müsste es sich wegen des selbständigen Status‘ der beiden Städte nicht eindeutig um eine Vereinigung gehandelt haben, auch wenn Hannover der größere Partner war?

Doch wenden wir uns zunächst der vorangegangenen Entwicklung der Vereinigungsbestrebungen zu. Mit Erstaunen nehmen wir da zur Kenntnis, dass die ersten Überlegungen tatsächlich aus Hannover gekommen sind. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Herzogs von Cambridge namens von der Decken schrieb in einer auf den 24. Mai 1817 datierten Denkschrift („Pro Memoria“):

„Nur durch die Einverleibung des benachbarten Linden [kann] Hannover ein Ort von Bedeutung werden. Je näher die Stadt [Hannover] daher der Ihme gebracht werden kann, umso mehr wird man sich dieser Vereinigung nähern.“ (Zitat nach Georg Hoeltje 1964 / siehe Quellenverzeichnis)

Bei den Überlegungen von der Deckens ging es insbesondere um den Bau eines städtischen Hafens an der Ihme. Dieser Hafen, so seine Kalkulation, würde die Transportkosten für Baumaterialien und andere Güter wesentlich verbilligen. Genau auf diesen Effekt setzte seinerzeit übrigens auch Johann Egestorff, der bekannte „Kalkjohann“ aus Linden, mit seinen Schiffstransporten von und nach Bremen auf der Verbindungslinie Ihme – Leine – Aller – Weser.

Die Lage an der Ihme war damals aber auch für die vornehmeren Familien aus Hannover nicht uninteressant. Klaus Mlynek (1993) schreibt dazu:

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07.11.2019


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